<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056</id><updated>2012-01-20T14:46:39.095+01:00</updated><category term='Illuminati'/><category term='Illuminaten'/><title type='text'>Reinhard Markner</title><subtitle type='html'>Textarchiv</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>23</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-6111346619784662397</id><published>2009-05-06T22:44:00.000+02:00</published><updated>2009-05-12T22:49:42.360+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Illuminaten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Illuminati'/><title type='text'>Engel und Dämonen</title><content type='html'>In einer Vorbemerkung zu seinem Roman &lt;i&gt;Angels and Demons&lt;/i&gt; (deutsch: „Illuminati“) behauptete der amerikanische Trivialromancier Dan Brown, die Beschreibung der Schauplätze entspreche genau den örtlichen Gegebenheiten. Seither laufen manche seiner Leser durch Rom auf der Suche nach Sichtachsen, die sich partout nicht auftun wollen. Der Verfasser erklärte an gleicher Stelle, den Illuminatenorden habe es wirklich gegeben. Das stimmt zwar, aber natürlich zählten Galileo und Bernini keineswegs, wie bei Brown zu lesen, zu den Mitgliedern des erst 1776 entstandenen Geheimbundes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch war dessen Gründer, der junge Ingolstädter Professor Adam Weishaupt (1748–1830), nicht so vermessen, es mit der katholischen Kirche insgesamt aufzunehmen. Sein Argwohn ebenso wie seine kaum verhohlene Bewunderung galt primär den Jesuiten, deren Orden zwar offiziell aufgehoben worden war, die aber als Weltpriester weiterhin wichtige Positionen innehatten, so auch an der bayerischen Landesuniversität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der bikonfessionellen Reichsstadt Augsburg waren die Jesuiten des Kollegs St. Salvator unvermindert tätig. Von hier berichtete Weishaupts Schüler Franz Xaver Zwackh im Dezember 1778 von einer „Unterredung mit dem Abbate Marotti in Betreff der M[aurerey], wo mir dieser das ganze Geheimniß, welches sich auf die alte Religion und Kirchengeschichte gründet, erklärt, auch alle hohe Grade bis auf jene der Schotten mir mitgetheilet hat“. Der Ordensgeneral zeigte sich hocherfreut über diese „wichtige Entdeckung“ und empfahl: „Nutzen sie diesen Umstand, soviel möglich.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weishaupt selbst war am 2. Februar 1777 in die seit 1775 bestehende Münchner Loge „Zur Behutsamkeit“ aufgenommen und seitdem zum Gesellen befördert worden. Sein Wissen von der Freimaurerei ging also kaum über die ersten Grundlagen hinaus, zumal er als Auswärtiger nicht regelmäßig an den Münchner Logenversammlungen teilnehmen konnte. Marottis wertvolle Aufschlüsse ermöglichten erst die Entwicklung und Umsetzung der illuminatischen Strategie, die bestehenden freimaurerischen Netzwerke zur Ausbreitung der eigenen Organisation zu nutzen. So gelang Zwackh die Umwandlung der zweiten Münchner Loge, „St. Theodor vom guten Rat“, in eine Operationsbasis, von der aus Kontakte bis nach Berlin und Warschau geknüpft werden konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf welchem Wege Weishaupt erstmals vertiefte Kenntnis von den Ritualen der Freimaurerei erlangt hatte, wurde bereits 1787 offenbar, als auf kurfürstlichen Befehl die bei Hausdurchsuchungen aufgefundenen „Originalschriften“ des Illuminatenordens in zwei Bänden gedruckt wurden. Aber nicht einmal der französische Exjesuit Augustin de Barruel, der einen großen Teil seiner gegenrevolutionären &lt;i&gt;Mémoires pour servir à l’histoire du jacobinisme&lt;/i&gt; (1797/98) den Umtrieben der Illuminaten widmete, stellte die Frage nach der Identität jenes italienischen Geistlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei führt die Spur geradewegs nach Rom. Giuseppe Marotti (1741–1804), Jesuit seit 1758, zählte am Collegium Romanum zu den Schülern des dalmatinischen Dichters Rajmund Kunic (Raimondo Cunich, 1719–1794), dessen Epigramme er später herausgeben sollte. Nach Aufhebung des Ordens 1773 übernahm er hier eine Professur als Lehrer der Rhetorik und des Griechischen und veröffentlichte Übersetzungen und Biographien. Als Papst Pius VI. 1798 von französischen Truppen gezwungen wurde, Rom zu verlassen, zählte Marotti zu der kleinen Schar seiner Getreuen, die ihn zunächst ins toskanische, dann ins französische Exil begleiteten. In seinen letzten Lebensjahren diente er auch dem Nachfolger, Papst Pius VII., noch als Geheimsekretär.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider ist über Marottis Aufenthalt in Augsburg nichts weiter bekannt. Welchem Zweck diente sein Besuch? Kehrte er womöglich schon 1782 im Gefolge des nach Wien reisenden Pius VI. zurück? Blieb er mit den Augsburger Exjesuiten in Verbindung, deren Zeitschrift &lt;i&gt;Kritik über gewisse Kritiker, Rezensenten, und Brochürenmacher&lt;/i&gt; von 1787 an zu einem führenden Organ der katholischen Gegenaufklärung avancierte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dunkel bleibt einstweilen auch, worauf Marottis Deutung der Freimaurerei gegründet war. Nach seinem Tode berief sich Marziale Reghellini (1766–1853) in einem Versuch über den &lt;i&gt;Esprit du dogme de la franche-﷓maçonnerie&lt;/i&gt; (1825) überraschend auf Marotti, der das maurerische „Dogma“ von der reinen Lehre Jesu und der urchristlichen Gemeinden abgeleitet habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnliche Gedanken lassen sich auch in illuminatischen Texten nachweisen. In Rom hingegen konnte man diesen Ideen augenscheinlich nichts abgewinnen, selbst wenn sie auf einen päpstlichen Geheimsekretär zurückgehen mochten: Reghellinis Buch wurde 1839 auf den Index gesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(F.A.Z., 6. 5. 2009)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-6111346619784662397?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/6111346619784662397/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=6111346619784662397' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/6111346619784662397'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/6111346619784662397'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2009/05/engel-und-damonen.html' title='Engel und Dämonen'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-4440364129113486939</id><published>2009-01-23T14:31:00.002+01:00</published><updated>2009-01-23T14:42:14.055+01:00</updated><title type='text'>Ein Tropfen genügt</title><content type='html'>Gekürzt erschienen in F.A.S., 9. 11. 2008&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste dunkelhäutige Präsident der Vereinigten Staaten ist das Kind einer weißen Mutter. Seinen kenianischen Vater hat er kaum jemals gesehen, den größten Teil seiner Jugend verbrachte er bei den weißen Großeltern. Wieso gilt er trotzdem schlichtweg als »schwarz«? Die Beantwortung dieser simplen Frage führt mitten hinein in die Abgründe der einstigen amerikanischen Rassengesetzgebung und die Paradoxien der heutigen Identitätspolitik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Barack Obama als Schwarzen anzusehen heißt zunächst, seine eigene Selbstbestimmung zu respektieren. Obama hat sich bereits in seiner Autobiographie &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Dreams from my father&lt;/span&gt; ausführlich über seine Herkunft und den Umgang mit ihr geäußert. Mit zwölf oder dreizehn Jahren, berichtet er hier, habe er aufgehört, Fremden gegenüber von der Hautfarbe seiner Mutter zu sprechen, weil ihm dies als Anbiederung an die Weißen erschien. Seitdem sei er immer wieder Zeuge geworden, wie verstörend es auf weiße wie schwarze Amerikaner wirke zu erfahren, einen Menschen uneindeutiger Rasse vor sich zu haben: »Sie wissen nicht mehr, wer ich bin. Insgeheim stellen sie sich vielleicht meine Zerrissenheit vor, das gemischte Blut, das gespenstische Bild des tragischen Mulatten, der in zwei Welten gefangen ist.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obamas Rückblick auf das Leben eines noch jungen Mannes, der seit kurzem auch in deutscher Übersetzung vorliegt, erschien 1995, noch vor Beginn seiner politischen Karriere. Inzwischen ist die Genealogie des Verfassers längst kein Geheimnis mehr. Der Politiker Obama hat seither stets seine Absicht bekundet, zur Überwindung von Rassenschranken beizutragen, sich aber gleichzeitig vorbehaltlos zur schwarzen Gemeinschaft bekannt. Er hat damit auf die noch immer unausweichliche Frage nach seiner Rassenzugehörigkeit diejenige Antwort gegeben, welche die amerikanische Gesellschaft und der ganz überwiegende Teil seiner Wähler von ihm erwartet. Es besteht zwar keine Veranlassung, an Obamas Aufrichtigkeit zu zweifeln. Ein Bestehen auf der eigenen hybriden Identität aber, soviel ist sicher, wäre unter den Amerikanern weithin auf Unverständnis gestoßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;»Wie wird in den Vereinigten Staaten eine Person, gesellschaftlich wie rechtlich, als schwarz definiert? Was sind unsere diesbezüglichen Regeln, und wie sind sie entstanden?« Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Soziologe F. James Davis, Emeritus an einer Universität in Obamas heutiger Heimat Illinois, in seinem erstmals 1991 veröffentlichten Überblick &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Who is black? One nation’s definition.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Davis kommt das Verdienst zu, den Blick der Amerikaner auf die Eigentümlichkeiten ihres Umgangs mit dieser für sie bis heute relevanten Klassifizierung gelenkt zu haben. Keine andere Nation hat in ähnlicher Konsequenz versucht, zwischen Schwarzen und Weißen zu scheiden, ohne dabei einen Übergangsbereich anzuerkennen. Schon Ende des achtzehnten Jahrhunderts vollzog sich in der unmittelbaren Nachbarschaft, auf der Karibikinsel Hispaniola, eine gänzlich andere Entwicklung. Hier kam es in den Wirren der Haitianischen Revolution zu Allianzen zwischen den weißen Siedlern und den Mulatten, die sich gemeinsam den aufständischen schwarzen Sklaven wie auch den Truppen der französischen Kolonialmacht entgegenstellten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während in der Karibik die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;gens de couleur&lt;/span&gt; erfolgreich für ihre eigenen Rechte kämpften, blieben sie in den amerikanischen Südstaaten, mit Ausnahme der Gegenden um New Orleans und Charleston, den Sklaven gleichgestellt. Soweit sie dennoch eine Elite bildeten, machten sie sich zwangsläufig zu Sprechern für die farbige Bevölkerung insgesamt. Diese Konstellation erfuhr auch durch den Sieg der Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg keine grundlegende Änderung. Im Gegenteil wurde 1896 durch eine Entscheidung des Obersten Gerichts die Gleichbehandlung aller, auch der hellsten Dunkelhäutigen ausdrücklich bekräftigt: Die Richter wiesen die Klage des Schusters Homer Plessy ab, der sein Recht hatte erstreiten wollen, in einem den Weißen vorbehaltenen Eisenbahnabteil befördert zu werden. Die Abkunft von bloß einer schwarzen Urgroßmutter genügte, Plessy als Schwarzen zu klassifizieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Folge erließen zahlreiche Südstaaten zur Erhaltung der rassischen Reinheit Gesetze, mit denen die sogenannte &lt;span style="font-style:italic;"&gt;One-drop rule&lt;/span&gt; festgeschrieben wurde, so benannt nach dem »schwarzen Blut« und seiner homöopathischen Verdünnung. Indem dieses rigoros nur zwischen Weißen und Nichtweißen unterscheidende binäre System auch auf alle anderen Bevölkerungsgruppen angewandt wurde, betraf es in Staaten wie Virginia zugleich die indianischen Ethnien, was deren Benachteiligung weiter verschärfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die endliche Aufhebung der Rassengesetzgebung in den sechziger Jahren bedeutete nicht zugleich das Ende der Eintropfenregel. Prominente Sprecher der Bürgerrechtsbewegung, von W. E. B. Du Bois bis Martin Luther King, hatten selbst Weiße unter ihren unmittelbaren Vorfahren; ihr Kampf für die Gleichberechtigung galt allen Dunkelhäutigen. In dem Maße aber, wie er in das System der ausgleichenden Bevorteilung mündete, bekräftigte er die Notwendigkeit, an der überkommenen kategorialen Unterscheidung zwischen den »Rassen« festzuhalten.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Im &lt;a href="http://www.psupress.org/Justataste/samplechapters/justatasteDavis.html"&gt;Nachwort zur zehnten Auflage&lt;/a&gt; seines zur klassischen Seminarlektüre gewordenen Versuchs hat sich F. James Davis beifällig über das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Multi-racial movement&lt;/span&gt; geäußert, das gegen den Widerstand der Lobbyisten der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Affirmative action&lt;/span&gt; die Einführung eines neuen Kästchens auf den Bögen der bundesstaatlichen Zensusbehörde durchsetzen konnte. Er resümierte: »Das Ende der Eintropfenregel wird erleichtert werden, wenn das ihr zugrunde liegende gesellschaftliche Konstrukt – Rasse selbst – an Bedeutung verliert.«&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-4440364129113486939?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/4440364129113486939/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=4440364129113486939' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/4440364129113486939'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/4440364129113486939'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2009/01/ein-tropfen-gengt.html' title='Ein Tropfen genügt'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-116043450271517585</id><published>2006-10-10T00:49:00.001+02:00</published><updated>2009-05-04T00:02:30.195+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Illuminaten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Illuminati'/><title type='text'>Bloodlines of the Illuminati</title><content type='html'>Luca Bianchini, Anna Trombetta: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Goethe, Mozart e Mayr fratelli illuminati&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Archè, Milano 2001, 444 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quatuor-Coronati-Jahrbuch 40 (2003), S. 304; auch in: Zeitschrift für internationale Freimaurerforschung 4 (2002) [2004], S. 89 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Festival Rossini in Wildbad wurde im Sommer 2001 eine einaktige Farce &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Verter&lt;/span&gt; nach über zweihundert Jahren erstmals wieder zur Aufführung gebracht. Die Entdecker der Handschrift, zwei norditalienische Musikhistoriker, schreiben sie dem deutschen Komponisten Simon Mayr zu. Über den Wert dieses Fundes für die Musikgeschichte muß an dieser Stelle nicht geurteilt werden. Der Lehrer Donizettis, so heißt es bereits in einer älteren Werkmonographie, wurde im Laufe der Zeit regelmäßig „nicht nur überschätzt, sondern auch wesentlich schief beurteilt“. Gleiches ließe sich, mutatis mutandis, vom Illuminaten-Orden sagen, allemal jedenfalls von der Darstellung, die er seitens der beiden Italiener erfährt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Johann Simon Mayr wurde 1763 in Mendorf geboren. Der zwanzig Kilometer nordöstlich von Ingolstadt gelegene Ort gehörte zu den bayerischen Gütern der Freiherren von Bassus. Thomas (Tommaso) Maria von Bassus war es denn auch, der den jungen Musiker förderte und ihn Ende der achtziger Jahre im bündnerischen Puschlav (Poschiavo) beschäftigte, wo er als Podestà ein kunstsinniges Regime führte. Als Verleger aufklärerischer Schriften brachte er 1781 unter anderem auch die erste italienische, aus dem Französischen übersetzte Ausgabe der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Leiden des jungen Werther&lt;/span&gt; heraus, an der sich Komponist und Librettist der besagten Farce orientiert haben mögen. Bassus zählte zu den wichtigsten Gehilfen Adam Weishaupts; ihm oblag es, in Tirol und Norditalien fähige Männer für den Orden zu gewinnen; ihm gehörte auch Schloß Sandersdorf, jenes „bekannte Illuminaten-Nest“, wo die bayerischen Beamten im Mai 1787 einen umfangreichen Bestand geheimer Unterlagen beschlagnahmte. Es läßt sich also annehmen, daß der Baron seinen Schützling eines Tages in den Orden aufnahm und ihn an den Sitzungen der Minervalkirche zu Puschlav teilnehmen ließ. Vielleicht wurde Mayr dort auch Mitglied der Loge „Zu den drei Sternen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Beleg allerdings fehlt. Die Forschung, zuletzt John Stewart Allitt, hat ihn nicht beibringen können. Bianchini und Trombetta suchen dies zu verdunkeln, indem sie eine ebenso weitschweifige wie konfuse Gesamtgeschichte des Illuminaten-Ordens zusammenschreiben, die sich zwangsläufig mit der Lebensgeschichte Mayrs an den wenigsten Punkten berührt. Statt neuen Informationen aus den Archiven von Bergamo oder Chur bieten sie Exzerpte aus älterer und neuerer Literatur, wobei sie keine Unterschiede zwischen seriösen Studien und dubiosen Pamphleten machen. Orientierungslos schwanken die Autoren zwischen Glaubensseligkeit und blindem Übereifer, wenn sie Katharina II., Joseph II., Christian VII. und Gustav III. («secondo alcune fonti», die nicht namhaft gemacht werden) zu den Illuminaten rechnen (100) und dann sogar eine eigene Mitgliederliste zusammenstellen (123–38), weil sie von der maßgeblichen Aufstellung Hermann Schüttlers keine Kenntnis erlangt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ahnungslosigkeit der beiden Musikliebhaber ist bisweilen erheiternd, so etwa, wenn sie Carl Theodor von Dalberg als «Elettore Palatino di Baviera» bezeichnen (102), mithin einen bedeutenden Illuminaten mit ausgerechnet jenem Fürsten verwechseln, der den Orden in seinen Landen aufhob und dessen Mitglieder verfolgen ließ. Durchaus nicht mehr amüsant ist jedoch, daß Bianchini und Trombetta ein ebenso kurzes wie infames Kapitel der Familie Rothschild widmen. «Secondo Fritz Springmeier, i banchieri ebrei avrebbero reinvestito nella Revoluzione francese i soldi ricavati dalla Rivoluzione americana» (78), heißt es hier mit Bezug auf ein Buch mit dem vertrauenerweckenden Titel &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Bloodlines of the Illuminati.&lt;/span&gt; Sosehr man auch bereit sein mag, historischen Dilettanten das eine oder andere Versehen durchgehen zu lassen – das Urteilsvermögen, antisemitischen Schund als solchen zu identifizieren, sollte bei jedem vorausgesetzt werden können, der sich mit freimaurerischer Geschichte befaßt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-116043450271517585?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/116043450271517585/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=116043450271517585' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/116043450271517585'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/116043450271517585'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/10/bloodlines-of-illuminati.html' title='Bloodlines of the Illuminati'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-115836943405352046</id><published>2006-09-16T03:13:00.000+02:00</published><updated>2006-09-16T03:17:21.483+02:00</updated><title type='text'>Sehr schönes Thema</title><content type='html'>Johannes Rogalla von Bieberstein, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;»Jüdischer Bolschewismus«. Mythos und Realität,&lt;/span&gt; Dresden, Edition Antaios, 2002, 312 S., € 29,00.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;links. Rivista di letteratura e cultura tedesca 5 (2005) [2006], S. 131 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;»Sehr schönes Thema, die Revolution und die Juden«, äußerte Gustav Landauer in einem Brief an Martin Buber. Indem sich der anarchistische Philosoph, Sohn eines jüdischen Kaufmanns, zum »Volksbeauftragten« der Münchner Räterepublik wählen ließ, sollte er selbst dieses Thema fortschreiben. Im Dezember 1918 nicht vorauszusehen war allerdings, wie Johannes Rogalla von Bieberstein mit ihm umgehen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Buch des Bielefelder Bibliothekars sorgte in Deutschland kurzzeitig für Aufsehen, weil ein CDU-Bundestagsabgeordneter aus ihm Zitatmaterial bezogen hatte. Die mißratene Rede Martin Hohmanns zum von ihm so genannten »Nationalfeiertag« am 3. Oktober 2003 trug ihm die Verstoßung aus seiner Fraktion ein. Auch Johannes Rogalla von Bieberstein hatte kritische Fragen zu beantworten. Gegenüber der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Neuen Westfälischen&lt;/span&gt; äußerte er, von »Juden als Tätervolk« habe er nicht geschrieben. Er könne »nicht steuern«, wenn sich »rechte Kreise« bei ihm bedienten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Rechtfertigungsversuch wirkt sonderbar angesichts der dem Buch vorangestellten Danksagung, die »Herrn Professor Dr. Ernst Nolte für sein Vorwort und Herrn Dr. Karlheinz Weißmann für die Durchsicht des Manuskriptes« gilt. Letzterer ist der wohl umtriebigste Organisator einer Nouvelle droite à l’allemande, ersterer einer seiner wichtigsten Inspiratoren. Wäre es Rogalla von Bieberstein ein Anliegen gewesen, sich gegen mögliche Vereinnahmungsversuche von dieser Seite zu schützen, hätte er seine Studie nicht ausgerechnet einem Verlag anvertraut, der neben Nolte und Weißmann den Schweizer Historiker der »Konservativen Revolution«, Armin Mohler, und den prominenten 68er-Renegaten Bernd Rabehl zu seinen Autoren zählt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nolte hat sich schon vor Hohmann gegen die angeblich »heute übliche Entgegensetzung von ‚Tätervolk‘ und ‚Opfervolk‘« gewandt, und er hat schon vor Rogalla von Bieberstein vom »rationalen Kern« der Rede vom »jüdischen Bolschewismus« gesprochen. Dieser folgt ihm aufs Wort, wenn er im letzten Kapitel seiner Untersuchung das Résumé zieht, die antisemitische Propaganda des 20. Jahrhunderts habe »ein realgeschichtliches Fundament, einen realen ‚Kern‘« besessen (S. 282). Nolte nimmt dies natürlich dankbar auf. In seinem Vorwort heißt es, Rogalla von Bieberstein billige den Judenhassern »ein gewisses Ausmaß von Recht« zu (S. 3). Die Ausführungen Noltes kulminieren in der Anklage, die ungenannt bleibenden »Philosemiten« machten sich der »Herabwürdigung eines welthistorischen Volkes« schuldig (S. 10).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rogalla von Biebersteins »Würdigung« besteht demgegenüber in der detaillierten Auflistung all jener Protagonisten der sozialistischen Bewegung, die jüdischer Abkunft waren. Die Karteikästen des Bielefelder Bibliothekars sind prall gefüllt. Die einzelnen Karten enthalten mancherlei Daten zu den einzelnen Lebensläufen und natürlich auch die Auflösung der zahllosen Pseudonyme (Trotzki = Bronstein, um nur das bekannteste zu nennen). Aus der in langjähriger Arbeit entstandenen Sammlung eine lesbare Darstellung zu machen war zweifellos eine schwierige Aufgabe. Die Kräfte des Verfassers hat sie überfordert, und so präsentiert sich seine Studie über weite Strecken als eine Art Neuauflage des antisemitischen &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Semi-Kürschner&lt;/span&gt; in nicht-alphabetischer Reihenfolge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es versteht sich, daß sich Rogalla von Bieberstein vorsorglich gegen den Vorwurf des Antisemitismus verwahrt. Er widmet sein Buch dem Andenken Léon Poliakovs, den er als seinen »langjährigen Gesprächspartner« bezeichnet, und er rühmt sich der Bekanntschaft mit Yehuda Bauer. In längeren Passagen über den »Autor als Christ, Spürhund und Dokumentar« (S. 36) schildert er sich selbst und seine lauteren Absichten. Dieser mag er sich »beim gedankenschweren Gehen über die Rampe in Auschwitz-Birkenau« (ebd.) versichert haben, und bisweilen scheinen sie auch zum Vorschein zu kommen. So heißt es an einer Stelle: »Selbstverständlich darf man die vorgestellten jüdischen Revolutionäre nicht als bezahlte Agenten bewerten, schon gar nicht als Agenten des als politische Handlungseinheit überhaupt nicht existierenden Judentums, was antisemitische Verschwörungstheoretiker unterstellten.« (S. 155)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konspirationsphantasien behandelte der Verfasser bereits in seiner lesenswerten Dissertation, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die These von der Verschwörung 1776 –1945. Philosophen, Freimaurer, Juden, Liberale und Sozialisten als Verschwörer gegen die Sozialordnung&lt;/span&gt; (Frankfurt a. M. 1976). Er verfolgte darin mit einiger Akribie die Entstehung und Tradierung der Legende, derzufolge die Französische Revolution ein von Freimaurern inszenierter Umsturz gewesen sei. Bekanntlich glaubten einflußreiche Nationalsozialisten, vor allem Himmler und Rosenberg, an den Wahrheitsgehalt dieser Legende ebenso wie an die Realität einer jüdischen Weltverschwörung. Manches Mal berührten und vereinigten sich beide »Mythen«, so daß der Illuminat Adam Weishaupt zu einem Juden, Marx und Lenin ihrerseits zu Freimaurern erklärt werden konnten. Mit Norman Cohn glaubt Rogalla von Bieberstein, daß die antijüdische Propaganda letztlich »zugkräftiger« als die antimasonische war (S. 278). Insofern schließt er an seine früheren Forschungen nahtlos an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Unterschied in der Methode ist gleichwohl unübersehbar. Zwar hob Rogalla von Bieberstein schon in seiner Dissertation hervor, »daß der Verschwörungsthese ein Realitätsbezug nicht immer abgesprochen werden« könne (S. 167). Aber erst jetzt, angeleitet durch den Geschichtshermeneutiker Nolte, sucht er systematisch nach dem »rationalen Kern« des »Mythos«. Das Ergebnis ist ohnehin bekannt: Viele Sozialisten waren (der Herkunft, nicht dem Glauben nach) Juden. Das macht weder den Sozialismus zur jüdischen Erfindung noch den Bolschewismus zur jüdischen Untat. Jede Vorstellung, die wahnhaft in ihrer Übersteigerung ist, hat ihre Anhaltspunkte in der Wirklichkeit. Aus deren Quantifizierung kann aber nicht einfach auf den Grad der Triftigkeit des jeweiligen Wahns geschlossen werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-115836943405352046?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/115836943405352046/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=115836943405352046' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/115836943405352046'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/115836943405352046'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/09/sehr-schnes-thema.html' title='Sehr schönes Thema'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-115455402052455448</id><published>2006-08-02T23:23:00.000+02:00</published><updated>2006-08-02T23:27:01.080+02:00</updated><title type='text'>Der gelbe Riese</title><content type='html'>Jetzt noch neuer und richtig schön bunt: die neue Rechtschreibung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Junge Welt, 1. 8. 2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was liest Annette Schavan in den Ferien? Den letzten Harry Potter? Band zwei der Memoiren von Helmut Kohl? Einen Reißer von Dan Brown? Weit gefehlt. »Ich habe mir vorgenommen, im Urlaub den neuen Duden zu kaufen und mir genau anzusehen, wie die Regelungen nun aussehen«, sagte sie der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Berliner Zeitung.&lt;/span&gt; Die »Regelungen« – das sind die Paragraphen der zweiten Reform der Rechtschreibreform. Könnte sein, daß die bildungsbeflissene Ministerin beim Schmökern ein gelbes Wunder erlebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn der Duden – es ist bereits der vierte reformierte – enthält nicht nur die fraglichen Regelungen, versteckt im Kleingedruckten, sondern auch 3000 gelb markierte Empfehlungen der Redaktion. Die sollen die Wahl zwischen ebenso vielen Varianten erleichtern, präsentiert sich doch die neueste neue Rechtschreibung – es ist bereits die dritte – mehr denn je als eine Orthographie des Sowohl-als-auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rat für deutsche Rechtschreibung, an dessen Einsetzung Frau Schavan nicht unbeteiligt war, hat zwar aufreizend wenig geleistet, aber immerhin hat er die Existenz einiger hundert Wörter wieder anerkannt, die durch die Reform zerhackt worden waren. Der Duden versucht nun, diese späte Rehabilitation zu unterlaufen und empfiehlt in den meisten Fällen weiterhin die reformgemäße Getrenntschreibung: »frei lebend« statt »freilebend«, »nichts ahnend« statt »nichtsahnend«. Eine »selbst gedrehte« Zigarette: wer spricht so?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch schriller ist, daß die Empfehlungen des Dudens völlig willkürlich sind. Meistens hat man sich in Mannheim für die reformierte Getrenntschreibung entschieden, aber nicht immer. Das Ergebnis ist absolut chaotisch: »furcht­erregend« zusammen, aber »Furcht einflößend« getrennt, »hochbegabt« zusammen, aber »hoch bezahlt« getrennt. Die Empfehlungen auf anderen Gebieten sind nicht minder rätselhaft: »Dränage« soll man mit ä schreiben, »Lymphdrainage« aber mit ai.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist Rechtschreibung nach dem Zufallsprinzip, eine Art orthographisches Roulette. Annette Schavan spielt nicht mehr mit, seit sie Bundesministerin geworden ist. Aber für ihre ehemaligen Kollegen in der Kultusministerkonferenz und natürlich für Hans Zehetmair, den Vorsitzenden des Rechtschreibrats, ist der Vorgang eine große Blamage. Die Duden-Redaktion hatte im Rat fast alle Entscheidungen mitgetragen. Trotzdem torpediert sie jetzt die zaghaften Reparaturversuche, die Zehetmair als großartige politische Leistung verkaufen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu dumm auch, daß Zehetmair für den Wahrig, das mit dem Duden konkurrierende Wörterbuch aus dem Hause Bertelsmann, ein feierlich-nichtssagendes Vorwort geschrieben hat. So kann er jetzt die Mannheimer Eigenmächtigkeiten nicht kritisieren, ohne als befangen dazustehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich sollte zum heutigen 1.August der allgemeine Rechtschreibfriede ausgerufen werden. Dafür hatte Zehetmair Carte blanche nicht nur von der KMK, sondern auch vom Springer-Verlag, der versprach, seine Kampagne gegen die »Schlechtschreibreform« kleinlaut abzublasen. Auf die Unterstützung der sich gerne halbamtlich gerierenden Agentur dpa – selbst mit einem Mitarbeiter im Rat vertreten – konnte man ebenfalls rechnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber der neue Duden wirkt wie ein 1216seitiges Dementi. »Das sichere Ende der Rechtschreibreform ist gelb«, wirbt der Verlag – Spaß muß ja sein. Aber wer auch immer den Wälzer aufblättert, ob Ministerin oder Sekretärin, wird schwerlich den Eindruck gewinnen, daß dieses bunte Durcheinander aus rot gedruckten und gelb markierten Wörtern nebst blau hinterlegten Erläuterungen so etwas wie eine eindeutige und einheitliche, endgültige und verbindliche Orthographie darstelle, wie der Verlag es den Käufern weismachen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich verhält es sich so, daß weder Lehrer noch Eltern und schon gar nicht die Schüler die reformierte Rechtschreibung, in welcher Version auch immer, annähernd sicher beherrschen. Das mag manchem als fröhliche Anarchie erscheinen, hat aber doch auch etwas Peinliches an sich. Wolfgang Schneider, Professor der Psychologie an der Universität Würzburg, ließ im Rahmen eines Langzeitvergleichs ein Diktat aus den 1960er Jahren noch einmal schreiben. Sein Fazit: »Würde man das Rechtschreibniveau der Schüler von damals zum Maßstab nehmen, wären drei Viertel der heutigen Kinder Legastheniker.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird also weiterhin zwei Rechtschreibungen geben, zum einen die herkömmliche, die in sich konsistent und der deutschen Sprache durchaus angemessen ist, und zum anderen die reformierte, staatsgetragene, ewig reparaturbedürftige, die man eigentlich nur als deformierte bezeichnen kann. Und es wird immer weniger Menschen geben, bei denen wenigstens eine der beiden einigermaßen sitzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wann also kommt der Rechtschreibfriede? Die Debatte wird erst dann beendet sein, wenn die Politik aufhört, sich die Sprache untertan zu machen. Das kann dauern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-115455402052455448?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/115455402052455448/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=115455402052455448' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/115455402052455448'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/115455402052455448'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/08/der-gelbe-riese.html' title='Der gelbe Riese'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-115102609326087702</id><published>2006-06-23T03:17:00.016+02:00</published><updated>2012-01-20T14:46:39.119+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Illuminaten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Illuminati'/><title type='text'>Bibliographie zum Illuminatenorden</title><content type='html'>Von Hermann Schüttler und Reinhard Markner&lt;br /&gt;(letzte Änderung: 20. 1. 2012)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Zeitgenössische Publikationen (bis 1801)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Agrippa v. Verulamio, Cornel., Priesters des Illuminatenordens ...: Apocaliptische Noten über die Einführungs-Rede des Freyherrn v. Spiegel zum Diesenberg, Amaurotum: Hythlodäus 1789, 88 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »An alle europäischen Regenten«, in: Wiener Zeitschrift 1 (1792)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— André, Chr[istian] C[arl]: Der Freymaurer, oder compendiöse Bibliothek alles Wissenswürdigen über geheime Gesellschaften, H. 1–5, Göttingen 1790–96; darin: »Illuminaten«, H. 1, S. 37–54; H. 4–5, 1796, S. 50–86 [Zusammenstellung aufgrund von verschiedenen Veröffentlichungen]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Auch eine nöthige Beylage zur ersten Warnung über Freymaurer, 1785, 32 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Audienz eines Projektanten bey einem Fürsten über die katholische Geistlichkeit. Für katholische Fürsten verf. von einem guten Illuminaten, o. O. 1797&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Aufklärung über wichtige Gegenstände in der Freymaurerey, besonders über die Entstehung derselben ohne alle Schwärmerey eigentlich nur für Freymaurer, doch wird auch der, der Menschenkenntniß schätzt, viel Interessantes darinnen finden, o. O. 1787; darin: »Ueber Archidemides und die Illuminaten«, S. 78–87&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ausbietung eines Preises für eine populaire Abhandlung den Illuminaten–Orden betreffend«, in: Eudämonia Bd. 4, 1797, S. 225–29&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Austritt aus geheimen Gesellschaften«, in: Die neuesten Religionsbegebenheiten 17 (1794), S. 63–107&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Auszug eines Schreibens vom Donaustrom d. d. den 9. Jul. [1787]« [enth. einen Hirtenbrief des Fürstbischofs von Regensburg, Valentin Anton L. B. v. Schneid, gegen die Illuminaten nebst Betrachtungen darüber], in: Die neuesten Religionsbegebenheiten 10 (1787), S. 799–801; FZ (Neuwied), S. 457–59&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Babo, Joseph Marius:] Über Freymaurer, besonders in Bayern. Erste Warnung, [München] 1784, 78 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Gemälde aus dem menschlichen Leben, 2 Bde., [München] Frankfurt und Leipzig, 1784&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bassus, Thomas Franz Maria Frhr. von: Vorstellung, denen hohen Standeshäuptern der erlauchten Republik Graubünden in Ansehung des Illuminatenordens auf hohen Befehl vorgelegt, [Nürnberg] 1788; ital. u. d. T. Esposizione presentata agli Illustrissimi Signori capi dell–Eccelsa Repubblica dei Grigioni [. . .] riguardo alla società segreta chiamata degli Illuminati, Poschiavo 1787, 172 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Baumgarten-Crusius, Gottlob Aug.:] Filantropin für Pferde, in einem dem Geiste unsers aufgeklärten Jahrhunderts angemessenen Plane vorgetragen von Hippofilos, Deutschland 1795, 77 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Becker, Rudolph Zacharias:] »Grundsätze, Verfassung, und Schicksale des Illuminaten-Ordens in Bayern. Ein historischer Auszug aus den von dieser Gesellschaft hrsg. Schriften«, in: Deutsche Zeitung (Gotha) 1786, S. 320–33, 339–44, 347–52, 355–59&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;–– »Beitrag zur Geschichte der Illuminaten und der Lesefreiheit in Baiern«, in: Berlinische Monatschrift Bd. 2/1785, S. 555–60&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Beitrag zur Toleranz-Geschichte. Zwar nicht ganz neu, aber merkwürdig genug«, in: FZ (Neuwied) 1787, S. 265–68&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Bemerkungen über das sechste Heft von Grossings Staaten Journal. Junius 1787«, in: FZ (Neuwied) 1787, S. 505–09, 513–17, 529–31&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bemerkungen über einige Originalschriften des Illuminatenordens, welche bey dem gewesenen Regierungsrath Zwack durch vorgenommene Hausvisitation zu Landshut den 11. und 12. Oktob. ec. 1786. sollen gefunden, und auf höchsten Befehl Sr. Kurfürstlichen Durchlaucht zum Druck befördert worden seyn, Frankfurt u. Leipzig, 1787, 96 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Betrachtungen über die Uebel, welche die Entlarvung des Illuminatismus veranlaßt haben soll; nach von Hendrichs, Milbillers und Gallettis Schriften«, in: Eudämonia Bd. 5, 1797, S. 377–413, 535–46&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Beylage zur Apologie der Illuminaten, herausgegeben in Frankfurt und Leipzig in der Grattenauerischen Buchhandlung 1786, München 1787, 4 Bl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Bischöffl. Eichstättische Verordnung gegen die Illuminaten«, in: JvufD Bd. 2/1787, S. 435 f.; wieder in: Mainzer Monatschrift von geistlichen Sachen Bd. 5 (1789), S. 204–10&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Blicke in Philo’s früheres Leben«, in: Eudämonia Bd. 4, 1797, S. 438–49&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bourdeilles Brantôme, P. de: »Etwas zum Trost für Freymäurer und Illuminaten«, in: JvufD 2 (1785), S. 196 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bronner, Franz Xaver: Leben, von ihm selbst beschrieben, 3 Bde., Zürich 1795–97 [bes. Bd. 1, S. 453–518; Bd. 2, S. 21–26]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bruchstücke aus den Begebenheiten eines unbekannten Beherrschers der verborgenen Obern der höhern Illuminaten und höhern Propaganda. Th. 1–3, Halle 1793/94&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Carl Theodor, Kurfürst von Pfalz-Bayern: [Illuminaten–Edikt vom 16. 8. 1785], in: Staats-Relation derer neuesten Europäischen Nachrichten und Begebenheiten Nr. 102/26. 8. 1785, [S. 4]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Churfürstliche Pfalzbayersche Verordnung gegen die Illuminaten«, in: Historisch-politisches Magazin Bd. 9, 1791, S. 50–56&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Confucius:] »Antwort des Ordensprovinzials auf das klägliche Sendschreiben eines Illuminaten«, in: Magazin der Kunst und Litteratur 2 (1794), Bd. 2, S. 141–77 [Replik auf das in der Österr. Monathsschrift, Jan. 1794, abgedruckte »Sendschreiben« des Crispinus]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Cosandey, Jean-Sulpice de:] Anzeige eines aus dem Orden der Frey-Maurer, oder der sogenannten Illuminaten, getrettenen Mitglieds in Bayern, über die Einrichtung und den Zweck dieser Gesellschaft; mit Anmerkungen [von Adam Weishaupt], Sparta 1786, 61 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: Nachtrag zu der Schrift: Grosse Absichten des Ordens der Illuminaten etc. etc. Nro. I, München 1786, 56 S.; Nro. II, München 1786, 92 S.; Nro. III, München 1786, 80 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: »Ueber die Illuminaten in München«, in: Kessler gen. Sprengseysen, Chr. F.: Archidemides oder des Anti-Saint-Nicaise zweyter Theil, 1786, S. 220–35&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———] [Renner, Vitus, Utzschneider, Joseph von:] Drey merkwürdige Aussagen die innere Einrichtung des Illuminatenordens in Baiern betreffend, [München] 1786&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———, Grünberger Georg:] Grosse Absichten des Ordens der Illuminaten, dem patriotischen Publikum vorgelegt von vier ehemaligen Mitgliedern, München 1786, [VIII,] 218 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— : Nöthige Beylage zur Schrift, welche unter dem Titel: Nöthige Beylage zur Schrift über Freymaurer – erste Warnung, und zwar unter dem Motto: hic murus alienus esto, nulla pallescere culpa erschienen ist, München [1784], 7 Bl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Cranz, August Friedrich: Hinterlassene Späne aus der Werkstatt eines Illuminaten, 1795&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– [Crispinus:] »Klägliches Sendschreiben eines Illuminaten an seinen Ordens-Provinzial«, in: Österreichische Monathsschrift Bd. 1, 1794, S. 54–65&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Danksagung an Biester, den Vertheidiger des preiswürdigen Illuminatenordens. Von einem Illuminaten«, in: Magazin d. Kunst u. Litteratur (Wien) 4,1, 1796, S. 295–317&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Darstellung des Systems der Illuminaten«, in: Marées, S. L. E. de: Briefe über die neuen Wächter der protestantischen Kirche, H. 3, S. 138–97&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Die dunkle Landkarte. (Etwas aus den Kreisen des heil. röm. Reichs)«, in: Obscuranten-Almanach 1798, S. 85–350; 1799, S. 300–59; 1800, S. 237–304&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Dutait-Mambrini, Marc-Philippe: De l’origine, des usages, des abus, des quantités et des mélanges de la raison et de la foi. 2 Bde., Paris u. Lausanne 1790&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Ein kecker Illuminaten-Defensor in den Göttingischen Gel. Zeitungen«, in: Eudämonia Bd. 5, 1797, S. 95–107&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Eine musterhafte Illuminaten-Erklärung«, in: Eudämonia Bd. 5, 1797, S. 463–68&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Einige Originalschriften des Illuminatenordens, welche bey dem gewesenen Regierungsrath Zwack durch vorgenommene Hausvisitation zu Landshut den 11. und 12. Oktob. usw. 1786 vorgefunden worden. Auf höchsten Befehl seiner Churfürstlichen Durchlaucht zum Druck befördert, München 1787, 407 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez.: [Friedrich Münter], in: Gothaische gelehrte Zeitungen Nr. 48 vom 16. 6. 1787, S. 395–98; Die pfalzbaierische Muse Nr. VIII, April 1787, S. 59 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Es geschieht nichts neues unter der Sonne«, in: Eudämonia Bd. 6, 1798, S. 28–35&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Etwas über ächte Freymaurerey und Freymaurer. Eine Beylage zu den vielen Beylagen zur ersten Warnung über Freymaurer. Nach den Bedürfnissen der Zeit, o. O. 1785, 63 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Etwas über das Wort: Illuminat«, in: Journal von und für Franken Bd. 1, 1790, S. 583 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Etwas von gewissen Freymaurern, o.O. 1785, 104 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Faber, Johann Heinrich (Hg.):] Der ächte Illuminat oder die wahren unverbesserten Rituale der Illuminaten, Edessa [d. i. Frankfurt a. M.] 1788, 212 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez.: Kritik über gewisse Kritiker, Rezensenten und Broschürenmacher (Augsburg) 2 (1788), S. 366–68&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Fortgang der Illuminatenverfolgung in Baiern«, in: JvufD Bd. 2 (1785), S. 196 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Fortgesetzte Teufeleien jesuitisch-obscurantischer Kakodämonen«, in: Kritik des Jahres 1797. Ein Taschenbuch für 1798 (Altona), S. 116–85&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Fortsetzung der Illuminatengeschichte zu München«, in: Berlinische Monatsschrift Bd. 6 (1785), S. 450-57&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Die Freymaurer«, in: FZ (Neuwied) 1787, S. 521–24&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Freimaurerische Reise durch die Bayernschen Lande, worinnen die Aufhebung des Illuminaten- und Freymaurer-Ordens erzählt, und deren System geprüft wird, Hamburg 1786, 31 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Froelich, Wolfg[ang]: Epistola apologetica Roma monachium occasione recensi libri, et in caussa Illuminatismi Bavarici, Rom 1791, 96 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Fürst-Bischöfliches Generale vom 31. Mai 1787, die Unterdrückung und Ausrottung der bei dem Clero tam seculari quam regulari eingeschlichenen, für den Staat, Religion und gute Sitten sehr gefährlichen und schädlichen Secte des Illuminatismi betreffend, o. O. [1787]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Gedanken über die Verfolgung der Illuminaten in Bayern, [Frankfurt a.M.] 1786, VI, 58 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;—  »Geschichte des Hofraths von Zwack«, in: JvufD Bd. 2/1786, S. 283 ff.; Bd. 1/1787, S. 9–14&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Göchhausen, Ernst August Anton von:] Enthüllung des Systems der Weltbürger-Republik. In Briefen aus der Verlassenschaft eines Freymaurers. Wahrscheinlich manchem Leser um zwantzig Jahre zu spät publiziert, Rom 1786, XVI, 460 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez.: [Carl Leonhard Reinhold]: »Revision«, in: Der Teutsche Merkur Bd. 2/1786, S. 176–90&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Greineisen: Eine Geschichte politischer Verketzerungssucht in Deutschland, im letzten Jahrzehend des 18ten Jahrhunderts. Ein Beytrag zur Geschichte des Aristokratism in den Hessen-Darmstädtischen Landen, und der dasigen Obscuranten. Nebst einigen Aufschlüssen über die ehemalige Verbindung des Regierungs-Directors [Ludw. Adolf Christian] v. Grolmann zu Giesen, mit dem Illuminaten-Orden, Deutschland [Altona] 1796, LXX, 102 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Grolman, Ludwig Adolph Christian von:] Endliches Schicksal des Freymaurer-Ordens in einer Schlußrede gesprochen von Br. ** am Tage ihrer Auflösung, [Frankfurt a. M. o. Gießen] 1794, 48 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: Eine Rede über den Illuminaten-Orden, gehalten in einer Freymaurer-Loge im Dec. 1793, Regensburg 1794, 28 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: »Grade Erklärung eines Mannes ohne Maske gegen einen Menschen mit der Maske«, in: Die neuesten Religionsbegebenheiten 18 (1795), S. 668f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Grossinger, Franz Matthäus: »Verzeichniss der Verbrechen, deren sich der Illuminatenorden durch eigenes Geständniss in den Originalschriften schuldig gemacht hat«, in: Franz Rudolph von Grossings Staatenjournal 1, 1787, H. 6, S. 306–16&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: »Merkwürdige Aufschlüsse über das Illuminatenwesen in Baiern, aus ungedruckten authentischen Nachrichten gesammelt«, in: Franz Rudolph von Grossings Staatenjournal 2, 1788, H. 2, S. 157–64&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: »Verzeichniss der Illuminaten mit ihren Ordens- und Geburtsnamen«, in: Franz Rudolph von Grossings Staatenjournal 2, 1788, H. 2, S. 164–68&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Hauterive, Ernest de:] Le Merveilleux au 18. siècle, o. J.; darin: »Les Illuminés de Bavière«, S. 161–85&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Herr Friedrich Nicolai, als Illuminat betrachtet«, in: Archiv der Schwärmerey und Aufklärung Bd. 1, 1787, S. 289–96&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Hochmuth kommt vor dem Fall, oder Moses Mendelsohn und Pylades. Ein Gespräch im Reiche der Todten über das Illuminaten-System, Freymäurerey und geheime Gesellschaften, München [Frankfurt a.M.] 1787, 116 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Hoffmann, Leopold Alois:] Achtzehn Paragraphen über Katholizismus, Protestantismus, Jesuitismus, geheime Orden und moderne Aufklärung in Deutschland. Eine Denkschrift an deutsche Regenten und das deutsche Publikum, [Wien] 1787, 116 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———] (Hg.): Fragmente zur Biographie des verstorbenen Geheimen Raths Bode in Weimar. Mit zuverlässigen Urkunden, Rom [d. i. Gießen] 1795, 157 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: Höchst wichtige Erinnerungen zur rechten Zeit, über einige der allerernsthaftesten Angelegenheiten dieses Zeitalters. Zum Theil veranlasst durch die gedruckte Rede, welche J. v. Sonnenfels bei dem feierlichen Antritte des Rektorats an der Universität in Wien i. J. 1794 gehalten hat. Als erster (zweiter) Nachtrag der W. Zeitschrift, den Lesern und Gegnern derselben gewidmet, 2 Bde., Wien 1795–96, 344 u. 362 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ideal eines Hirtenbriefs von dem Herrn Fürstbischof von Freysingen; bereits in seinem sechs monatlichen Entstehen, noch aber nicht aus verstopfter Quelle in seiner Existenze«, in: FZ (Neuwied) 1787, S. 460, 465–69, 473–76, 481 f.; auch in: JvufD Bd. 1/1787, S. 422–28&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Illuminaten«, in: Der Freimaurer. oder Compendiöse Bibliothek 1 (1790), S. 37–54; 2 (1793), S. 30–37; 4.5 (1796), S. 50–86; in: Goué, A. S. v.: Das Ganze aller geheimen Ordens-Verbindungen, 1805, S. 262–305&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Illuminaten«, in: Neues alphabetisches Verzeichnis stehender und nicht mehr stehender Freimaurerlogen, 1790, S. 162–66&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Die Illuminaten«, in: Die Schicksale der geheimen Gesellschaften in Deutschland, 1800, S. 43–108&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Der Illuminaten-Orden«, in: Lebenslauf d. 18. Jhs. Suppl.Bd. o. J., S. 234–48&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Der Illuminatismus im ABC Buche«, in: Obscuranten-Almanach 1799, S. 7–89&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Illuminatus Dirigens oder Schottischer Ritter. Ein Pendant zu der nicht unwichtigen Schrift: Die neuesten Arbeiten des Spartacus und Philo in dem Illuminaten-Orden. Jetzt zum erstenmal gedruckt und zur Beherzigung bey gegenwärtigen Zeitläuften herausgegeben, Frankfurt a. M. 1794, 77 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Les Illuminés, T. 1–2, Bruxelles 1789/90, Paris 1793/1838&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Inquisitionsgericht in Bayern«, in: FZ (Neuwied) 1787, S. 49–53&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Interessante Nachrichten über litterarische Verbindungen in Deutschland«, in: Magazin d. Kunst u. Litteratur (Wien); Ueber Zahl, Reichthum, Hauptabsicht d. deutschen Maurer, 1795, S. 34–59&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Isenbiehl:] Anti-Illuminaten-Gift, [Mainz] 1794&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ist der Illuminaten-Orden erloschen?«, in: Eudämonia Bd. 6, 1798, S. 529–32&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Kandler, Caspar: Höchst nöthige Beylage zu der vollständigen Geschichte der Verfolgung der Illuminaten in Baiern, Bd. 1: Nebst Beylagen und Materialien für den folgenden Band, Frankfurt u. Leipzig 1786, 135 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Karl Theodor, Kurfürst von Pfalzbaiern: »Erneuertes Generalmandat gegen den Illuminatismus in Baiern, vom 16ten des Erndtemonats 1787«, in: FZ (Neuwied) 1787, S. 554f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Kennzeichen der Jakobiner, [o.O.] 1795, 200 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Keßler von Sprengseisen, Christian Friedrich:] Archidemides oder des Anti-Saint-Nicaise zweyter Theil. Mit der Silhouette des Verfassers, Leipzig 1786; darin: »Cosandey«, 220–35&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Kinderling, J. F. A.: »Etwas zur Geschichte der Illuminaten«, in: JvufD 5 (1788), S. 328–30&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Knigge, Adolf Frhr. von:] Auszug eines Briefes, die Illuminaten betreffend, 1795&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———:] Auszug eines Briefes, die Illuminaten betreffend, ohne Einwilligung des Schreibers, aber gewiss in der redlichsten Absicht zum Drucke befördert, von seinem Freunde, Leipzig 1794, 32 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———:] Philos endliche Erklärung und Antwort, auf verschiedene Anforderungen und Fragen, die an ihn ergangen, seine Verbindung mit dem Orden der Illuminaten betreffend, Hannover 1788, 142 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———] Benjamin Noldmann’s Geschichte der Aufklärung in Abyssinien, oder Nachricht von seinem und seines Herrn Vetters Aufenthalte an dem Hofe des grossen Negus, oder Priesters Johannes. Th. 1.2., Göttingen 1791&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Welt- und Menschenkenntniss. Ein Pendant zu dem Buche Umgang mit Menschen, o. O. 1796, 214 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Kurf. pfalzbaierisch. Reskript in Betreff der Freimaurer und Illuminaten«, in: Mainzer Monatschrift von geistlichen Sachen Bd. 1, 1785, S. 1170–72 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Marées, S[imon] L[udwig] E[berhard] de: Briefe über die neuen Wächter der protestantischen Geschichte, 3 Bde., Leipzig 1786–88, bes. Bd. 3, S. 137–97&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Mauvillon, Jacob]: [»Illuminés en Bavière«], in: Mirabeau, H. G. R. Comte de: De la Monarchie prussienne sous Frédéric le Grand, 1788, S. 96–110&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Mauvillons Briefwechsel oder Briefe von verschiedenen Gelehrten an den in Hzgl. Braunschweigischen Diensten verstorbenen Oberstlieutnant Mauvillon, Hg. F. W. Mauvillon, [Braunschweig] 1801 [Briefe Bodes, S. 164–71]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Meggenhofen, [Ferdinand] Frhr. von: Meine Geschichte und Apologie. [E]in Beitrag zur Illuminatengeschichte, o.O. 1786, 103 S. [Beilage zum Grauen Ungeheuer von Wekhrlin]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Meine Wanderung durch die Rhein- und Mayn-Gegenden und die Preussischen Kantonierungs-Quartiere im Febr. 1794. Nebst Nachrichten über die Maynzer Klubbisten und über den in die Preussische Kriegsgefangenschaft nach Magdeburg gebrachten Peuple souverain, Frankfurt u. Leipzig [1794], 277 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Merkwürdiges Schreiben eines römisch-catholischen Geistlichen in Bayern, an seinen Freund und Amtsbruder in Schwaben; die Verfolgung der Freymaurer und Illuminaten in Bayern, und den uralten vortreflichen Orden der obscurorum virorum oder Obscuranten betreffend. Zum Druck befördert durch einen Layen, Philanthropolis [Gotha] 1786, 80 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [»Mitteilung über die Illuminatenverfolgungen«], in: Neue Europäische Zeitung, Hanau 1787 (Feb. od. März); Zit. in: Bayreuther Zeitungen, Nr. 27, 3. 3. 1787&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [»Mitteilungen über die Illuminatenverfolgungen«], in: Comitial Nebenstunden, 25. 8. 1785, XXVIII/XXIX. Stück&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Molwitz, E. F. ?:] Episoden der schlichten Vernunft aus einem Exilluminaten-Brevier. Mit einem Titelkupfer, Katarakta [Löflund [Stuttgart]?] 1791&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Mounier, J[ean] J[acques]: De l’influence attribuée aux philosophes, aux franc-maçons et aux illuminés sur la révolution de France, Tübingen 1801 (Nachdruck Alençon 1980); darin: »Des illuminés d’Allemagne«, S. 182–245&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Müller, M. A. Z.: Entdeckte Illuminaten-Recepte, von Aqua Fontana, und andern geheimen Mitteln, Berlin 1788, 72 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Nachricht aus dem feindlichen Gebiet«, in: Eudämonia (1795), St. 1; Die neuesten Religionsbegebenheiten 18 (1795), S. 667&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Nachrichten von einem grossen, aber unsichtbaren Bunde gegen die christliche Religion und die monarchischen Staaten, o. O. 1794, 78 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Nachtrag von weitern Originalschriften, welche die Illuminatensekte überhaupt, sonderbar aber den Stifter derselben Adam Weishaupt, gewesenen Professor zu Ingolstadt betreffen, und bey der auf dem Baron Bassusischen Schloß zu Sandersdorf, einem bekannten Illuminaten-Neste, vorgenommenen Visitation entdeckt, sofort auf Churfürstlich höchsten Befehl gedruckt, und zum geheimen Archiv genommen worden sind, um solche jedermann auf Verlangen zur Einsicht vorlegen zu lassen, München 1787, 251, 159 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Neue Belege zum Beweis der Fortpflanzung des Illuminatismus und des Revolutionsgeistes«, in: Eudämonia Bd. 2, 1796, S. 461–73&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Neuer Beitrag zu einiger Kenntniss verschiedener jetzt existirenden geheimen Gesellschaften«, in: Berlinische Monatsschrift 6 (1785), S. 355–74, 450–57&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Neuer Beweis der Fortdauer des Illuminatenorden aus einem Briefe«, in: Eudämonia Bd. 5, 1797, S. 184–86&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Die neueren Arbeiten des Illuminatismus im katholischen Deutschland«, in: Eudämonia Bd. 4, 1797, S. 287–318&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Die neuesten Arbeiten des Spartacus und Philo in dem Illuminaten-Orden. Jetzt zum erstenmal gedruckt und zur Beherzigung bey gegenwärtigen Zeitläuften herausgegeben [durch L. A. Ch. v. Grolman], Frankfurt a. M. 1793&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Nicolai, Friedrich: [Ö]ffentliche Erklärung über seine geheime Verbindung mit dem Illuminatenorden; nebst beyläufigen Digressionen betreffend Hrn. Johann August Stark und Hrn. Johann Kaspar Lavater. Ernsthaft, mit unter auch ein wenig lustig zu lesen, Berlin u. Stettin 1788, 174, [2] S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Noch Etwas vom Illuminatenorden in Baiern«, in: Kritik über gewisse Kritiker, Rezensenten und Broschürenmacher (Augsburg) 2 (1788), S. 9–13, 37–40, 68–72, 117–20, 153–60, 177–84, 205–08, 217–20&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Nöthige Aufschlüsse der in Bayern ausgebrochenen Verfolgungen gegen geheime Gesellschaften, Deutschland 1786, 29 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Nöthige Beylage zur Schrift: Ueber Freymaurer, erste Warnung. [Hrsg. von der Loge Theodor zum guten Rat in München.] [München 1784], 2 Bl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Die Obskuranten, nebst zwey Portraits«, in: Obscuranten-Almanach 1798, S. 15–84&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Oplysninger for dem som ere tilböielige til theosophiske Svaermerier, Kopenhagen 1790&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Payson, S.: Proofs of the real existence and dangerous tendency of illuminism. Containing an abstract of the most interesting parts of what Robinson and Barruel have published on this subject: with collateral proofs and general observations, Charlestown 1802, 291 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Plümicke, C. M.: Briefe auf einer Reise durch Deutschland im Jahr 1791 zu Beförderung der National-Industrie und des Nahrungsstandes. Vornehmlich in Beziehung auf Manufaktur-, Kunst- und Oekonomie-Gegenstände, 2 Bde., Liegnitz 1793 [bes. Bd. 2, S. 335 f. u. Anh. S. 109-13 (Georg Niederreitter: »Lustiges Lied von den Freymaurern«; Bayer. Edikt v. 2. 3. 1785)]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– [Pries v. Löwenburg, Friedrich v.:] Ueber die Gefahr, die den Thronen, den Staaten und dem Christenthume den gänzlichen Verfall drohet, durch das falsche Sistem der heutigen Aufklärung, und die kecken Anmassungen sogenannter Philosophen, geheimer Gesellschaften und Sekten. An die Grossen der Welt von einem Freunde der Fürsten und der wahren Aufklärung. Mit Datis und Urkunden belegt aus dem Archiv unsers Jahrhunderts, o. O. 1791, 106 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Rebmann, G[eorg] F[riedrich]: Die Wächter der Burg Zion. Nachricht von einem geheimen Bunde gegen Regenten- und Völkerglück; und Enthüllung der einzigen wahren Propaganda in Deutschland, Hamburg 1796, 76 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [»Rede über die Illuminatenverfolgungen gehalten zu Mannheim am 1. April 1785«], in: Oberdeutsche Staats-Zeitung, Nr. 79, 20. Mai 1785&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Retzer, Joseph Edler v.: Ueber die Beschuldigungen der Herausgeber der Neuesten Religions-Begebenheiten, der Wiener Zeitschrift und des Magazins der Kunst und Litteratur, Wien 1795&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Robinson, John]: The Illuminati, in: ders.: Proofs of a conspiracy, 1797/98, S. 100–271&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Rückblicke auf den, wenn Gott will, für Deutschland nun bald geendigten Krieg. Nebst einigen Erläuterungen, die Propaganda, Jacobiner und Illuminaten betreffend, Copenhagen 1795, 119 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Sachs, Martin: Meines Vaters Hauschronika, ein launiger Beytrag zur Lebensweisheit, Menschen- und Weltkunde. Mit Belegen, Anecdoten und Characterzügen, Erfurt 1790, XLIV, 516 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Schicksale berümter Illuminaten in Baiern«, in: Stats-Anzeigen Bd. 1/1788, S. 263–79&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schneid, Valentin Anton Freiherr von; Andreas Meyer: »Regensburgische Diöcesan-Verordnung die Illuminaten betreffend«, in: JvufD Bd. 2/1787, S. 141 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schreiben an den Herrn Hofkammerrath [Jos. v.] Ut[z]schneider in München. Erste Warnung. Cavete vobis a signatis. Nebst Instruction für den Obern der Minerval-Kirche wegen Ertheilung dieses Grades, [Nürnberg] 1786, 136 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schulin, J. P.: »Unterredung zwischen einem deutschen Reichs-Fürsten, und einem seiner Räthe, der kein Illuminat ist; veranlaßt durch den churmainzischen Antrag wegen des zwischen dem deutschen Reiche und Frankreich zu vermittelnden Friedens«, in: Historisch-politisches Magazin Bd. 17, 1795, S. 81–101&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schuzschrift für die Illuminaten, [Leipzig] 1795, 48 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Schwerin, Graf von:] Philosophische Abendstunden vom Koche des Königes von Preussen. Zur Elektrisirung fanatischer Köpfe aus d. Franz. ins Deutsche übers. und reichlich mit Anmerk. versehen von einem Illuminaten in Bayern [Friedr. Heinr. Bispink], Boston und München[Weissenfels] 1786, 335 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Stattler, Benedikt:] Das Geheimniß der Bosheit des Stifters des Illuminatismus in Baiern zur Warnung der Unvorsichtigen hell aufgedeckt von einem seiner alten Kenner und Freunde, München u. Augsburg 1787, 108 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Sultan Peter der unaussprechliche und seine Veziere. Oder Politisches A.b.c. Büchlein zum Gebrauch der Königskinder von Habessinien. Hrsg. und mit doppeltem Connoissement versehen, von einem Freunde der höheren Pädagogik, o. O. 1794, 456 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Supplement zur Verfolgungsgeschichte der bairischen Illuminaten«, in: FZ (Neuwied) 1787, S. 328–31; 337–39&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— System und Folgen des Illuminatenordens aus den gedruckten Originalschriften desselben gezogen. In Briefen, München 1787, 234 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Der Tempel des Vorurtheils und Aberglaubens, oder Erholungsstunden eines Illuminaten, 1794&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— "The Illuminati", in: The Anti-Jacobin review and magazine Bd. 1, 1798, S. 217–20&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Törring, Joseph Graf von]: Auch eine Beylage zur ersten Warnung über Freymaurer, [München] 1785, 32 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ueber den Einfluss der Illuminaten«, in: Anti-Jacobin-Review Magazine 1 (1798), S. 21ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Ueber den Illuminaten-Orden, [Leipzig] 1799&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ueber die Anschuldigung des Illuminatismus«, in: Berlinische Monatsschrift Bd. 26, 1795, S. 468–78&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ueber die Illuminaten«, in: Comitial-Nebenstunden (Regensburg), Jan. 1786&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ueber die Illuminaten-Freymaurer in Bayern«, in: Deutsche Zeitung 42.–45. Stück, 20. 10.–10. 11. 1786&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ueber die Verfolgung der Illuminaten in Baiern«, in: Der Deutsche Zuschauer 4 (1786), S. 135–94&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ueber geheime Gesellschaften, insbesondre über Illuminaten«, in: Archiv der Schwärmerey und Aufklärung (Altona) Bd. 1, 1787, S. 138–50, 200–07&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ueber Illuminaten, Jesuiten und Aufklärung«, in: Die neuesten Religionsbegebenheiten 13 (1790), S. 263–83&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Ueber Katholicismus, Vernunftreligion und vernünftiges Christenthum, in einigen nützlichen und nöthigen Anmerkungen zu den Herrn S. de Marees Briefen über die neuen Wächter der protestantischen Geschichte, Berlin u. Stettin 1788, bes. S. 217–61&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ueber Zimmermanns Verhältnisse mit den Illuminaten, aus Tissots Vie de Zimmermann, mit einigen Zusätzen«, in: Eudämonia Bd. 4, 1797, S. 335–58&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Uiber die Verfolgung der Illuminaten in Baiern«, in: Der deutsche Zuschauer 4 (1786), S. 135–94&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Uiber Eklektiker und Illuminaten zur Vertheidigung des verewigten Kaisers Leopold gegen die Calumnien des angeblichen Wiener Correspondenten im Schleswigschen Journal. Mit Anmerkungen des Herausgebers, Germanien [Leipzig o. Salzburg] 1794&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Uiber gute algemeine Aufklärung und Geistes-Freyheit. Ein Wort für die jetzige Zeit. Aus einem glüklichen Lande! o.O. 1794, 40 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Utzschneider, Joseph: Nachtrag zu der Schrift: Grosse Absichten des Ordens der Illuminaten etc. etc. Nro. III, München 1786, 80 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [»Die Verfolgung der Freimaurer, und der sogenannten Illuminaten in Baiern«], in: Ephemeriden (1786), S. 134–50&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Veridicus: »Kurze Antwort an den Herrn Illuminaten Verus«, in: Bayreuther Zeitungen 1786, Nr. 30, 9. März; Anhang zu Nr. 30; Nr. 33&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Vermischte Nachrichten von den Illuminaten und andern geheimen Gesellschaften«, in: Berlinische Monatsschrift 2 (1785); Probierstein f. ächte Frmr. 2 (1786), S. 211–42&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Verordnungen und Edicte. Pfalzbayerische gegen den Illuminatismus, vom 15 Nov. 1790«, in: JvufD Bd. 2/1791, S. 179–82&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Vertheidigung der Illuminaten«, in: Die neuesten Religionsbegebenheiten 18 (1795), S. 137–54; 19 (1796), S. 151–76&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Vertheidigung des Baron Knigge in einem Schreiben an den Redacteur der Eudämonia«, in: Eudämonia Bd. 6, 1798, S. 367–87, 463–85&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— A view of the new England-Illuminati, Philadelphia 1799&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Vom Donaustrom vom 10. März«, in: Deutsche Zeitung 11. Stück, 19. und 26. 3. 1785, 22. Stück, 2. 6. 1786&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Von dem gefährlichsten Plane der Illuminaten und von den wechselseitigen Pflichten der christlichen Fürsten und Unterthanen nach dem Grundrisse der christlichen H. Religion. Eine Schrift, von einem katholischen Landpfarrer gewidmet dem Bedürfnisse jetziger Zeiten, Donauwerd 1793, 48 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Von den Illuminaten«, in: Die neuesten Religionsbegebenheiten 9 (1786), S. 751–75, 847–52; 9. Zugabe. 1 (1786), S. 1–187; 10 (1787), S. 540–48, 759–826, 861–906, 985–97, 1130–51; 19 (1796), S. 151–76&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Vorerinnerung zu der bischöfflich regensburgischen Verordnung, den Illuminatismus betreffend«, in: Mainzer Monatschrift von geistlichen Sachen Bd. 3 (1787), S. 696–99&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Warum sind die Aufsätze über Illuminaten im Archive nicht fortgesetzt worden?«, in: Archiv der Schwärmerey und Aufklärung Bd. 1, 1787, S. 230–32&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Warum sind so viele Großen in den Illuminaten-Orden getreten?«, in: Eudämonia Bd. 6, 1798, S. 128–32&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Weishaupt, Johann Adam:] Apologie der Illuminaten, Frankfurt a. M. u. Leipzig [d. i. Nürnberg] 1786, 374 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Brief des Hofrath Zwacks an den Hofrath Weishaupt in Regenspurg, mit des letztern Anmerkungen, dem Herrn von Großing statt einer Antwort zugeeignet«, in: JvufD Bd. 1/1787, S. 392–403&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Das verbesserte System der Illuminaten mit allen seinen Einrichtungen und Graden, Frankfurt a. M. u. Leipzig [d. i. Nürnberg] 1787, 362 S., 21788, 416 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Einleitung zu meiner Apologie, Frankfurt a. M. u. Leipzig [Nürnberg] 1787, 52 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Erklärung«, in: Allgemeiner Reichs-Anzeiger Nr. 95 vom 22. 4. 1799, Sp. 1101f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Kurze Rechtfertigung meiner Absichten. Zur Beleuchtung der neuesten Originalschriften, Frankfurt a. M. u. Leipzig [d. i. Nürnberg] 1787, 70 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Nachtrag zur Rechtfertigung meiner Absichten, Frankfurt a. M. u. Leipzig [d. i. Nürnberg] 1787, 128 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Pythagoras oder Betrachtungen über die geheime Welt- und Regierungskunst, Frankfurt a. M. 1790 [zur Ordensgründung, 660 ff.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: Schilderung der Illuminaten. Gegenstück von Nr. 15. des grauen Ungeheuers [von Wilh. Ludw. Weckhrlin], [Nürnberg] 1786, 78 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: Vollständige Geschichte der Verfolgung der Illuminaten in Bayern, Bd. 1: [N]ebst Beylagen und Materialien für den folgenden Band, Frankfurt u. Leipzig [d. i. Nürnberg] 1786, 373 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Apologie des Misvergnügens und Uebels. [Gespräch 1]-3, Frankfurt und Leipzig [Nürnberg] 1787, [Fortges. u. d. Titel:] Geschichte der Vervollkommnung des menschlichen Geschlechts. Th. 1, Frankfurt u. Leipzig [Nürnberg] 1788, 228 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Ueber die Selbstkenntniss, ihre Hindernisse und Vortheile, Regensburg 1794, 128 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: »Lehrsätze der heutigen Illuminaten oder Freydenker gezogen aus ihren classischen Schriftstellern«, in: ders.: Vollst. Gesch. d. Verfolgung d. Illuminaten 1 (1786), S. 254–64&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———]: »Vorschlag um ältere und angesehene, doch aber fähige und wissensbegierige Männer zum Beytritt in unsern Orden [der Illuminaten] zu bewegen«, in: Nachtrag von weiteren Originalschriften, welche die Illuminatensekte betreffen, 2 (1787), S. 1–8&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Weissenbach, Jos. Anton: Ist des Rezensierens, Fegens, Maurens noch kein Ende? Den deutschen Jakobinern gewiedmet von Jos. Anton Weissenbach. Im Jahre 1794, als dem vermutlichen Schlusse der Epoche: 86 Journalisten und 90 Rezensenten. Mit Erlaubnis der Obern, Augsburg [1794], 118 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Weitere Erläuterungen über die Arbeiten des Illuminatismus im katholischen Deutschland, nebst Brunners Auferstehung«, in: Eudämonia Bd. 5, 1797, S. 63–89&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Welfinger, Alois]: Omar, oder der Freund gesetzlicher Verfassungen und der gesellschaftlichen Ordnung an seinen Freund Ali die geheimen Illuminaten unserer Zeit betreffend, o.O. 1799, 28 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Welt- und Menschenkenntniß. Ein Pendant zu dem Buche: Umgang mit Menschen, von Knigge, 1796&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Wichtige, zur Zeit noch unbekannt gewesene Dokumente, die den Orden der Illuminaten betreffen«, in: Archiv der Schwärmerey und Aufklärung Bd. 1, 1787, S. 321–46 [Abdruck des Grades des »Illuminatus dirigens, oder Schottischer Ritter«, S. 328–46]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Ein wichtiger Aufschluß über eine noch wenig bekannte Veranlassung der französischen Revolution«, in: Wiener Zeitschrift 2 (1793), S. 145ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Wierz, Johann Jakob:] Nöthiger Anhang zu der jüngst erschienenen Schrift: Endliches Schicksal des Freymaurer-Ordens in einer Schlußrede gesprochen vom Br. *** vormals Redner der Loge zu *** am Tage ihrer Auflösung, Kassel 1795, 46 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Windisch-Graetz, C[omte Joseph Nicol.] de: Objections aux sociétés secrètes, Londres 1788, 56 S., [dt.:] Ueber geheime Gesellschaften, aus d. Franz. des Herrn Grafen v. Windischgrätz, mit Anm. des Uebers., Frankfurt und Leipzig [Nürnberg] 1788, 126 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Winkopp, Peter Adolf:] »Freimaurer und Illuminaten in Baiern«, in: Der deutsche Zuschauer 3 (1785), S. 207–14&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Zimmermann, Johann Georg:] Eine Rede über den Illuminaten-Orden gehalten in einer Freymaurer-Loge im December 1793, [Sondershausen] 1794, 28 S. [gek. auch in: Magazin der Kunst und Litteratur 2 (1794), Bd. 2, S. 77–107]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Zwackh, F[ranz] X[aver]: »Neueste Aktenstücke zur Geschichte der Illuminatenverfolgung in Bayern«, in: JvufD 3 (1786), S. 283–86&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Brief des Hofrath Zwacks an den Hofrath Weishaupt in Regenspurg, mit des letztern Anmerkungen, dem Herrn von Großing statt einer Antwort zugeeignet«, in: JvufD Bd. 1/1787, S. 392–403&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [——— (Hg.)]: Anhang zu den Originalschriften des Illuminatenordens welche auf höchsten Churfürstlichen Befehl zum Druck befördert worden sind, Frankfurt u. Leipzig 1787, 39 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [———:] Beurkundete Geschichte des Illuminatenordens von seiner Entstehung bis auf gegenwärtige Zeiten, 1787&lt;br /&gt;–– »Zwei Briefe aus München von den Illuminaten«, in: Mainzer Monatschrift von geistlichen Sachen Bd. 1 (1785), S. 1126–27&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Quelleneditionen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Andreasen, Øjvind (Hg.): Aus den Tagebüchern Friedrich Münters. Wander- und Lehrjahre eines dänischen Gelehrten, 3 Bde., Kopenhagen u. Leipzig 1944&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———; Helmut Mathy [Hg.]: »Frederik Münters Reise nach Mainz (1791)«, in: Mainzer Zs. 62 (1967), S. 56–80&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Arneth, Alfred Ritter von: »Graf Philipp Cobenzl und seine Memoiren«, in: Archiv für österreichische Geschichte Bd. 67, 1886, S. 1–181 [bes. S. 135–37]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Benda, Kálmán: A magyar jakobinusok iratai, 3 Bde., Budapest 1952–57&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bode, Johann Joachim Christoph: Journal von einer Reise von Weimar nach Frankreich. Im Jahr 1787, Hg. Hermann Schüttler, München 1994, 453 S. [ill.]&lt;br /&gt;&gt; Rez.: Florian Maurice, in: QCJb 31 (1994), S. 225 f.; Ernst-Otto Fehn, in: Arbitrium 14 (1996), S. 79–82; Heinz-Otto Sieburg, in: Das historisch-politische Buch (1995), S. 375; Wolfgang Albrecht, in: Germanistik (1996), S. 919; Arnold Arens, in: Dokumente 6 (1996), S. 520; Achim Sing, in: Bayernspiegel 4 (1996), S. 23 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bord, Gustave: »Les Illuminés de Bavière, le Tugend-Bund &amp; les Sociétés de Malfaiteurs«, in: Revue internationale des sociétés secrètes 2 (1913), S. 233–43; 855–77; 1455–79&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Carl Landgraf von Hessen-Kassel: Denkwürdigkeiten. Von ihm selbst dictirt, Kassel 1866 [bes. S. 148 f.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Dülmen, Richard van (Hg.): Aufklärung und Reform in Bayern, [Teil 2:] Die Korrespondenz des Pollinger Prälaten Franz Töpsl mit Gerhoh Steigenberger (1773-1787/90), München 1970 [bes. S. 277–95]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: Der Geheimbund der Illuminaten. Darstellung, Analyse, Dokumentation, Stuttgart-Bad Cannstadt 1975, 21977, 453 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez.: John M. Roberts, in: The English Historical Review 91 (1976), S. 919 f.; Heinz Schlaffer, in: Göttingische Gelehrte Anzeigen 229 (1977), S. 139–47&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Feder, Johann Georg Heinrich: Leben, Natur und Grundsätze. Zur Belehrung und Ermunterung seiner lieben Nachkommen, auch Anderer die Nutzbares daraus aufzunehmen geneigt sind, [Hg. K. Aug. L. Feder,] Leipzig, Hannover u. Darmstadt 1825; darin: »Ueber meine Theilnahme an der Verbindung der Freimaurer und Illuminaten«, S. 141–54 [erneut in: Marianne Berger-Fröhlich (Hg.): Höhe und Krise der Aufklärung, Leipzig 1934, S. 95–130]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;–– Fenner, Wolfgang / Knieriem Michael: »Die Praxis der radikalen Aufklärung. Die Protokolle der Frankfurter Illuminaten«, in: QCJb 35 (1998), S. 97–127&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Franz, Joseph: »Die Abschwörung des Illuminaten-Eides«, in: Theologisch-praktische Monats-Schrift 19 (1909), S. 253–58&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Hansen, Joseph: Quellen zur Geschichte des Rheinlandes im Zeitalter der französischen Revolution, 4 Bde, Bonn 1931&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Irmen, Hans-Josef (Hg.): Die Protokolle der Wiener Freimaurerloge »Zur wahren Eintracht« (1781–1785), Frankfurt a. M. u. Berlin 1994&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Jacobi, Friedrich Heinrich: Briefwechsel. Gesamtausgabe, Hg. M. Brüggen, S. Sudhoff, Reihe I, Stuttgart 1981 ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Kamber, Urs Viktor (Hg.): Briefe von und an F. M. Leuchsenring 1746–1827, Bd. 1: Briefe, Bd. 2: Kommentar, Stuttgart 1976&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Keil, R.: Wiener Freunde, 1784–1808. Beiträge zur Jugendgeschichte der deutsch-österreichischen Literatur, Wien 1883&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Klencke[, Hermann] (Hg.): Aus einer alten Kiste. Originalbriefe, Handschriften und Documente aus dem Nachlasse eines bekannten Mannes [d. i. Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr von Knigge], Leipzig 1853, 306 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Knigge, [Adolph Frh. v.]: Briefwechsel. Mitgetheilt von Friedr. Voigts, in: Astraea 17, 1853/54, S. 294–316; 21, 1859/60, S. 253–99&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Freimaurer- und Illuminatenschriften (= Sämtliche Werke, Hg. Paul Raabe, Bde. 12 und 13), München u. London 1993&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Ausgewählte Briefe (= Ausgewählte Werke in 10 Bänden Bd. 10), Hg. W. Fenner, Hannover 1996&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Kogel, Jörg-Dieter: »Der Briefwechsel zwischen Johann Caspar Lavater - Adolph Freiherr Knigge und ihre Beziehungen in den Jahren 1783–1795«, in: Lessing yearbook 14 (1982), S. 1–22 [kommentierter Abdruck von acht Briefen, 1783–89 (d. i. 1783–87), S. 9–21]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Kreutz, Wilhelm: »Die Illuminaten des rheinisch-pfälzischen Raums und anderer außerbayerischer Territorien. Eine ‚wiederentdeckte‘ Quelle zur Ausbreitung des radikal aufklärerischen Geheimordens in den Jahren 1781 und 1782«, in: Francia 18/2 (1992), S. 115–49; wieder in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [1997], S. 79–124&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Lingg, Max: »Zur Geschichte des Illuminaten-Ordens«, in: Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland 103 (1889), S. 926–41 [zwei Mitgliederlisten, ca. 1782]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;–– Markner, Reinhard, Monika Neugebauer-Wölk und Hermann Schüttler (Hg.): Die Korrespondenz des Illuminatenordens. Bd. 1, 1776–1781. Tübingen 2005, XLIV, 484 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Messerer, Richard (Hg.): Briefe an den Geh. Rat. Joh. Caspar v. Lippert in den Jahren 1758-1800. Ein Beitrag zur Geistes- und Kulturgeschichte Bayerns in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, München 1972 (= Oberbayerisches Archiv Bd. 96), 803 S. [ill.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– ––––: Briefe an den Geh. Rat. Joh. Caspar v. Lippert 1770–1798, II. Teil, in: Oberbayerisches Archiv Bd. 100, München 1976, S. 129–282&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: Briefe an den Geh. Rat. Joh. Caspar v. Lippert 1757–1799, III. Teil. Mit einem Anhang von Briefen an Theodor v. Lippert, in: Oberbayerisches Archiv Bd. 104, München 1979, S. 259–425&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Neefe, Christian Gottlob: Lebenslauf, von ihm selbst beschrieben. Nebst beigefügtem Karackter. 1789, Hg. Walther Engelhardt, Köln 1957&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Neumayr, Clemens: »Bekenntnisse eines vormaligen Illuminaten«, in: Charitas (Landshut) N. F. 1 (1840), S. 49–140 [s. Schmidt, Hans]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Pezzl, Johann: Reise durch den Baierischen Kreis 1784, Hg. J. Pfennigmann, München 1973&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Rachold, Jan: Die Illuminaten. Quellen und Texte zur Aufklärungsideologie des Illuminatenordens (1776–1785), Berlin 1984, 409 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Reinhold, Karl Leonhard: Korrespondenz 1773–1788, Hg. R. Lauth, E. Heller, K. Hiller (= K. L. Reinhold, Korrespondenzausgabe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Bd. 1), Stuttgart 1983&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Scharl, Placidus: Ein Mönchsleben aus der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts, Hg. Magnus Sattler, Regensburg 1868; darin: »Bestrebungen der Illuminaten«, S. 343–46; »Umtriebe in Ingolstadt und München«, S. 346–52; »Folgen des obrigkeitlichen Einschreitens«, S. 352–58&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schmidt, Hans (Hg.): »Ein bayerisches Beamtenleben zwischen Aufklärung und Romantik. Die Autobiographie des Staatsrats Clemens von Neumayr«, in: ZBLG 35 (1972), S. 591–690 [ill.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schröder, Friedrich Ludwig: Materialien zur Geschichte der Freymaurerey seit der Wiederherstellung der großen Loge in London, 5717, 4 Bde., Rudolstadt 1805–06&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Schütz, Friedrich Wilhelm von:] Freie Bekenntnisse eines Veteranen der Maurerei und anderer geheimen Gesellschaften; zur Beherzigung für die Eingeweihten und zur interessanten Belehrung für Nichtmaurer, Leipzig 1824, VI, 108 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Thory, Claude Antoine: Acta Latomorum, ou Chronologie de l’histoire de la Franche-Maçonnerie française et étrangère, 2 Bde., Paris 1815&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Volkert, Wilhelm: Schloßarchiv Sandersdorf, München 1962; darin: »Büchersammlung von Thomas von Bassus über geheime Gesellschaften im 18. Jahrhundert«, S. 93–98&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Weishaupt, [Johann] Adam: »Grössere Mysterien. Erste Klasse. Philosophi. Weltweise«; »Höhere Mysterien: 2te Klasse. Doceten«, in: Johann Joachim Christoph Bode: Journal von einer Reise von Weimar nach Frankreich. Im Jahr 1787, Hg. Hermann Schüttler, München 1994, S. 361–94; 395–414&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Wilson, W. Daniel: »‚Der politische Jacobinismus wie er leibt und lebt‘? Der Illuminatenorden und revolutionäre Ideologie. Erstveröffentlichungen aus den ‚Höheren Mysterien‘«, in: Lessing yearbook 25 (1993), S. 133–84&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Studien&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Anon.:] »Illuminaten«, in: Staats- und Gesellschafts-Lexikon, Hg. H. Wagener, Bd. 9: Haag bis Illuminaten, Berlin 1862, S. 791–98&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Abafi [d. i. Aigner], Ludwig: Geschichte der Freimaurerei in Oesterreich-Ungarn; darin: »Die Illuminaten in Österreich-Ungarn«, Bd. 4, Budapest 1893, S. 116–35&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Agethen, Manfred: Geheimbund und Utopie. Illuminaten, Freimaurer und deutsche Spätaufklärung, München 1984 u. 1987 [= Diss. Bamberg 1983 u. d. T. Die »Stillen im Lande«. Utopisch-eschatologische und sektiererische Elemente im Geheimbundwesen der deutschen Spätaufklärung am Beispiel des Illuminatenordens]&lt;br /&gt;&gt; Rez.: Alice A. Kuzniar, in: German Studies Review 8 (1985), S. 537 f.; Helen Liebel-Weckowicz, in: The American Historical Review 91 (1985/86), S. 683 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Mittelalterlicher Sektentypus und Illuminatenideologie. Ein Versuch zur geistesgeschichtlich-soziologischen Einordnung des Illuminatenbundes«, in: Geheime Gesellschaften, Hg. P. Ch. Ludz, Heidelberg 1979, S. 121–50&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– ———: »Kreittmayr und die Illuminatenverfolgung in Bayern«, in: R. Bauer u. H. Schlosser (Hg.): Wiguläus Xaver Aloys Freiherr von Kreittmayr 1705–1790. Ein Leben für Recht, Staat und Politik, München 1991, S. 267–94&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Alleau, René: Hitler et les sociétés secrètes. Enquête sur les sources occultes du nazisme, Paris 1969; darin: »Les illumininés de Bavière«, S. 105–19&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Allitt, John Stewart: Johann Simon Mayr, father of 19th century Italian music, Shaftesbury 1989 [bes. S. 25–32]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Andreas, Willy: Carl August von Weimar. Ein Leben mit Goethe 1757–1783, Stuttgart 1953&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Angermaier, Josef: »Zur Geschichte des Illuminatenwesens in Ingolstadt«, in: Historisch-Politische Blätter 158 (1916), S. 711–14&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Aretin, Karl Otmar Frhr. v.: »Kurfürst Karl Theodor (1778–99) und das bayerische Tauschprojekt. Ein Beitrag zur Geschichte des bayerischen Staatsgedankens der Montgelaszeit«, in: ZBLG 25 (1962), S. 745–800&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Aschoff, Frank: Der theologische Weg Johann Friedrich Kleukers (1749–1827), Frankfurt a. M. [usw.] 1991; darin: »Mitglied des Bundes der Illuminaten«, S. 97–101&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bach, Adolf: Goethes »Dechant Dumeiz«. Ein rheinischer Prälat der Aufklärungszeit. Lebensumwelt und Persönlichkeit, Heidelberg 1964; darin: »Dumeiz ein Freimaurer, Illuminat, ein Rosenkreuzer?«, S. 159–73&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bach, E.: »Der Freimaurer Aloys Blumauer«, in: Quatuor Coronati Berichte 6 (1977), S. 17ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bach, J[oseph]: »Adam Weishaupt, der Gründer des Ordens der Illuminaten, als Gegner des Königsberger Philosophen Immanuel Kant«, in: Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland Bd. 127, 1901, S. 94–114&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Back, [Karl]: »Etwas von dem Illuminaten-Orden«, in: Zd. 3, 1839, S. 141–43&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bauer, Bruno: Freimaurer, Jesuiten und Illuminaten in ihrem geschichtlichen Zusammenhange, Berlin 1863, 125 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bauer, Richard: Der kurfürstliche geistliche Rat und die bayerische Kirchenpolitik, 1768–1802, München 1971; darin: »Das ‚Illuminatenkollegium‘ und die Hintergründe für den Sturz Häffelins«, 218–31&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Kasimir von Häffelin und die kurbayerischen Landes- und Hofbistumsbestrebungen«, in: ZBLG 34 (1971), S. 733–67 [bes. 747–49]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Baumann, Gustav: »Die Illuminaten im Lichte der neueren Geschichtsforschung«, in: Am Reissbrette 35, 1908, S. 47–53&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Baylot, Jean: La voie substituée. Recherche sur la déviation de la franc-maçonnerie en France et en Europe, Lüttich 1968&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Beaujean, Marion: »Zweimal Prinzenerziehung: ‚Don Carlos‘ und ‚Geisterseher‘. Schillers Reaktion auf Illuminaten und Rosenkreuzer«, in: Poetica 10 (1978), S. 217–35&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Beaurepaire, Pierre-Yves: »Un creuset maçonnique dans l’Europe des lumières: la loge de la Candeur, Orient de Strasbourg«, in: Revue d’Alsace 124 (1998), S. 89–120&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– ––– »‚Paris à la mode‘: l’été de Johann Joachim Christoph Bode«, in: (ders.) L’autre et le Frère. L’Etranger et la Franc-maçonnerie en France au XVIIIe siècle, Paris 1998, 477ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Becker, Alfred: Christian Gottlob Neefe und die Bonner Illuminaten, Bonn 1969, [5,] 87 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Benda, Kálmán: »Die ungarischen Jakobiner«, in: Maximilien Robespierre 1758–1794. Beiträge zu seinem 200. Geburtstag, Hg. W. 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Gestalten und Ereignisse aus zwei Jahrhunderten rheinischer Geschichte, Münster 1949; darin: »Eine Zeitschrift der Bonner Illuminaten«, S. 417–51&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Maria Theresias jüngster Sohn Max Franz, letzter Kurfürst von Köln und Fürstbischof von Münster, Wien 1961&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Diplomatie und geistiges Leben im 17. und 18. Jahrhundert. Gesammelte Abhandlungen, Bonn 1969&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Neue Funde und Beiträge zur Kulturgeschichte Kurkölns im ausgehenden 18. Jahrhundert«, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 172 (1970), S. 155–215 [»Bonner Illuminaten«, S. 155–77]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Bressler, Hans G.: »‚Bruder‘ Franz Xaver Bronner und die Illuminaten in der Schweiz«, in: QCJb 22 (1985), S. 41–80 [ill.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– A brief sketch of the masonic illuminati, in: Free Masonry, a poem, 1830, S. 177–87&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Brökel, Gerhard: »Adam Weishaupt. 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Hinkel (Hg.): 1000 Jahre St. Stephan in Mainz. Festschrift, Mainz 1990, S. 333–71 [bes. 344]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Du Moulin Eckart, Richard Graf: »Eine Ehrenrettung«, in: Forschungen zur Kultur- und Litteraturgeschichte Bayerns 5 (1895), 130ff. [Utzschneider]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Aus den Papieren eines Illuminaten«, in: Forschungen zur Kultur- und Litteraturgeschichte Bayerns 3 (1895), S. 186–239 [Zwackh]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Embach, Michael, Joscelyn Godwin: Johann Friedrich Hugo von Dalberg (1760–1812). Schriftsteller – Musiker – Domherr, Mainz 1998; darin: »Engagement als Freimaurer und Illuminat«, S. 227–40&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Endler, Renate: »Zum Schicksal der Papiere von Johann Joachim Christoph Bode«, in: QCJb 27 (1990), S. 9–35 [ill.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Band X der Schwedenkiste aufgefunden«, in: QCJb 31 (1994), S. 189–97&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Endres, Franz Carl: Goethe und die Freimaurerei. Festschrift zur zweihundertjährigen Wiederkehr von Goethes Geburtstag, Basel 1949; darin: »Goethe bei der strikten Observanz und bei den Illuminaten«, S. 49–58&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Engel, Leopold: Der Orden der Illuminaten, in: Das Wort (Dresden) 7, 1900, S. 3–11, 43–47&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Engel, Leopold]: Zum 125jährigen Jubiläum des Illuminaten-Ordens, in: Das Wort (Meerane i. Sachsen) 9, 1901, S. 161–70&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Engel, Leopold: Der Illuminatenorden im 18. Jahrhundert. Dargestellt unter Nachweis vieler historischer Dokumente, in: Das Wort (Dresden) 9, 1902, S. 1–12, 41–49, 81–85, 121–28, 201–06, 241–45, 281–91&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Engel, Leopold: Geschichte des Illuminatenordens. Ein Beitrag zur Geschichte Bayerns [...], Berlin 1906, X, 467 S. [ill.]&lt;br /&gt;&gt; Rez.: Otto Kronseder, in: Mittheilungen aus der historischen Literatur (Berlin) 36 (1908), S. 341 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Epstein, Klaus: Die Ursprünge des Konservativismus in Deutschland. Der Ausgangspunkt: Die Herausforderung durch die Französische Revolution 1770–1806, Frankfurt a. M. u. Berlin 1973&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Färber, Konrad Maria: Kaiser und Erzkanzler. Carl von Dalberg und Napoleon am Ende des Alten Reiches. Die Biographie des letzten geistlichen Fürsten in Deutschland, Regensburg 1988, 21994 [bes. S. 24]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Faivre, Antoine: Kirchberger et l’illuminisme du dix-huitième siècle, Den Haag 1966&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Une collection maçonnique inédite: le fonds Bernard Frédéric de Turckheim«, in: Revue de l’histoire des religions (1969), S. 47ff. und 165ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Eckartshausen et la théosophie chretienne, Paris 1969&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: L’ésoterisme au XVIIIe siècle en France et en Allemagne, Paris 1973&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Mystiques, theosophes et illuminés au siècle des lumières, Hildesheim 1976&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Friedrich Tieman und seine deutschen und russischen Freunde«, in: É. H. Balász, L. Hammermayer [u. a.] (Hg.): Beförderer der Aufklärung in Mittel- und Osteuropa. Freimaurer, Gesellschaften, Clubs, Berlin 1979, S. 292–303&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Faÿ, Bernard: La franc-maçonnerie et la révolution intellectuelle du XVIIIe siècle, Paris (3)1961.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Fehn, Ernst-Otto: »Geheime Verbindungen«, in: Ob Baron Knigge wirklich todt ist? = Ausstellungskatalog der Herzog-August-Bibliothek 21, Wolfenbüttel 1977, S. 75 ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Knigges ‚Manifest‘. Geheimbundpläne im Zeichen der Französischen Revolution«, in: Geheime Gesellschaften, Hg. P. Ch. Ludz, Heidelberg 1979, S. 369–98&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Zur Wiederentdeckung des Illuminatenordens. Ergänzende Bemerkungen zu Richard van Dülmens Buch«, in: Geheime Gesellschaften, Hg. P. Ch. Ludz, Heidelberg 1979, S. 231–64&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Biographische Anmerkungen zur Funktion der Freimaurerei im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts«, in: Tijdschrift voor de studie van der verlichting en van het vrije denken 12 (1984), S. 311–24 [über Knigge]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Der Illuminatenorden und die Aufklärung. Kritik und Korrektur einer neuen Interpretation«, in: Aufklärung – Vormärz – Revolution 7 (1988), S. 6–30 [zu Agethen]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Moralische Unschuld oder politische Bewußtheit? Thesen zur illuminatischen Ideologie und ihrer Rezeption«, in: Die Französische Revolution, Mitteleuropa und Italien, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [usw.] 1992, S. 71–89; wieder in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [1997], S. 207–26&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: [Kommentar zu:] Adolph Freiherr Knigge: Sämtliche Werke, Hg. Paul Raabe, Abteilung III: Freimaurer- und Illuminatenschriften = Bd. 24: Ergänzungsband, Rechenschaft – Hinweise, Kommentar – Register, München u. London 1993, S. 98 ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Zu Knigges ‚Predigten‘«, in: Zwischen Weltklugheit und Moral. Der Aufklärer Adolph Freiherr Knigge, Hg. M. Rector, Göttingen 1999, S. 68–82&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Fendler, Rudolf: Johann Casimir von Häffelin 1737–1827. Historiker, Kirchenpolitiker, Diplomat und Kardinal, Mainz 1980; darin: „Der Illuminatenorden und Häffelins Sturz“, S. 50–56&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Fenner, Wolfgang: »Auswege und Irrwege – Adolph Freiherr von Knigge vor seinem Eintritt in den Illuminatenorden«, in: QCJb 29 (1992), S. 139–50&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Lessing wäre auch ein Mann für uns. Neuigkeiten über Knigge und Lessing«, in: Euphorion 88 (1994), S. 478–83; wieder in: M. Schlott, C. Behle (Hg.): Wirkungen und Wertungen. Adolph Freiherr Knigge im Urteil der Nachwelt (1796–1994). Eine Dokumentensammlung, Göttingen 1998, S. 525–31&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Knigge, Bode und Weishaupt. Zu Knigges Mitgliedschaft im Illuminatenorden«, in: M. Rector (Hg.): Zwischen Weltklugheit und Moral. Der Aufklärer Adolph Freiherr Knigge, Göttingen 1999, 83–91&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Verwilderte Menschen. Knigge und der Frankfurter Illuminatenzirkel«, in: H. Zimmermann, W. Weber (Hg.): Adolph Freiherr Knigge. Neue Studien, Bremen 1998, S. 66–69&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Fichtl, Wilhelm: »Aufklärung und Zensur«, in: Krone und Verfassung. König Max I. Joseph und der neue Staat. Beiträge zur Bayerischen Geschichte und Kunst 1799–1825, Hg. H. Glaser (= Ausstellungskatalog Wittelsbach und Bayern III/1), München u. Zürich 1980, S. 174ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Findel, Joseph Gabriel: Geschichte der Freimauerei von der Zeit ihres Entstehens bis auf die Gegenwart, Bd. 1, Leipzig 1861&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Die Illuminaten«, in: Das Zeitalter der Verirrungen im Maurerbunde, 1892, S. 77–89&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Fink, Franz Friedrich (Hg.): Zuruf in der Wüste. Ein Blick in die Vor- und Folgezeit, 2 Bde., Znaim 1830, IX, 176 S. u. 166 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Fischer, Michael W.: Die Aufklärung und ihr Gegenteil. Die Rolle der Geheimbünde in Wissenschaft und Politik, Berlin 1982&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Forderungen, welche die Illuminaten an die Aufzunehmenden stellten«, in: Der Triangel 5, 1859, S. 62f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Fournier, August: Historische Studien und Skizzen, Bd. 1, Prag u. Leipzig; darin: »Illuminaten und Patrioten«, S. 211–75; Bd. 3, Wien u. Leipzig [1912]; darin: »Knigge und Blumauer«, S. 17–29&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Fragment sur les illuminés de Bavière«, in: Thory, Cl. A.: Annales originis, 1812, S. 253–70 / Annales chronol. de la maç. des Pays-Bas 6 (1829), S. 200–18&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Francovich, Carlo: Albori socialisti nel Risorgimento. Contributo allo studio delle società segrete (1776–1835), Florenz 1962; darin: »Gli Illuminati di Weishaupt e l’idea egualitaria in alcune società segrete del Risorgimento«, S. 1–39 [zuerst in: Movimento operaio N. S. 4 (1952), 553–97]; »La partecipazione italiana alla congiura degli illuminati«, S. 41–87&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Storia della massoneria in Italia. Dalle origine alla Rivoluzione francese, Florenz 1974; darin: »Gli Illuminati di Baviera«, S. 309–34; »Il viaggio di Münter in Italia (1784–1787)«, S. 381–433&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— »Die Freimaurerloge »Ludwig« des Illuminaten-Ordens in Berlin«, in: Die übersinnliche Welt 9, 1901, S. 198–200&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Die Freimaurerei im Bisthum Eichstätt«, in: Pastoral-Blatt des Bisthums Eichstätt 12 (1865), Nr. 41–52&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Freschi, Marino: Dall’occultismo alla politica. 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Deutsche Jakobiner und die Franzosenherrschaft im Rheinland 1792–1799, Trier 1971&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Leben und Werke norddeutscher Jakobiner, Stuttgart 1973&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Deutsche revolutionäre Demokraten«, in: Jakobiner in Mitteleuropa, Hg. H. Reinalter, Innsbruck 1977, S. 47ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Demokratische Freiheitskämpfer Österreichs im Zeitalter der französischen Revolution«, in: Wien und Europa zwischen den Revolutionen (1789–1848), Wien u. München 1978, S. 54ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Grabe, Reinhold Th. [= Hans Georg Brenner]: Das Geheimnis des Adolph Freiherrn von Knigge. Die Wege eines Menschenkenners. 1752–1796, Hamburg u. Leipzig 1936, 280 S. [ill.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Graber, Rolf: »Die ‚Gesellschaft zur Aufnahme des Guten‘. Illuminaten in Zürich«, in: Aufklärung und Geheimgesellschaften. 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Herbert Schindler,] München 1972, S. 196–214&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Tragende Ideen der illuminatisch-jakobinischen Propaganda und ihre Nachwirkungen in der deutschen Literatur«, in: Geheime Gesellschaften, Hg. P. Ch. Ludz, Heidelberg 1979, S. 335–66&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Gregory, Stephan [Freiherr von]: »Unglückliche Sammlungen. Archive und Archivschicksale des Illuminatenordens«, in: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaft Nr. 2/2007, S. 11-34&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: Wissen und Geheimnis. Das Experiment des Illuminatenordens, Frankfurt a. M. 2009, 520 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez. Frankfurter Allgemeine 14. 10. 2009 (Lorenz Jäger)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Grolle, Joist: Landesgeschichte in der Zeit der Spätaufklärung. Ludwig Timotheus Spittler (1752–1810), Göttingen [usw.] 1963; darin: »Spittler als Freimaurer«, S. 33–53&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Grüter, Thomas: Freimaurer, Illuminaten und andere Verschwörer. 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Kraus (Hg.): Land und Reich, Stamm und Nation. Probleme und Perspektiven bayerischer Geschichte. Festgabe für Max Spindler zum 90. Geburtstag, Bd. 2: Frühe Neuzeit, München 1984, S. 321–55&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— ———: »Freie Gelehrtenassoziation oder Staatsanstalt? Zur Geschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in der Zeit der Spätaufklärung und Reform (1787–1807)«, in: ZBLG 54 (1991), S. 159–202&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– ———: »Die Orden der Illuminaten und der Gold- und Rosenkreuzer«, in: ‚... einen Stein für den großen Bau behauen‘. Studien zur deutschen Literatur. Prof. Dr. habil. Gerard Kozielek zum 65. Geburtstag [= Acta Universitatis Wratislaviensis Nr. 1436], Breslau 1993, S. 93–108&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––––: »Fachgelehrte und Dilettanten. Anfänge und Etappen moderner Illuminatenforschung (ca. 1895–1968/70)«, in: K. Ackermann/A. Schmid/W. Volkert (Hg.), Bayern vom Stamm zum Staat. Festschrift für Andreas Kraus zum 80. 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Reinalter, München 1989, S. 63–86&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Hartmann, Joseph: »Professor Adam Weishaupt zu Ingolstadt und sein Illuminatismus. Historische Reminiszenz«, in: Altbayerische Monatsschrift 2 (1900), S. 81–92 [ill.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Haubelt, Josef: »Studi o Ignáci Bornovi«, in: Acta Universitatis Carolinae Philosophica et Historica 39, Prag 1971&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Hauck, F.: »Der Illuminaten-Orden«, in: Sonnenstrahlen (Nürnberg) 9 (1915–16), S. 195–200, 214–21, 233–40&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Haufe, Eberhard: »Ein Aufklärer in Weimar – Lessings Freund Johann Joachim Christoph Bode. Ein biographischer Versuch«, in: Wolfenbütteler Beiträge 9 (1994), S. 169ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Heckethorn, Charles William: The secret societies of all ages and countries, London 1875; dt. (Üb. L. Katscher) u. d. T. Geheime Gesellschaften, Geheimbünde und Geheimlehren, Leipzig 1900; darin: »Illuminaten«, S. 241–50&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Hédouin, A.: «Les Illuminés pendant la Révolution française», in: Monde maçonnique 3 (1861), S. 372–84&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Henne-Am Rhyn, Otto: Das Buch der Mysterien. Leben und Treiben der geheimen Gesellschaften aller Zeiten und Völker, St. Gallen 1869; darin: »Ecrasons l’infâme!«, S. 244–60 [bes. 248–55]; »Die Illuminaten und ihre Zeit«, S. 267–86&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Heß, David: Joh. Caspar Schweizer. Ein Charakterbild aus dem Zeitalter der französischen Revolution, Hg. J. Baechtold, Berlin 1884; darin: »Er wird Mitglied einer durch den Illuminatenorden gestifteten Gesellschaft. Zwecke derselben. Schweizer wird für diese begeistert«, S. 37–40&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Hessen, Rainer [Prinz] von: »Landgraf Carl von Hessen (1744–1836). Freimaurer zwischen Aufklärung und Okkultismus«, in: R. Witt, H. Wulf (Hg.): Landgraf Carl von Hessen, 1744–1836. 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Zaunstöck (Hg.): Aufklärung und Esoterik, Hamburg 1999, S. 288–304&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Mittelberger, Herta: Johann Christian Freiherr von Hofenfels, 1744–1787, München 1934&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Möller, Horst: Aufklärung in Preußen. Der Verleger, Publizist und Geschichtsschreiber Friedrich Nicolai, Berlin 1974&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: Vernunft und Kritik. Deutsche Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert, Frankfurt a. M. 1986&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Möller, Roland: Der bayerische Illuminatenorden zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Examensarbeit (Masch.), Bielefeld 1986&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Mondot, Jean: »Der Aufklärer W. L. Wekhrlin über Freimaurer und Illuminaten«, in: Lendemains Nr. 46, 1987, S. 79–86&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Ferdinand von Meggenhoffen ou la politique de la vertu«, in: A. Finck, G. Gréciano (Hg.): Germanistik aus interkultureller Perspektive, Straßburg 1988, S. 123–35&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Les Illuminés de Bavière: suite et fin?«, in: Lumières (Bordeaux) Nr. 7, 2006, S. 267—79.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Müller, Winfried: Universität und Orden. Die bayerische Landesuniversität Ingolstadt zwischen der Aufhebung des Jesuitenordens und der Säkularisation (1773–1803), Berlin 1986 [= Diss. München 1983; bes. S. 260–300]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Muggenthaler, Ludwig: »Ludwig Fronhofer, ein bayrischer Schulmann und Akademiker des achtzehnten Jahrhunderts«, in: Jb. für Münchener Geschichte 2 (1888), S. 363–470 [bes. S. 428–38]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Mulsow, Martin: »Vernünftige Metempsychosis. Über Monadenlehre, Esoterik und geheime Aufklärungsgesellschaften im 18. Jahrhundert«, in: M. Neugebauer-Wölk, H. Zaunstöck (Hg.): Aufklärung und Esoterik, Hamburg 1999, S. 211–73&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Der Kaiser beträgt sich wie ein asiatischer Despot. Zum Einfluß der Göttinger Aufklärung auf den im Mai 1776 gegründeten Illuminatenorden«, in: Frankfurter Allgemeine Nr. 119/23. 5. 2001, S. N 6&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »‚Steige also, wenn du kannst, höher und höher zu uns herauf.‘ Adam Weishaupt als Philosoph«, in: W. Müller-Seidel/W. Riedel (Hg.): Die Weimarer Klassik und ihre Geheimbünde, Würzburg 2002, S. 27–66&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Nacken, Edmund: »Die Minervalkirche von Stagira. Zur Geschichte des Illuminaten-Ordens im kurfürstlichen Bonn«, in: Bonner Geschichtsblätter 1 (1937), S. 167–75&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Nettelbladt, C[arl] C[hristian] F. W. von: Geschichte [f]reimaurerischer Systeme in England, Frankreich und Deutschland. Vornehmlich auf Grund der Archivalien der Gr. Landesloge der Freimaurer von Deutschland bearbeitet, Berlin 1879 [Nachdrucke Wiesbaden 1972 u. Vaduz 1984] [bes. 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Studien zur Phlosophie der Aufklärung (II), Berlin 1986, S. 239–60&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: Die aufklärerische Vernunft im Spannungsfeld zwischen rationalistisch-metaphysischer und politisch-sozialer Deutung. Eine Studie zur Philosophie der deutschen Aufklärung (Wolff, Abbt, Feder, Meiners, Weishaupt), Frankfurt a. M. [usw.] 1999; darin: »Der Illuminatismus – eine Variante der deutschen Spätaufklärung«, S. 233–94&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Radspieler, Hans: Franz Xaver Bronner, Leben und Werk bis 1794. Ein Beitrag zur Geschichte der süddeutschen Aufklärung, Günzburg 1963 [bes. S. 60–74]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Raich, Joh. Mich.: »Illuminaten«, in: Kirchenlexikon, Hg. H. J. Wetzer, B. Welte, Freiburg i. Br. 1889, Bd. 6, S. 603–08&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Rapp, Ludwig: Freimaurer in Tirol. Historische Skizze, Innsbruck 1867; darin: »Illuminaten in Tirol«, S. 113–21&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Rath, R. John: »The Carbonari. Their origins, initiation rites, and aims«, in: American historical review 69 (1964), S. 353–70&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Reckenfelder-Bäumer, Norbert: »Staat und Wirtschaft in masonischer Sicht, insbesondere bei Lessing, Sonnenfels und den Illuminaten«, in: Aufklärung und Geheimgesellschaften. Freimaurer, Illuminaten und Rosenkreuzer – Ideologie, Struktur und Wirkungen, Würzburg 1992, S. 167–75&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Reinalter, Helmut: »Franz von Gumer – ein Tiroler Freimaurer«, in: Alpenregion und Österreich. Geschichtliche Spezialitäten. [Festschrift für Hans Kramer], Hg. E. Widmoser, H. R., Innsbruck 1976, S. 117–33&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: Aufgeklärter Absolutismus und Revolution. Zur Geschichte des Jakobinertums und der frühdemokratischen Bestrebungen in der Habsburgermonarchie, Wien 1980&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Josephinismus, Geheimgesellschaften und Jakobinismus. Zur radikalen Spätaufklärung in der Habsburgermonarchie«, in: Ungarn und Österreich unter Maria Theresia und Joseph II., Hg. M. A. M. Drabek, R. Plaschka, A. Wandruszka, Wien 1982, S. 55ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: Geheimbünde in Tirol. Von der Aufklärung bis zur Französischen Revolution, Bozen 1982; darin: »Der Geheimbund der Illuminaten«, S. 145–56 [ill.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Das Weltall als Wirkung einer ‚höchsten Ursache‘. Zur Geschichtsphilosophie und Struktur des Illuminatenordens«, in: Tradition und Entwicklung. Festschrift Eugen Thurnher zum 60. Geburtstag, Hg. W. M. Bauer [u. a.], Innsbruck 1982, S. 291–308; auch in: Tau 2 (1983), S. 9 ff.; wieder in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [1997], S. 249–68&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Freimaurerei und Illuminatenorden. Von den Mysterien der Aufklärung«, in: Geheimgesellschaften und der Mythos der Weltverschwörung, Hg. G. Kaltenbrunner, Freiburg i. Br. 1987, S. 129–41&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Ignaz von Born – Aufklärer, Freimaurer und Illuminat«, in: H. R. (Hg.), Aufklärung und Geheimgesellschaften. Zur politischen Funktion und Sozialstruktur der Freimaurerlogen im 18. Jahrhundert, München 1989, S. 151–71&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Ignaz von Born als Freimaurer und Illuminat«, in: H. R. (Hg.): Die Aufklärung in Österreich. Ignaz von Born und seine Zeit, Frankfurt a. M. [usw.] 1991, S. 33–67; u. d. T. »Ignaz von Born und die Illuminaten in Österreich« wieder in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. R., Frankfurt a. M. [1997], S. 351–91&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Illuminaten, Geheimbund«, in: Lexikon zu Demokratie und Liberalismus 1750–1848/49, Hg. H. R., Frankfurt a. M. 1993, S. 131–35&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– ––– (Hg.): Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Frankfurt a. M. [usw.] 1997, 418 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez.: Holger Zaunstöck, in: Zs. für Geschichtswissenschaft 46 (1998), 755 f.; Pierre-André Bois, in: IF 2 (2000), S. 120–23&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Der Hintergrund – die Aufklärung, insbesondere in Bayern«, in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. R., Frankfurt a. M. [1997], S. 9–17&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Reinhardt, Hartmut: »Geheime Wege der Aufklärung. Goethe, der Illuminatenorden und das Epos-Fragment ‚Die Geheimnisse‘«, in: W. Müller-Seidel/W. Riedel (Hg.): Die Weimarer Klassik und ihre Geheimbünde, Würzburg 2002, S. 145–76&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Richert, Thomas: »Die Geschichte trägt der Aufklärung die Fackel vor. Friedrich Nicolai (1733–1811) als freimaurerischer Publizist«, in: QCJb 35 (1998), S. 45–67 [»Der Illuminat Nicolai«, S. 54–56]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Rieck, Werner: »Die ‚Lichtpartei‘ und die ‚wahren Jünger Christi‘. Theologischer Disput, Illuminatenfurcht und Geheimbundstrategie im Umfeld der Großen Französischen Revolution«, in: Impulse 12 (1989), S. 124–62&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Riedel, Wolfgang: »Aufklärung und Macht. Schiller, Abel und die Illuminaten«, in: W. Müller-Seidel/W. Riedel (Hg.): Die Weimarer Klassik und ihre Geheimbünde, Würzburg 2002, S. 107–25&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Rob, Klaus: Karl Theodor von Dalberg (1744–1817). Eine politische Biographie für die Jahre 1744–1806, Frankfurt a. M. [usw.] 1984; darin: »Dalbergs geistige Welt: Literaten, Freimaurer, Illuminaten«, S. 107–36 [bes. S. 132–36]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Roberts, J[ohn] M.: The mythology of the secret societies, London 1972&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Röse, B[ernhard]: »Illuminaten-Orden«, in: Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, Hg. J. S. Ersch u. J. G. Gruber, 2. Section, Hg. A. G. Hoffmann, Bd. 16, Leipzig 1839, S. 206–21&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Rogalla von Bieberstein, Johannes: Die These von der Verschwörung 1776–1945. Philosophen, Freimaurer, Juden, Liberale und Sozialisten als Verschwörer gegen die Sozialordnung, Bern 1976 [Nachdr. Flensburg 1992]; darin: »Die Sprengung der freimaurerischen Esoterik: Der Illuminatenorden 1776–1785«, S. 70–79&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Geheime Gesellschaften als Vorläufer politischer Parteien«, in: Geheime Gesellschaften, Hg. P. Ch. Ludz, Heidelberg 1979, S. 429–??&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Die These von der freimaurerischen Verschwörung«, in: Freimaurer und Geheimbünde im 18. Jahrhundert in Mitteleuropa, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. 1983, S. 85–111&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;–– Rosenstrauch-Königsberg, Edith: Freimaurerei im Josephinischen Wien. Aloys Blumauers Weg vom Jesuiten zum Jakobiner, Wien u. Stuttgart 1975&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Radikalaufklärerische Geheimbünde in der Habsburgermonarchie zur Zeit der Französischen Revolution (1785–1795)«, in: Die demokratische Bewegung in Mitteleuropa im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert, Hg. O. Büsch, W. Grab, Berlin 1980, S. 180 ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Illuminaten in der Habsburger Monarchie«, in: QCJb 20 (1983), S. 119ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: Freimaurer, Illuminat, Weltbürger. Friedrich Münters Reisen und Briefe in ihren europäischen Bezügen, Berlin 1984, 186 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Zur Philosophie der österreichischen Freimaurer und Illuminaten mit Blick auf Mozart«, in: Genie und Alltag. Bürgerliche Stadtkultur zur Mozartzeit, Hg. G. Barth-Scalmani [u. a.] (Hg.), Salzburg 1994, S. 317–50&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Roßberg, Adolf: Freimaurerei und Politik im Zeitalter der Französischen Revolution, Berlin 1942, 256 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez.: E. Ehlers, in: Leipziger Neueste Nachrichten 18. 8. 1942; F. Gengler, in: Die Judenfrage 6 (1942), S. 254; K. Funk: »Neue Beiträge zur Erforschung der Freimaurerei«, in: Nationalsozialistische Monatshefte 13 (1942), S. 733–36; O. Paul, in: Bücherkunde der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums (Bayreuth) 10 (1943), S. 28; [J.] Sch[ultze], in: Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte 54 (1943); C. Brinkmann, in: Schmollers Jb. für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft im Deutschen Reiche 67 (1943), S. 114–16; W. Schwerdtfeger, in: Geistige Arbeit 10 (1943), Nr. 1515–20, S. 2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Runkel, Ferdinand: Geschichte der Freimaurerei in Deutschland, Bd. 2, Berlin 1932; darin: »Die Illuminaten«, S. 40–57&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Sang, Hans-Peter: Joseph von Utzschneider (1763–1801). Sein Leben und Wirken, Diss. München 1985; darin: »Utzschneider und die Auflösung des Illuminatenordens«, 10–25&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;–– Sauder, Gerhard: »‚Verhältnismäßige Aufklärung‘. Zur bürgerlichen Ideologie am Ende des 18. Jahrhunderts«, in: Jb. der Jean-Paul-Gesellschaft 9 (1974), S. 102–26&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––; Christoph Weiß (Hg.): Carl-Friedrich Bahrdt (1740–1792), St. Ingbert 1992&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schaubs, Christine: »Die Illuminaten und ihre Bemühungen um eine Reform der Pädagogik im Zeitalter der deutschen Spätaufklärung. Dargestellt an der Quellenforschung zu Christian Gottfried Salzmann«, in: Tau Nr. 1/1995, S. 46–65&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Salzmanns Schulgründung im Lichte der Illuminaten«, in: Herwart Kemper, Ulrich Seidelmann (Hg.): Menschenbild und Bildungsverständnis bei Christian Gotthilf Salzmann, Weilheim 1995, S. 103–29&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;–– Scheel, Heinrich: Süddeutsche Jakobiner. Klassenkämpfe und republikanische Bestrebungen im deutschen Süden Ende des 18. Jahrhunderts, Berlin 1971&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Scheglmann, Alfons Maria: Geschichte der Säkularisation im rechtsrheinischen Bayern, Bd. 1: Vorgeschichte der Säkularisation, Regensburg 1903; darin: »Trügerische Hoffnungen«, S. 78–93&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Scherr, Johannes: Deutsche Kultur- und Sittengeschichte, 9. Aufl. Leipzig 1887, S. 477–79&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schindler, Norbert: »Aufklärung und Geheimnis im Illuminatenorden«, in: Geheime Gesellschaften, Hg. P. Ch. Ludz, Heidelberg 1979, S. 203–29; u. d. T. »Der Geheimbund der Illuminaten – Aufklärung, Geheimnis und Politik« auch in: Freimaurer und Geheimbünde im 18. Jahrhundert in Mitteleuropa, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. 1983, S. 284–318&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schindler, Norbert; Wolfgang Bronss: »Praktische Aufklärung. Ökonomische Sozietäten in Süddeutschland und Österreich im 18. Jahrhundert«, in: Ökonomische und gemeinnützige Gesellschaften im 18. Jahrhundert, Bremen 1980, S. 255ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schings, Hans-Jürgen: »Die Illuminaten in Stuttgart. Auch ein Beitrag zur Geschichte des jungen Schiller«, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 66 (1992), S. 48–87&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: Die Brüder des Marquis Posa. Schiller und der Geheimbund der Illuminaten, Tübingen 1996, 247 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez.: H[elmut] K[eiler], in: QCJb 33 (1996), S. 246; J[effrey] L. Sammons, in: German quarterly 70 (1997), S. 411 f.; P. Fuchs, in: Historische Zs. Bd. 265, 1997, S. 499 f.; Theodore Ziolkowski, in: Jb. für internationale Germanistik 29 (1997), S. 219–24; Pierre-André Bois, in: Etudes germaniques 53 (1998), S. 752; Dirk Kemper, in: IASL 23 (1998), S. 208–15; Ernst-Otto Fehn, in: IF ??&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Wilhelm Meister und das Erbe der Illuminaten«, in: Jb. der Deutschen Schiller-Gesellschaft 43 (1999), S. 123–47; wieder in (überarbeitet): W. Müller-Seidel/W. Riedel (Hg.): Die Weimarer Klassik und ihre Geheimbünde, Würzburg 2002, S. 177–203&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schlosser, Friedrich Christoph: »Kampf des Fanatismus und der Aufklärung in Deutschland nach der Aufhebung des Jesuiten-Ordens«, in: ders.: Weltgeschichte 16, 1854, S. 355–62&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schmieder, Karl Christoph: »Geschichte der Illuminaten«, in: Allotrien zur Unterhaltung in Feierstunden, 1824, S. 412–28&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schmitt, Eberhard: »Joseph Socher. Der bayerische Abbé Siéyes? Ein Beitrag zur Frage der Kontinuität der ständisch-parlamentarischen Repräsentation in Deutschland«, in: ZBLG 30 (1967), S. 264–97 [bes. 271 f.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Elemente einer Theorie der politischen Konspiration im 18. Jahrhundert. Einige typologische Bemerkungen«, in: Geheime Gesellschaften, Hg. P. Ch. Ludz, Heidelberg 1979, S. 65ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schmitt, Robert: Simon Joseph (Gabriel) Schmitt (1766–1855), Koblenz 1966&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schneider, Falko: Aufklärung und Politik. Studien zur Politisierung der deutschen Spätaufklärung am Beispiel A. G. F. Rebmanns, Wiesbaden 1978&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schneider, Heinrich: Quest for mysteries. The masonic background for literature in eighteenth century Germany, Ithaca, N. Y., 1947&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schneider, Hans Werner: »Adolf von Knigge, ein Freimaurer und Revolutionär«, in: QCH 11 (1974), S. 53 ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schneiders, Werner: Die wahre Aufklärung. Zum Selbstverständnis der deutschen Aufklärung, München 1974&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schober, Joyce: Die deutsche Spätaufklärung 1770–1790, Bern u. Frankfurt a. M. 1975&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schönebaum, Herbert: »Pestalozzi, die Illuminaten und Wien«, in: Sitzungsberichte der preußischen Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse, Heft VI–VIII (1928), S. 86–106&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: Pestalozzi. Kampf und Klärung, 1782–1797, Erfurt 1931 [bes. S. 68–72]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schoeps, Hans-Joachim: Von der Aufklärung zur Romantik, Mainz 1978&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schüttler, Hermann: »Karl Leonhard Reinhold und die Illuminaten im Vorfeld der französischen Revolution«, in: Deutscher Idealismus und Französische Revolution = Schriften aus dem Karl-Marx-Haus Trier 37 (1988), S. 49–75; wieder in: M. Buhr, P. Burg (Hg.): Republik der Menschheit. Französische Revolution und deutsche Philosophie, Köln 1989, S. 49–75; wieder in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [1997], S. 323–50&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Zur Geschichtsphilosophie des Illuminatenordens«, in: Annalen der internationalen Gesellschaft für dialektische Philosophie. Societas Hegeliana Bd. 6, Mailand 1989, S. 258–66; wieder in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [1997], S. 269–79&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Johann Christoph Bodes Reise nach Paris und die Loge ‚Les Amis Réunis‘«, in: QCJb 27 (1990), S. 37–48&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: Die Mitglieder des Illuminatenordens, 1776–1787/93, München 1991, 262 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez.: Andreas Kraus, in: ZBLG 56 (1993), S. 254–56; Achim Sing, in: Bayernspiegel 4 (1996), S. 23 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Die Intervention des deutschen Illuminatenordens auf dem Konvent der Philalethen in Paris 1787«, in: H. Reinalter (Hg.): Aufklärung und Geheimgesellschaften: Freimaurer, Illuminaten und Rosenkreuzer: Ideologie – Struktur und Wirkungen. Internationale Tagung, 22./23. Mai 1992 an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Bayreuth 1992, S. 71–84&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Der Bund der deutschen Freimaurer«, in: QCJb 30 (1993), S. 137ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Freimaurerei in Weimar. Zum 200. Todestag von Johann Joachim Christoph Bode«, in: Ettersburger Hefte 3 (1995), S. 7–29&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Zwei freimaurerische Geheimgesellschaften des 18. Jahrhunderts im Vergleich: Strikte Observanz und Illuminatenorden«, in: E. Donnert (Hg.): Europa in der Frühen Neuzeit. Festschrift für Günter Mühlpfordt, Bd. 4: Deutsche Aufklärung, Weimar [usw.] 1997, S. 521–44&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Die Arbeiten des Illuminatenordens im norddeutschen Raum vor und nach den bayerischen Edikten von 1784–85«, in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [1997], S. 169–91&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Johann Christoph Bodes Wirken im Illuminatenorden«, in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [1997], S. 307–21&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Der Wilhelmsbader Freimaurerkonvent im Spiegel der Illuminaten«, in: Geheime Gesellschaft. Weimar und die deutsche Freimaurereri, Katalog zur Ausstellung der Stiftung Weimarer Klassik im Schiller-Museum Weimar 21. Juni bis 31. Dezember 2002, Hg. J. Berger/K.-J. Grün, München/Wien 2002, S. 175–84&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Das Kommunikationsnetz der Illuminaten. Aspekte einer Rekonstruktion«, in: Kulturen des Wissens im 18. Jahrhundert, Hg. U. J. Schneider, Berlin [usw.] 2008, S. 141–50&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Schütz, Wilhelm v.]: Maurerische Ansichten, Bd. 1, 1825; darin: »Beleuchtung des Illuminaten-Systems«, S. 234–43&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schuh, Fj.: »Franz Hebenstreit. Jakobiner und Kommunist (1747–1795)«, in: Studien zu Jakobinismus und Sozialismus, Hg. H. Pelger, Berlin u. Bonn 1974, S. 103ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schuler, Heinz: »Freimaurer und Illuminaten aus Alt-Bayern und ihre Beziehungen zu den Mozarts«, in: Mitteilungen der internationalen Stiftung Mozarteum 35 (1987), S. 11–39&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schulz, Hans: »Schillers Gönner Friedrich Christian von Schleswig-Holstein und die Orden«, in: Monatshefte der Comenius-Gesellschaft Bd. 16, 1907, S. 81–90&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Adam Weishaupt«, in: Zeitschrift für Bücherfreunde N. F. 1 (1909–10), S. 194–203 [ill.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schuster, Georg: Die geheimen Gesellschaften, Verbindungen und Orden, 2 Bde., Leipzig 1906; darin: »Die Illuminaten«, Bd. 2, S. 144–76&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Schwinge, Gerhard: »Affinität und Aversion. Jung-Stillings Verhältnis zum Freimaurertum und zum Illuminatenorden«, in: E. Mertens (Hg.): Auf den Spuren von Jung-Stilling. Studien zu Johann Heinrich Jung-Stilling (1740–1817), Siegen 1998, S. 45–65&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Seyffarth, L. W.: »Pestalozzi und die Illuminaten«, in: Pestalozzi-Studien 1 (1896–97), S. 129–37&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Silagi, Denis: Jakobiner in der Habsburger Monarchie. Ein Beitrag zur Geschichte des aufgeklärten Absolutismus in Österreich, Wien u. München 1962&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Aktenstücke zur Geschichte des Ignaz von Martinovics«, in: Jakobiner in Mitteleuropa, Hg. H. Reinalter, Innsbruck 1977, S. 405ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Sindelį , Bedrich: »Tajné bratrstvo rosenkreuzeru, svobodní zedná i a ilumináti ve vztahu k osvícenství v 18. století u nás«, in: Časopis matice moravské 104 (1985), S. 268–99&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Smitt, Will: »Der Illuminaten-Orden«, in: ders.: Einschau u. Ausschau, 1895, S. 145–63; Der Zirkel 25, 1895, S. 65–67, 77f., 86f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Sonntag, Lothar: »Der Einfluß des jungen Rousseau auf Adam Weishaupt und die Politik des Illuminatenordens. Ein Beitrag zur Rezeption der Rousseauschen Geschichtsphilosophie in der deutschen Aufklärung«, in: Wissenschaftliche Zs. der Humboldt-Universität zu Berlin. Ges.-sprachwissenschaftl. Reihe 28 (1979), 795–800; wieder in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [1997], S. 195–206&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Springer, Klaus B.: »Illuminaten, Freimaurer und Dalberg. Ein Beitrag zu dynamischen Wissensräumen und zur Buchlandschaft der Aufklärung am Beispiel der kurmainzischen Städte Erfurt und Mainz«, in: Michael Ludscheidt (Hg.): Aufklärung in der Dalbergzeit. Literatur, Medien und Diskurse in Erfurt im späten 18. Jahrhundert, Erfurt 2006, S. 201–44&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Stammen, Theo: »Adolph Freiherr von Knigge und die Illuminatenbewegung«, in: W. Müller-Seidel/W. Riedel (Hg.): Die Weimarer Klassik und ihre Geheimbünde, Würzburg 2002, S. 67–89&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Stanescu, Heinz: »Ignaz von Born«, in: Österreich in Geschichte und Literatur 14 (1970), S. 369ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Starck, Johann August Frhr. v.:] Der Triumph der Philosophie im 18. Jahrhundert, Bd. 2, [Frankfurt a. M.] 1803; darin: »Von dem Illuminatenorden: Ursprung und Geschichte desselben«, S. 259–377; »Beschaffenheit des Illuminatenordens nach seinen Grundsäzzen, Zwekken und Mitteln«, S. 289–315; »Fortdauer des Illuminatismus. Vereinigung desselben mit den Aufklärern; Folgen davon«, S. 316–44&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Stauffer, Vernon: New England and the Bavarian illuminati, New York 1918, 375 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez.: Francis A. Christie, in: The American Historical Review 25 (1919/20), S. 120 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Stein, Claudius: »Franz von Fraunberg (1763–1814) – ein 1785 von der Hochschule verwiesener Illuminat«, in: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt 111 (2002), S. 149–80 [ill.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Sternberg, [Emil]: »Ueber den Illuminatenorden«, in: Bausteine gesammelt von Brüdern des Logen-Bundes Royal York zur Freundschaft zu Berlin 2, 1882, S. 83–95&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Stramberg, Christian von: »Die Illuminaten«, in: Das Rheinufer von Coblenz bis Bonn. Historisch und topographisch dargestellt, Bd. VII, Koblenz 1859, S. 762–92&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Stuhlmann, [E. J. A.]: »Die Illuminaten. Vortrag in d. L. »Ferdinand zum Felsen« [in Hamburg] am 25. Jan. 1894«, in: Hamburger Logenblatt 27, 1894, S. 2191–95; Der Zirkel 24, S. 91–94&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;–– »Das System der Illuminaten in gedrängter Kürze. Ein Vorläufer des deutschen Bundes«, in: Fürsten- und Volksfreund (Schleiz), 1816, S. 93–120&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Taillandier, Saint-René: »Un prince allemand du XVIIIe siècle d’après des mémoires inédits. II. Charles de Hesse et les Illuminés«, in: Revue des deux mondes 61 (1866), S. 891–925&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Teich, Mikulás: »Ignaz von Born als Organisator wissenschaftlicher Bestrebungen in der Habsburger Monarchie«, in: Wissenschaftspolitik in Mittel- und Osteuropa, Hg. E. Amburger, M. Ciesla, L. Sziklay, Berlin 1976, S. 195 ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Thiede, Roger: »Der große Drahtzieher. 1787 – zwei Jahre vor der Revolution – reiste der Chef eines deutschen Geheimordens nach Paris. Warum?«, in: Focus (München) Nr. 14/1994, S. 156–58 [ill.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Tilgner, Hilmar: »Illuminatenloge und Lesegesellschaft in Trier«, in: ders.: Lesegesellschaften an Mosel und Mittelrhein im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus, Stuttgart 2001, S. 109–15&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Troßbach, Werner: Der Schatten der Aufklärung. Bauern, Bürger und Illuminaten in der Grafschaft Wied-Neuwied, Fulda 1991&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Tschoertner]: »Über den Illuminatenorden«, in: Schlesisches Logenblatt 20 (1900), S. 131–35&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Tschurtschenthaler, U. v.: Die Publizistik im josephinischen Wien und ihr Beitrag zur Aufklärung, Diss. Wien 1957&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –tz: »Die Illuminaten. Eine neuere- und eine ältere Ansicht über dieselben«, in: Latomia 9, 1847, S. 230–43&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Ueber den Illuminaten-Orden in Bayern«, in: Latomia 8 (1846), S. 98–108&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Valjavec, Fritz: Die Entstehung der politischen Strömungen in Deutschland 1770–1815, München 1951 (Nachdruck Kronberg 1978, mit einem Nachwort von Jörn Garber)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Die Anfänge des österreichischen Konservativismus. Leopold Alois Hoffmann«, in: Festschrift Karl Eder zum 70. Geburtstag, Innsbruck 1959, S. 169ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Vávra, Jaroslav: »Ignaz von Born als führende Persönlichkeit der Aufklärungsepoche in Böhmen«, in: É. H. Balász, L. Hammermayer [u. a.] (Hg.): Beförderer der Aufklärung in Mittel- und Osteuropa. Freimaurer, Gesellschaften, Clubs, Berlin 1979, S. 141–46&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Viatte, August: Les sources occultes du romantisme, illuminisme, théosophie 1770–1820, Paris 1928&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Vierhaus, Rudolf: Deutschland vor der französischen Revolution. Untersuchungen zur deutschen Sozialgeschichte im Zeitalter der Aufklärung, Habilschr. (Masch.), Münster 1961&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Politisches Bewußtsein in Deutschland vor 1789«, in: Der Staat 6 (1967), S. 173ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Aufklärung und Freimaurerei in Deutschland«, in: Das Vergangene und die Geschichte. Festschrift für Reinhard Wittram, Göttingen 1973, S. 23ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Voegt, Hedwig (Hg.): Adolph Freiherr Knigge. Der Traum des Herrn Brick. Essays, Satiren, Utopien, Berlin 1968&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Voges, Michael: Aufklärung und Geheimnis. Untersuchungen zur Vermittlung von Literatur- und Sozialgeschichte am Beispiel der Aneignung des Geheimbundmaterials im Roman des späten 18. Jahrhunderts, Tübingen 1987&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Volkert, Wilhelm: »Thomas von Bassus 1742–1815. Ein Graubündner Edelmann in Bayern«, in: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 101 (1961), S. 121–45&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Wagner, Hans: »Die Loge ‚Zur wahren Eintracht‘ 1781–1785. Das Ende der österreichischen Freimaurerei im 18. Jahrhundert«, in: Festschrift »Fünf Jahre Libertas«, Wien 1965, S. 24ff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Wangermann, Ernst: Von Joseph II. zu den Jakobinerprozessen, Wien 1966&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: Aufklärung und staatsbürgerliche Erziehung. Gottfried van Swieten als Reformator des österreichischen Unterrichtswesens 1781–1791, München 1978&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Weis, Eberhard: Montgelas, Bd. 1: Zwischen Revolution und Reform, 1759–1799, München 1971, 21988; darin: »Montgelas als Mitglied des Illuminatenordens, 1779–1786«, S. 33–47; »Die innere Distanzierung vom Illuminatentum seit 1786«, S. 66–81&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Der Illuminatenorden (1776–1786). Unter besonderer Berücksichtigung der Fragen seiner sozialen Zusammensetzung, seiner politischen Ziele und seiner Fortsetzung nach 1786«, in: Bayerische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte Heft 4 (1987); wieder in: H. Reinalter (Hg.): Aufklärung und Geheimgesellschaften. Zur politischen Funktion und Sozialstruktur der Freimaurerlogen im 18. Jahrhundert, München 1989, S. 87–108; wieder in: E. W. (Hg.): Deutschland und Frankreich um 1800. Aufklärung, Revolution, Reform, München 1990, S. 46–66; wieder in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [1997], S. 227–46&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Spielten die früheren Illuminaten eine entscheidende Rolle für die Klostersäkularisation in Bayern?«, in: W. D. Gruner u. M. Völkel (Hg.): Region – Territorium – Nationalstaat – Europa. Beiträge zu einer europäischen Geschichtslandschaft. Festschrift für Ludwig Hammermayer [...], Rostock 1998, S. 115–24&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Der Illuminatenorden in Bayern (1776–1785) und die Frage seiner Fortwirkung in der späteren Zeit«, in: W. Müller-Seidel/W. Riedel (Hg.): Die Weimarer Klassik und ihre Geheimbünde, Würzburg 2002, S. 91–106&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Weitensfelder, Hubert: Studium und Staat. Heinrich Graf Rottenhan und Johann Melchior von Birkenstock als Repräsentantender österreichischen Bildungspolitik um 1800, Wien 1996; darin: »Heinrich Franz Graf Rottenhan. Biographie«, S. 69–115 [*]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Werner, Claus: Die französische und deutsche Freimaurerei des 18. Jahrhunderts und ihr Verhältnis zur Aufklärung, Diss. Berlin 1966&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Le voyage de Bode à Paris en 1787 et le ‚complot maçonnique‘«, in: Annales de la Révolution française 55 (1983), S. 432–45&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Wilson, W. Daniel: »Shades of the illuminati conspiracy: Koselleck on enlightment and revolution , in: The enlightment and its legacy. Studies in German literature in honor of Helga Slessarev, Hg. S. Friedrichsmeyer, B. Becker-Cantarino, Bonn 1990, S. 15–25&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: Geheimräte gegen Geheimbünde. Ein unbekanntes Kapitel der klassisch-romantischen Geschichte Weimars, Stuttgart 1991, 391 S.&lt;br /&gt;&gt; Rez.: Manfred Agethen, in: Das 18. Jahrhundert 17 (1993), S. 215 f.; Ernst-Otto Fehn, in: Arbitrium 11 (1993), S. 193–95; Michael Holtermann, in: Zs. für deutsche Philologie 112 (1993), S. 293–301; Dirk Kemper, in: Aurora 53 (1993), S. 195–201; Jill Anne Kowalik, in: Lessing yearbook 25 (1993), S. 303–06; Hartmut Reinhardt, in: IASL 19 (1994), S. 176–80; Roman Dziergwa, in: Ars regia 3 (1994), S. 143–46&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– –––: »Zur Politik und Sozialstruktur des Illuminatenordens, anläßlich einer Neuerscheinung von Hermann Schüttler«, in: IASL 19 (1994), S. 141–75&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Fürstenbund oder Überwachung? Noch einmal zu Goethes Beitritt in den Illuminatenorden. Eine Replik [auf Dirk Kemper]«, in: Goethe-Jb. 113 (1996), S. 233–51&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: »Illuminatenideologie: Revolution, Anarchie oder aufgeklärter Absolutismus? Mit vorläufigen Ergebnissen aus der ‚Schwedenkiste‘«, in: Der Illuminaten-Orden (1776–1785/87). Ein politischer Geheimbund der Aufklärungszeit, Hg. H. Reinalter, Frankfurt a. M. [1997], S. 281–304&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––:  Unterirdische Gänge: Goethe, Freimaurerei und Politik, Göttingen 1999. 275 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: " ‘Philosophen- und Schriftstellerkabale’: The Conspiracy Theory of the French Revolution and the Origins of German Romanticism (Fichte, F. Schlegel, Novalis)." Euphorion 83 (1989): S. 131–59&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: "Internalizing the Counter-Revolution: Wieland and the Illuminati Scare." The Internalized Revolution: German Reactions to the French Revolution, 1789-1989. Ed. Ehrhard Bahr, Thomas Saine. New York 1992, S. 33–59&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: "Weimar Politics in the Age of the French Revolution: Goethe and the Spectre of Illuminati Conspiracy." Goethe Yearbook 5 (1990), S. 163–86&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: "Vom internalisierten ‘Despotismus’ zur Mündigkeit: Knigge und die Selbstorganisation der aufgeklärten Intelligenz". Adolph Freiherr von Knigge. Text + Kritik. Hg. Heinz Ludwig Arnold. 1996, S. 36–47. Reprint in: Zwischen Weltklugheit und Moral: Der Aufklärer Adolph Freiherr Knigge. Hg. Martin Rector. Göttingen 1999, S. 133–45&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: "Replik" [auf Michael Holtermann], in: Zeitschrift für deutsche Philologie 113 (1994), S. 293–95&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: "Illuminaten", in: Lexikon der Aufklärung. Ed. Werner Schneiders. München 1995, S. 184–86&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— –––: "Illuminati", in: "Encyclopedia of the Enlightenment. Ed. Alan Charles Kors et al. New York 2003&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Wimmer, Silvia: Die bayerisch-patriotischen Geschichtsdramen. Ein Beitrag zur Geschichte der Literatur, der Zensur und des politischen Bewußtseins unter Kurfürst Karl Theodor, München 1999&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Wittmann, Reinhard: »Eine bayerische Inquisitionsgeschichte. Die Fehde zweier Münchner Aufklärungsverleger«, in: F. Barbier [u. a.] (Hg.): Le livre et l’historien. Études offertes en l’honneur du Professeur Henri-Jean Martin, Genf 1997, S. 381–99&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— [Wolf, Peter Philipp:] »Entstehung des Illuminatenordens in Baiern. Verfolgung dieses Ordens. Schicksal einiger seiner Mitglieder. Einfluß der Jesuiten in die Schritte der Regierung. Vergleichung des Illuminatismus mit dem Jansenismus«, in: ders.: Allgemeine Geschichte der Jesuiten, 1803, S. 163–95&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Wolfram, Ludwig: Die Illuminaten in Bayern und ihre Verfolgung. Auf Grund aktenmässigen Befundes dargestellt, Progr. Erlangen 1899/90, 44 u. 78 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Zaccone, Pierre: »Les illuminés«, in: ders.: Histoire des sociétés secrètes, 3, 1848, S. 231–53&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Zande, Johan van der: Bürger und Beamter. Johann Georg Schlosser, 1739–1799, Stuttgart 1986; darin: »Exkurs I. Schlosser – Freimaurer und Illuminat«, 195 f.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;— Zeller, Heinrich: »Freising in der Illuminaten-Literatur«, in: Sammelblatt des Historischen Vereins Freising 8 (1910), S. 15–26&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Zellweker, Eduard: Ignaz von Born. Das Urbild des Sarastro, Bad Kissingen 1956&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– »Zur Geschichte der Illuminaten«, in: Denkwürdigkeiten aus den letzten Decennium des 18. Jahrhunderts, 1840, S. 199–239&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Romane&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Ring, Max: Rosenkreuzer und Illuminaten. Historischer Roman aus dem 18. Jahrhundert, Berlin 1861&lt;br /&gt;&gt; Rez.: Latomia 20 (1861), S. 252–54&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– Schulze-Berghof, Paul: Spartakus, der Illuminatengeneral. Roman, Berlin u. Leipzig 1934, 483 S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;–––&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abkürzungen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eudämonia Eudämonia, oder deutsches Volksglück&lt;br /&gt;FZ  Freimaurerzeitschrift&lt;br /&gt;HJb  Historisches Jahrbuch&lt;br /&gt;IASL  Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur&lt;br /&gt;IF  Zeitschrift für internationale Freimaurerforschung&lt;br /&gt;Jb.  Jahrbuch&lt;br /&gt;JvufD  Journal von und für Deutschland&lt;br /&gt;QCB  Quatuor-Coronati-Berichte (Wien)&lt;br /&gt;QCH  Quatuor Coronati Hefte&lt;br /&gt;QCJb  Quatuor Coronati Jahrbuch&lt;br /&gt;Rez.  Rezension&lt;br /&gt;ZBLG  Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte&lt;br /&gt;Zs.  Zeitschrift&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-115102609326087702?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/115102609326087702/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=115102609326087702' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/115102609326087702'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/115102609326087702'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/06/bibliographie-zum-illuminatenorden.html' title='Bibliographie zum Illuminatenorden'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113982209784512508</id><published>2006-02-13T10:06:00.002+01:00</published><updated>2011-01-15T17:15:59.050+01:00</updated><title type='text'>Aufklärung oder Propaganda?</title><content type='html'>Die Verwissenschaftlichung der NS-Freimaurerforschung und ihre Grenzen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erschienen in: Quatuor-Coronati-Jahrbuch 40 (2003), S. 75–84 (Anmerkungen siehe dort)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß Adolf Roßbergs Buch &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Freimaurerei und Politik im Zeitalter der Französischen Revolution&lt;/span&gt; im Sommer 1942 zur 150. Wiederkehr der Ausrufung der République Française erschien, war vom Verfasser nicht intendiert. Die Drucklegung hatte sich, wie er im Vorwort erläuterte, „durch den Ausbruch des Krieges verzögert“. Sie habe aber in der Zwischenzeit, wie er glaubte, dadurch „ihren besonderen Sinn“ erhalten, daß im Juni 1940 abermals deutsche Soldaten, unter ihnen Roßberg, „über das Schlachtfeld von Valmy“ gezogen waren.  Bei der vom Berliner Nordland-Verlag als Band 2 der Reihe „Quellen und Darstellungen zur Freimaurerfrage“ gedruckten Untersuchung handelte es sich um eine Jenaer Habilitationsschrift. Ihr 1904 in Münchhof bei Ostrau geborener Autor war 1933 an der Universität Leipzig mit einer Arbeit über &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Sachsens Kampf ums Reichsvikariat&lt;/span&gt; promoviert worden. Zuvor hatte er ein Studium der Volkswirtschaft und Geschichte, Geographie und Germanistik in Greifswald, Tübingen, Heidelberg und Leipzig mit dem Staatsexamen abgeschlossen, um dann als Lehrer in Leipzig tätig zu sein. Roßberg fiel 1943 und erhielt einen Nachruf in der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Historischen Zeitschrift.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Arbeit hatte ein etwas besseres Schicksal. Da sie zum Teil auf Quellen beruhte, die nach Kriegsende jahrzehntelang verschüttet waren (insbesondere der Gothaer „Schwedenkiste“ mit dem Nachlaß Johann Joachim Christoph Bodes), wurde sie von nachfolgenden Forschern weiterhin herangezogen; bisweilen erstaunlich unbedenklich. So rügte Reinhart Koselleck zwar in einer Anmerkung zu seiner 1959 im Druck erschienenen Dissertation &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Kritik und Krise,&lt;/span&gt; daß Roßberg dazu neige, „Hoffnungen für Pläne, Pläne für vollendete Planungen und diese schließlich für geschehene Wirklichkeit zu nehmen“. Zugleich aber erkühnte er sich, die im Auftrag der SS entstandene Arbeit ausgerechnet dafür zu loben, daß in ihr die „politische Fragestellung [. . .] den Quellen adäquater behandelt“ sei als in René Le Forestiers unvergleichlich sorgfältigerer Studie &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Les Illuminés de Bavière et la franc-maçonnerie allemande&lt;/span&gt; von 1914.  Kosellecks Nonchalance erklärt sich wohl daher, daß seine Arbeit unter der Ägide des „offenkundigen und unerträglichen Nazis“ Johannes Kühn entstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn also der amerikanische Germanist W. Daniel Wilson noch 1990 „Schatten der Illuminatenverschwörung“ auf die wissenschaftliche Erforschung der Freimaurerei des ausgehenden 18. Jahrhunderts fallen sah, so hatte daran das Nachleben von Roßbergs tendenziöser Untersuchung (die überdies in den 70er Jahren von einem rechtsradikalen Kleinverlag nachgedruckt wurde) seinen Anteil. Folgenlos blieb hingegen ein anderer, thematisch auffallend nahestehender Beitrag, der zur gleichen Zeit erschienen war und unzweifelhaft ein größeres Publikum erreichte: Karl Funks Aufsatz „Französische Revolution und Freimaurerei in Deutschland“, der im August 1942 ein Themenheft „Judentum und Freimaurerei“ der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nationalsozialistischen Monatshefte&lt;/span&gt; eröffnete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Helmut Neuberger muß während der Recherchen zu seiner Untersuchung &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Freimaurerei und Nationalsozialismus&lt;/span&gt; Ende der siebziger Jahre ein unvollständiges Exemplar der von Alfred Rosenberg herausgegebenen Monatshefte durchgesehen haben. Ihm zufolge waren dort überhaupt nur zwei Beiträge zum Thema Freimaurerei erschienen, beide „aus der Feder eines nicht näher identifizierbaren Karl Funk“. Dieser habe die von ihm aufgeworfenen Fragen „in einer leidenschaftslosen und rationalen Weise“ behandelt, die „keine Assoziationen zu völkischen Propagandapraktiken“ aufkommen lasse und insofern den im Nordland-Verlag erschienenen Ergebnissen der SS-Freimaurerforschung vergleichbar sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neubergers Darstellung ist in mehrerer Hinsicht korrekturbedürftig (was leider in der Neuausgabe seiner verdienstvollen Studie unterblieben ist). Erstens schrieb Funk weitere Texte für die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;NS-Monatshefte.&lt;/span&gt; So übernahm er es, Roßbergs Buch recht kritisch zu rezensieren (und bediente so ein weiteres Mal das Klischee vom Neben- und Gegeneinander von SD und Amt Rosenberg).  Zweitens ist es wohl kaum „leidenschaftslos“ zu nennen, wenn Funk (um nur ein Beispiel zu nennen) in einem Dokument von 1838 den „ganze[n] Rattenkönig freimaurerisch-geheimbündlerischer Verfilzung klargelegt“ wähnte. Drittens lassen sich durchaus einige Informationen zusammentragen, die das Wirken Funks als Freimaurerforscher (wenn auch sparsam) beleuchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen ersten Anhaltspunkt bieten die Benutzerakten des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz. Im August 1934, am „25. Ernting“, stellte die Deutsche Wehrschaft von Gelsenkirchen aus für ihren Freimaurerei-Referenten, Hauptmann a. D. Funk, einen Antrag auf Einsicht in die thematisch einschlägigen Akten. Der am 7. Dezember 1919 gegründete Verband farbentragender und schlagender Verbindungen stand später in einem „Kameradschaftsverhältnis“ zum Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund, in dem er schließlich am 12. September 1935 aufging. Wie sich herausstellt, war Funk Alter Herr der Erlanger Franco-Bavaria und publizierte seit 1931 Beiträge über bzw. gegen die Freimaurerei im Verbandsorgan &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der Wehrschafter.&lt;/span&gt; 1933 brachte er erstmals einen längeren Aufsatz über „Friedrich des Großen Aufnahme in die Freimaurerei und seine Logenarbeit“ in den &lt;span style="font-style:italic;"&gt;NS-Monatsheften&lt;/span&gt; unter. 1936 folgte ein auf Dahlemer Archivstudien beruhender Beitrag „Zum preußischen Edikt über geheime Verbindungen vom 20. Oktober 1798“ in der Münchner Zeitschrift &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Deutschlands Erneuerung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu dieser Zeit war Funk durch das Amt Rosenberg als „Vortragsredner über Freimaurerfragen“ zugelassen worden. Bis zum August 1937 beschäftigte ihn der SD als wissenschaftlichen Mitarbeiter. Nachdem Funk dort aus nicht näher bekannten „finanziellen und organisatorischen Rücksichten“ ausgeschieden war, bemühte sich August Schirmer im September 1938 um seine Übernahme als „hauptamtlicher Mitarbeiter“ des in das Rosenberg-Imperium eingegliederten Erfurter Archivs der Zeitschrift &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Welt-Dienst.&lt;/span&gt; Zu einer Festanstellung scheint es nicht gekommen zu sein – Funk blieb wohnhaft in Berlin –, wohl aber zu einer geregelten Zusammenarbeit. Jedenfalls bezeichnete Schirmer Funk in einem Schreiben an Rosenberg vom 9. März 1940 als seinen „Mitarbeiter“. Schirmer (1905–48), Mitglied des gleichgeschalteten Reichstags und inzwischen Leiter der Frankfurter „Hauptstelle Juden und Freimaurerfrage“ des „Amtes für Sonderaufgaben“ des „Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP“, war von Funk auf einen in der Prager Tageszeitung &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der Neue Tag&lt;/span&gt; erschienenen Artikel gestoßen worden, in welchem der SS-Professor Franz Alfred Six „die Gefährlichkeit der Freimaurerei [. . .] in erster Linie darin“ ausgemacht hatte, daß die Freimaurerei „die Rolle einer Schrittmacherin der Judenemanzipation“ übernommen habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der kleine Artikel trug zwar die Überschrift „Neue Wege der Freimaurerforschung“, bot aber nichts Neues gegenüber dem von Six zwei Jahre zuvor gehaltenen und dann auch zum Druck beförderten Vortrag &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Freimaurerei und Judenemanzipation.&lt;/span&gt; Gleichwohl war es Schirmers Auffassung, Six habe sich „die seit vielen Jahren von Hauptmann a. D. Funk vertretenen Anschauungen zu eigen [ge]macht, ohne ein Wort über die Arbeiten Funks, die Six ebenfalls seit Jahren kennt, zu verlieren“. Schirmer sah eine doppelte Gefahr darin, daß der „seit Jahren für eine ernsthafte, in [Rosenbergs] Sinne liegende Erforschung der Freimaurerfrage“ eintretende Funk „um die Anerkennung seiner Verdienste und vielleicht um die Früchte seiner Arbeit“ gebracht und in der Folge seiner Dienststelle „das Primat [der] Erforschung der Freimaurerfrage aus der Hand genommen“ werden könne. Daher bat er dringend um das offenbar seit geraumer Zeit ausstehende Imprimatur der bei Rosenberg liegenden Arbeiten Funks, denen „ein persönliches Vorwort“ des NSDAP-Reichsleiters „den Rang in der Forschung“ würde eintragen können, der ihnen „zweifellos“ zukomme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um welche ungedruckten Arbeiten Funks es sich handelte, wird wohl nicht mehr restlos aufzuklären sein. Einen durchaus kryptischen Hinweis gibt der Aufsatz vom August 1942. Hier behauptete Funk von dem preußischen Diplomaten Wilhelm Dorow, dieser „Freimaurer und [. . .] Günstling Hardenbergs“ sei „bekannt als Fälscher der sogenannten Haugwitz’schen Denkschrift für den Kongreß zu Verona 1822“.  Knapp zwei Jahre darauf, im letzten überhaupt ausgelieferten Heft der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;NS-Monatshefte,&lt;/span&gt; wurde Funk deutlicher. In einer Fußnote zu seinem Beitrag „Die Gedanken Mirabeaus über die Freimaurerei“ verwies er darauf, in einem unveröffentlichten Text den Beweis geführt zu haben, daß jenes von Dorow herausgegebene Dokument als Fälschung anzusehen sei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch einen glücklichen Umstand hat sich ein Exemplar des hektographierten Typoskripts mit dem Titel „Verona. Die dem Kongreß zu Verona 1822 eingereichte Denkschrift des Grafen Curt v. Haugwitz eine Legende“ in der Herzog-August-Bibliothek zu Wolfenbüttel erhalten. Es ist auf den September 1941 datiert und beginnt, nach einigen wenigen einleitenden Bemerkungen, mit der vollständigen Wiedergabe des hundert Jahre zuvor erstmals abgedruckten Dokuments mitsamt der Vorrede. In ihr war den Lesern anheimgestellt worden, Haugwitzens merkwürdigen Text „als eine Verirrung des Greises“ zu werten, „der in seinem Alter, aus seiner gänzlichen Zurückgezogenheit gern noch etwas Außerordentliches leisten, Aufsehen machen wollte“. Dorow hatte aber auch als bedeutungsvoll hervorgehoben, „daß der Graf sein ganzes Leben lang in den Mysterien der Maurerei und anderer geheimen Verbindungen befangen und verwickelt war“ (D 211).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich war der 1752 geborene Freiherr Heinrich Christian Curt von Haugwitz im April 1774 von der Leipziger Loge „Minerva zu den drei Palmen“ aufgenommen worden, wozu ihm eine Empfehlung des Göttinger Dichters Heinrich Christian Boie behilflich war. Im Mai 1775 wurde er auf Vorschlag des Provinzialgroßmeisters Gogel von der Frankfurter Loge „Zur Einigkeit“ an einem einzigen Abend zum Gesellen und zum Meister befördert. Auch in den Inneren Orden der Strikten Observanz erlangte Haugwitz Einlaß unter dem Namen „Eques a Monte sancto“. Eine Zeitlang gehörte er den Zinnendorfern zu, stand aber auch in Fühlung mit schlesischen Gold- und Rosenkreuzerkreisen. Dann trat er 1779 als Propagandist eines eigenen mystisch-theosophischen Systems auf. Von den sogenannten „Kreuzfrommen“ war allerdings nicht mehr viel zu hören, nachdem die Versuche, im Vorfeld des Wilhelmsbader Konvents auf die desorientierte mitteleuropäische Hochgradfreimaurerei Einfluß zu gewinnen, zu keinem greifbaren Ergebnis gekommen waren. Später entsagte Haugwitz, der 1786 zum Grafen erhoben wurde, allen Logensystemen und widmete sich allein seiner politischen Karriere. In den napoleonischen Kriegs- und Krisenjahren avancierte er zeitweilig zum bestimmenden Außenpolitiker Preußens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mit Gegenständen der Politik, die ihrer Natur nach ein undurchdringliches Geheimniß sein sollen und sein müssen, sich zu beschäftigen, ist für jeden, den sein Beruf nicht dazu auffordert, eine Thorheit, es ist ein Frevel. Anders aber möchte es mit einem der Gegenstände sein, der ohne Zweifel die Aufmerksamkeit der gegenwärtigen Versammlung in Anspruch nehmen mag.“ (D 212) Die Gewißheit, die Haugwitz in den ersten Worten seiner Denkschrift zur Schau stellte, war nicht unbegründet. „Die geheimen Umtriebe“, von denen er handelte, waren nicht nur politisches Tagesgespräch. Das Thema hatte auch schon auf der Agenda der in Wien abgehaltenen Vorberatungen gestanden. So war der preußische Gesandte Christian Günther Graf von Bernstorff in Gesprächen mit Metternich zu dem Schluß gekommen, es könnte nützlich sein, „alle über die Verkettungen revolutionairen Bewegungen und Anschläge bisher gewonnene oder fernerhin zu erlangende Aufschlüsse in einen Mittelpunkt zu sammeln und dadurch eine möglichst vollständige Uebersicht der Natur, des Umfanges und der Zwecke der geheimen politischen Verbindungen zu erzielen“. Solche Aufschlüsse versprach Haugwitz. Was er mitzuteilen hatte, betraf allerdings längst Vergangenes, nicht die zeitgenössischen Aktivitäten etwa der neapolitanischen Carbonari. Haugwitz blickte zunächst mit ostentativer Beschämung auf die eigene Logenkarriere vor 1782 zurück. Er beschränkte sich aber nicht damit, Bemerkungen zur Geschichte der deutschen Freimaurerei im ausgehenden 18. Jahrhundert zu machen. Vielmehr ging es um weitaus größere historische Zusammenhänge. Haugwitz zeigte sich überzeugt von der Existenz eines jahrhundertealten „geheime[n] Gewebes“, das „kein Hirngespinst“ sei, obwohl seine Entstehung so weit zurückliege, daß sie eingestandenermaßen „ins Fabelhafte“ falle (D 218).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Eingeweihter in die Hochgradsysteme der prärevolutionären Zeit meinte Haugwitz erkannt zu haben, daß die Ambitionen aller Observanzen nie bloß alchimistischer oder thaumaturgischer Erkenntnis, sondern letzten Endes immer der Weltherrschaft gegolten hätten: „Die Throne in ihrem Besitz und die Monarchen ihre Sachwalter, das war ihr Ziel.“ (D 214) Einschneidend war das Erlebnis der Lektüre von Saint-Martins Schrift &lt;i&gt;Des erreurs et de la vérité,&lt;/i&gt; die Haugwitz von seinem Freund Claudius übersetzen ließ: „Ich glaubte anfänglich in ihr zu finden, was nach meiner Meinung in den Emblemen des Ordens lag. Je tiefer ich indeß in den Sinn dieses sonderbar geheimnißvollen Gewebes drang, je mehr überzeugte ich mich, daß irgend ein gewisses Etwas und von ganz anderer Natur im Hintergrunde läge. [. . .] Ich habe zu dieser Zeit die feste Ueberzeugung gewonnen, daß [. . .] die französische Revolution, der Königsmord [. . .] nicht allein damals schon beschlossen, sondern früher durch Verbindungen, Schwüre u. s. w. eingeleitet war [. . .]“ (D 216) Haugwitz scheute sich nicht, das „Umwälzungssystem“ über Bonaparte und Cromwell bis auf Molay zurückzuverfolgen: „Der Tempelorden war im Besitz des Geheimnisses. Molay wurde gerichtet, und eine traurige Erfahrung hat uns belehrt, daß es nicht ein Zufall war, der Ludwig den Sechszehnten in den Temple führte. Von dort aus sollte er den Manen des Meisters geopfert werden.“ (D 218) Seine schauerliche Geschichtsdeutung ließ Haugwitz in einen Appell an die Herrscher der Heiligen Allianz einmünden, die berufen seien, im „Glauben und Vertrauen zum Einzigen, Alleinigen Retter“ (D 219) einig zusammenzustehen und der verborgenen Gefahren zu wehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu dem Schluß, bei diesem kurzen Abriß einer sehr umfassenden Verschwörungstheorie handele es sich um eine „Legende“, genauer gesagt eine bewußte Fälschung seines Herausgebers, kam Karl Funk aufgrund einer Reihe von Beobachtungen, die sowohl den Text selbst als auch die Umstände seiner Überlieferung betrafen. Seine Argumentation muß an dieser Stelle nicht im einzelnen rekapituliert werden. Letztlich entscheidend war der Umstand, daß es Funk trotz intensiven Bemühungen nicht gelungen war, das Originalmémoire in den staatlichen Archiven von Berlin und Wien aufzufinden. Auch entdeckte er keine Indizien dafür, daß der Aufruf des maurerischen Renegaten die Verhandlungen des Kongresses in irgendeiner Form beeinflußt hätte. Angesichts dieser Umstände versuchte Funk es plausibel zu machen, daß Wilhelm Dorow als charakterlich ebenso wie politisch zweifelhafte Existenz als Urheber der Fälschung in Frage komme. Ein derart „minderwertiges Machwerk“, so forderte er abschließend, müsse aus dem „Repertoire des Kampfmaterials gegen die Freimaurerei“ gestrichen werden (F 42).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Forderung, quellenkritische Forschung an die Stelle mangelhaft fundierter Propaganda zu setzen, war in antimasonischen Kreisen nicht neu. Er kam auch nicht erst nach Erbeutung der freimaurerischen Archive auf. Schon der Titel von Rosenbergs Buch &lt;i&gt;Freimaurerische Weltpolitik im Lichte der kritischen Forschung&lt;/i&gt; war überaus sprechend. Der mit ihm erhobene Anspruch mußte natürlich uneingelöst bleiben. Daß er nicht zuletzt die eigene Unsicherheit kaschieren sollte, ließ Rosenberg erkennen, indem er daran erinnerte, wie der „einst scharfe Kampf der katholischen Kirche gegen die freimaurerische ,Gegenkirche‘ durch Gebrauch gefälschter bzw. anrüchiger Unterlagen diskreditiert worden“ war.  Die Dissoziierung der NS-Freimaurerforschung von ihren Ursprüngen in der Publizistik völkischer Eiferer schritt jedoch auch nach 1933 nur langsam voran. Dubiose Gestalten wie Friedrich Hasselbacher und Gregor Schwartz-Bostunitsch bestimmten zunächst noch das Geschehen und wurden nur allmählich an den Rand gedrängt. Als die von der SS geförderten Doktoranden und Habilitanden schließlich ins Zentrum vorrückten, machte es das Kriegsgeschehen unmöglich, die historische Auswertung der in Berlin zusammengezogenen und dann nach Niederschlesien verlagerten maurerischen Archivalien und Bibliotheksbestände im beabsichtigten Umfang fortzuführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hauptmann Funk zählte nicht zum wissenschaftlichen Nachwuchs; er war ein Dilettant aus völkischen Kreisen. Nach Auskunft Schirmers hatte er zu den engsten Mitarbeitern Ludwig Müller von Hausens gehört. In dessen Zeitschrift &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Auf Vorposten&lt;/span&gt; war die Haugwitz-Denkschrift 1917 vollständig abgedruckt worden. Auch Funks oberster Dienstherr Rosenberg selbst, wie Müller von Hausen eifriger Propagandist der bekanntermaßen gefälschten &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Protokolle der Weisen von Zion,&lt;/span&gt; hatte sie in seinem Buch &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die Spur des Juden im Wandel der Zeiten&lt;/span&gt; von 1920, das noch 1937 unverändert wiederaufgelegt wurde, auszugsweise zitiert. Um so kühner war Funks Unterfangen, ein derart zentrales, durch wiederholten Gebrauch geheiligtes Beweisstück des Antimasonismus wie das Haugwitz-Memorandum als unecht erweisen zu wollen. Der Vergleich mit seinem Kollegen und Konkurrenten Roßberg ist instruktiv: Dieser erlaubte sich lediglich die matte Bemerkung, daß die Denkschrift „kritisch zu bewerten“ sei, „weil sie Haugwitz als Greis fast 35 Jahre später niederschrieb“. Insofern markiert Funks Typoskript einen Höhepunkt der Verwissenschaftlichungsbestrebungen der NS-Freimaurerforscher und ihrer Auftraggeber. Es zeigt aber zugleich auch deren Grenzen auf. Zum einen natürlich dadurch, daß es ungedruckt blieb: möglicherweise deshalb, weil Funks These als zu brisant eingeschätzt wurde. Zum anderen aber dadurch, daß das Ergebnis seiner Ermittlungen, Mutmaßungen und Schlußfolgerungen widerlegt werden kann. Die Denkschrift des Grafen Haugwitz war keine Fälschung. Dies zu belegen erfordert einen längeren Exkurs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweifellos befindet sich der gesuchte Text nicht dort, wo man ihn am ehesten vermuten müßte, nämlich in der Dahlemer Außenamtsakte mit dem Titel „Pièces accessoires, esquisses etc. etc. présentées au Congrès de Verone, 1822“. Dieses Faszikel wurde im März 1935 von Funk eingesehen; bemerkenswerterweiser im Oktober 1938 auch von Roßberg. Auch auf anderen Benutzerbögen findet sich Funks Namenszug, so in den Unterlagen des Zivilkabinetts zur Freimaurerei von 1822 bis 1835, die er sich im November 1934 und erneut im Dezember 1938 vorlegen ließ. So erfolglos Funks Suche auch war, oberflächlich kann man sie nicht nennen. Allerdings reiste Funk nicht nach Leningrad, um die dortigen Bestände zu überprüfen, nachdem er in Wien Kopien von an den Zaren gerichteten Eingaben ohne Ergebnis durchgesehen hatte. Dennoch ist es nicht auszuschließen, daß Alexander das Original der Denkschrift nach Rußland mitnahm. Das würde zu einer Stelle aus dem Vorwort zu einem 1837 anonym veröffentlichten Fragment des mémoires inédits du comte de Haugwitz passen, an der betont wurde, daß der Zar Haugwitz zeitlebens große Wertschätzung entgegenbrachte: «Haugwitz parvint à s’assurer de l’estime d’Alexandre, qui s’est plû à lui conserver sa confiance jusqu’au dernier moment de sa vie. N’avons pas vu à Varsovie et dernièrement encore à Verone, lui en donner les marques les plus flatteuses?»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob Haugwitz tatsächlich in Verona mit dem Zaren gesprochen hat, der erst unmittelbar zuvor in senem Reich die Freimaurerei unterdrückt hatte, ist nicht leicht zu verifizieren. Funk versichert glaubwürdig, er habe viele „Äusserungen und Berichte“ (F 9) über den Kongreß gelesen und keine Hinweise auf den Grafen gefunden. Vielleicht zählen darunter Gentzens Tagebücher, die von zahllosen Begegnungen im Verlauf des Kongresses zeugen, nicht aber von einem erneuten Zusammentreffen mit Haugwitz, den Gentz seit spätestens 1806 kannte, oder von der Lektüre seiner Denkschrift. Auch Chateaubriands Bericht &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Congrès de Verone&lt;/span&gt; von 1838 müßte Funk gesehen haben. Darin ist von Haugwitz so wenig die Rede wie von manchen anderen Teilnehmern, weil der Verfasser sich auf die eigentlichen politischen Verhandlungen konzentriert und seine Leser im übrigen auf nach seinem Ableben zu publizierenden Lebenserinnerungen verweist. Diese sind jedoch nie erschienen. Dem separat veröffentlichten Bericht über die Tage von Verona läßt sich lediglich entnehmen, daß die von den spanischen Problemen beherrschte Debatte der Kongreßteilnehmer nicht zuletzt die Sorge über das dortige Geheimbundwesen zum Hintergrund hatte. Das Treiben der sich „Communeros“ nennenden spanischen Carbonari reizte Chateaubriand zu einem historischen Vergleich: «La révolution espagnole comptait un élément de plus que la révolution française: la dernière avait les clubs, la première des clubs et des sociétés secrètes, c’est-à-dire le pouvoir législatif et le pouvoir exécutif du mal.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht zur Verfügung standen Funk die Diarien eines anderen berühmten Kongreßteilnehmers, nämlich Hardenbergs. Anhand ihrer seit kurzem vorliegenden Edition läßt sich nun immerhin bestätigen, daß Haugwitz tatsächlich zu Gast in Verona war. Sogar beim voraufgegangenen Kongreß von Troppau war er bereits zugegen gewesen. Am 27. Oktober 1820 notierte Hardenberg: „Graf Haugwitz bey mir, welcher nach Italien geht. Seine Gesundheit ist nicht die beste.“ Hardenberg konnte nicht ahnen, daß ihn sein Besucher um zehn Jahre überleben sollte. Schon vier Monate später, am 23. Februar 1821, trafen die beiden einander in Venedig wieder: „Der Graf Haugwitz aß heute mit uns. Abends giengen wir zu ihm und mit ihm zu Fuß nach dem Marcus Platz und in ein paar Caffée Häuser. Il boit et est presque dans un État d’Yvresse – parle à tort et à travers.“ Daß der mittlerweile in einer Villa bei Este lebende Haugwitz einen wenig günstigen Eindruck hinterließ, hinderte die preußische Delegation nicht daran, ihn im Verlaufe des Kongresses von Verona an drei Abenden, dem 1., 3. und 4. November 1822, zum Diner zu empfangen. Es kann folglich kein Zweifel daran bestehen, daß der alte Diplomat Gelegenheit genug hatte, seine Denkschrift den Adressaten zu übergeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur zwei Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung durch Dorow ging der maurerische Sammler und Historiker Georg Kloß in seinen Annalen der Loge zur Einigkeit flüchtig auf die schnelle Beförderung ein, die Haugwitz in Frankfurt erfuhr. Bei dieser Gelegenheit erwähnte Kloß auch das Mémoire, in welchem das einstige Mitglied der traditionsreichen Loge „auf die Aufhebung der Maurerey antrug“. Es ist möglich, daß sich Dorows Druckvorlage, die deutsche Fassung der Denkschrift, zu diesem Zeitpunkt bereits in seinem Besitz befand. Jedenfalls liegt sie als Teil der Kloßschen Sammlung unter der Signatur VIII A 16 wohlverwahrt in den Schränken des &lt;a href="http://www.vrijmetselarij.nl/GL/CMC/cmc_n.html"&gt;Cultureel Maçonniek Centrum „Prins Frederik“&lt;/a&gt; im Haag. Es ist nicht ohne Ironie, daß zu der Zeit, da Hauptmann Funk die Ergebnisse seiner jahrelangen Recherchen zu Papier brachte, Kräfte des „Einsatzstabes Reichsleiter Rosenberg“ unter der Oberaufsicht Schirmers  die berühmte Sammlung der „Klossiana“ bereits beschlagnahmt und nach Deutschland verschleppt hatten, darunter das vermeintlich unauffindbare Manuskript.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Weg, den das Schriftstück genommen haben muß, läßt sich mit einiger Sicherheit rekonstruieren. Ein Titelblatt trägt in der unverkennbaren Hand des preußischen Diplomaten und Autographensammlers Karl August Varnhagen von Ense folgenden Vermerk: „Von [Haugwitz] dem Kongresse von Verona eingereicht, in französischer Sprache; dann von ihm selbst in’s Deutsche übersetzt. Seine eigne Handschrift.“ In einer merkwürdig redundanten Notiz hat Georg Kloß in der linken oberen Ecke des gleichen Blattes diese Angabe nochmals bekräftigt: „Die Ueberschrift dieses Actenstücks auf dem Titel, geschrieben von der Hand von Varnhagen von Ense bezeugt, daß es Original ist.“ Aus Varnhagens Sammlung veröffentlichte seine Nichte Ludmilla Assing 1867 einen Haugwitz-Brief von 1792 und eine ihn betreffende Anekdote aus dem Jahre 1848.  Ein halbes Jahrhundert verging, bis auch Briefe des Prinzen Carl von Hessen an Haugwitz gleicher Provenienz auszugsweise ediert wurden. An den heute in Krakau vorfindlichen Originalen läßt sich ablesen, daß sie Varnhagen unmittelbar von dem ihm persönlich bekannten Haugwitz übermacht wurden. Wilhelm Dorow wiederum stand seit 1833 mit Varnhagen in Verbindung. Sie fühlten sich zweifellos nicht nur durch ihre politischen Anschauungen, sondern auch durch die gemeinsame Leidenschaft des Autographensammelns verbunden. Das Haugwitz-Manuskript dürfte also Teil eines Tauschhandels gewesen sein, wie er seit jeher unter Sammlern üblich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Unterschied zu Varnhagens Bibliothek, die als geschlossener Bestand an die Königliche Bibliothek zu Berlin überging, blieb Dorows Autographenkollektion nicht als Ganzes erhalten. Sie wurde im Januar und September 1847 zur Versteigerung aufgerufen und in alle Winde zerstreut. So gelangten zum Beispiel die beiden Briefe Kants ins Britische Museum und in die Stadtbibliothek Königsberg. Da in den Katalogen des Frankfurter Auktionshauses das Haugwitz-Manuskript nicht aufgeführt ist, wird es wohl schon zuvor, vielleicht noch zu Dorows Lebzeiten, den Weg in die Kloßsche Sammlung gefunden haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bliebe zu klären, ob das Mémoire tatsächlich den Herrschern der Heiligen Allianz übergeben wurde, und welche Folgen dies hatte. Auf Preußen bezogen, sind die Indizien spärlich. Auch die Dahlemer Freimaurerakten geben wenig her. Erst in einer Eingabe der Provinzialloge von Mecklenburg an die Große Landesloge vom 24. September 1823 (!) findet sich die Besorgnis artikuliert, daß „die beunruhigsten Gerüchte über diejenigen Maasregeln“ in Umlauf seien, „welche die auf dem Congresse zu Verona versammelten, Monarchen gegen alle geheime Ge[sell]sch[af]ten und namentlich gegen die Fr. My. beabsichtigen sollten“. Man sehe (vermutlich in der Presse) „häufig die Namen Fr. M. und Insurgent zusammengestellt“. Ein Zeuge „der tiefen Bestürzung und Furcht die sich bei den ersten beunruhigenden Nachrichten über die Vorgänge in Verona bei den Berliner Brüdern verrieth“, gab 1850 die abwiegelnde Reaktion von König Friedrich Wilhelm III. wie folgt wieder: „,Melden Sie Ihren Brüdern‘ sprach er in Verona zu seinem Leibarzt Wiebel, einem Mitgliede der Gr. Landes-Loge von Deutschland  – ,daß ich hier des Freimaurer-Ordens und seiner Erhaltung in Preußen wegen einen schweren Stand gehabt, daß ich aber das Vertrauen welches ich einmal den Brüdern geschenkt ich Ihnen nicht ohne triftigere Gründe als ich sie hier vernommen wieder entziehen werde; daß der Freimaurer-Orden auch fernerhin auf meinen Schutz rechnen kann so lange er sich innerhalb seiner selbstgesteckten Gränzen hält [. . .]‘“.  Ob sich diese Zusicherungen in einem zeitgenössischen Dokument niedergeschlagen haben, muß vorerst offen bleiben. Fest steht nur, daß es nicht zu einer Verschärfung der im Edikt von 1798 festgeschriebenen staatlichen Aufsicht über das Logenwesen in Preußen kam. Die Berliner Großlogen übersandten einmal jährlich die aktualisierten Mitgliederlisten und feierten auch weiterhin dankbar den Geburtstag und die Thronjubiläen des Monarchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Friedrich Wilhelm III., so scheint es, hatte die einzig vernünftige Haltung gegenüber Haugwitz eingenommen und seine Anschuldigungen, so er sie denn unmittelbar (und nicht indirekt über Aussagen Metternichs oder anderer Freimaurergegner) wahrnahm, als unglaubwürdig zurückgewiesen. Funks Kommentar, sosehr er auch auf die Frage zugespitzt war, ob es sich bei der Denkschrift um eine Fälschung handele oder nicht, ging durchaus auch auf die phantastischen Übertreibungen ein, mit denen der greise Diplomat seine Warnung vor den Geheimgesellschaften ausgemalt hatte. So wies er die von Haugwitz angespielte, von vielen anderen Verschwörungstheoretikern immer wieder variierte Darstellung zurück, wonach „die französische Revolution mit ihren Folgen [. . .] in freimaurerischen Konventen beschlossen“ worden sei (F 32). Bekanntlich hatte Wilhelm Mensing von seiten des SD die Aufgabe übertragen bekommen, diese Legende zu überprüfen, und hielt sich nach dem Krieg viel darauf zugute, mit seiner dürftigen Dissertation über den Wilhelmsbader Konvent zu ihrer Falsifizierung beigetragen zu haben.  Durch die vorgegebene Aufgabenverteilung erklärt sich auch, daß Adolf Roßberg ausdrücklich davon absah, das Geschehen auf den maurerischen Konventen im Rahmen seiner Untersuchung mitzubehandeln. Das Ensemble der NS-Freimaurerforscher um 1940, in dem Karl Funk eine exzentrische Position einnahm, arbeitete sich also arbeitsteilig an den Mythenbildungen des Antimasonismus ab. In Einzelfällen schreckte man nicht vor der Zertrümmerung überlieferter Annahmen und vermeintlicher Beweismittel zurück. Niemand hat dies so klar formuliert wie Funk: „Die antimaurerische wie antijüdische Propaganda“, so heißt es auf der letzten Seite seiner Arbeit, „ist derart mit gefälschten und frei erfundenen Zitaten übersättigt, dass ein weiteres Dulden solcher sogenannten Beweismittel unserem Kampfe schwerste Nachteile und Gefährdung bringen muss. Soll der Geist der Freimaurerei und der ihr verwandten Geheimverbände für alle Zukunft von den Fluren des neuen Europa ferngehalten werden, dann nützt nicht oberflächliche Propagandatätigkeit, dann muss vielmehr nur mit wissenschaftlichem Ernst der Kampf weiter geführt werden.“ (F 42)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebendieses ambitionierte Programm lag zweifellos auch den vom SD geförderten Forschungen zur Geschichte der Freimaurerei zugrunde: Die kritische Überprüfung der antimasonischen Traditionen sollte seitens der von dem Historiker Günther Franz angeleiteten Forscher mit „wissenschaftlichem Ernst“, aber eben doch im Interesse eines fortwährenden „Kampfes“ betrieben werden. Hier ließe sich eine Linie zum „Kriegseinsatz der deutschen Geisteswissenschaften“ ziehen, der sogenannten „Aktion Ritterbusch“, deren Ablauf der Romanist Frank-Rutger Hausmann untersucht hat.  Es wäre allerdings wohlfeil, die Etablierung einer „kämpferischen Wissenschaft“ für etwas spezifisch Nationalsozialistisches zu halten. Die historische Forschung in aller Welt ist seit jeher nicht nur politisch instrumentalisiert, sondern auch immer wieder mit genauen politischen Zielvorgaben betrieben worden. Die nationalsozialistische Freimaurerforschung war Teil einer Siegergeschichtsschreibung.  Die Gewißheit, die europäische Freimaurerei beinahe restlos vernichtet zu haben, und die enorme Beute, die bei diesem Sieg davongetragen worden war, bildeten die Voraussetzungen für das Projekt einer Verwissenschaftlichung der antimasonischen Propaganda. Seine Grenzen fand dieses Projekt in der Zwangsvorstellung, daß der Kampf gegen eine transatlantische Internationale der Freimaurerei noch zu entscheiden sei, und darüber hinaus in der Strategie, zweckgebundene Forschung zu betreiben, um die auf diesen Gegner zielende Propaganda glaubwürdiger und haltbarer zu machen. Welche Konsequenzen diese Interaktion von Forschung und Propaganda haben würde, war 1941/42, als Funk und Roßberg die Ergebnisse ihrer Studien vorstellten, noch nicht absehbar. Bald darauf hatten sich die durchaus ehrgeizigen Absichten der „Gegnerforschung“ ohnehin weltgeschichtlich erledigt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113982209784512508?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113982209784512508/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113982209784512508' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113982209784512508'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113982209784512508'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/02/aufklrung-oder-propaganda.html' title='Aufklärung oder Propaganda?'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113963799012450593</id><published>2006-02-11T07:01:00.000+01:00</published><updated>2006-09-05T14:34:00.846+02:00</updated><title type='text'>Kampfzonen und Marktplätze</title><content type='html'>Gekürzt unter dem Titel &lt;a href="http://markner.free.fr/kampf.htm"&gt;Kampfplatz Katalog&lt;/a&gt; erschienen in der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Süddeutschen Zeitung&lt;/span&gt; vom   2. 5. 2005&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bibliothekskataloge gelten immer noch nicht als spannende Lektüre, obwohl sich ihr Unterhaltungswert in den letzten Jahren stetig erhöht hat. Die Digitalisierung hat herkömmliche Ordnungsprinzipien, allen voran das Alphabet in der eigentümlichen Ausdeutung der Preußischen Instruktionen, weitgehend obsolet werden lassen. An ihre Stelle sind hypertextuelle Strukturen getreten, die mit jeder Suche neue Querverbindungen in alle Richtungen eröffnen. Bisher ist der Raum, der auf diese Weise durchmessen werden kann, in der Regel noch klar begrenzt, es ist der Bestand an Büchern und anderen Medien der jeweiligen Bibliothek. Das soll sich ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie eigentlich alle bibliothekarische Entwicklungen der letzten Jahrzehnte kommt auch diese aus Amerika. Das Schlagwort lautet bibliographic enrichment. Die Kataloge, diese Tresore der Information, sollen weiter „angereichert“ werden. Was das bedeutet, kann man an ersten Pilotprojekten erkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So hat der &lt;a href="http://www.gbv.de"&gt;Gemeinsame Bibliotheksverbund&lt;/a&gt;, der die Sammlungen von mehr als 700 Bibliotheken der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen sowie die der Staatsbibliothek zu Berlin nachweist, damit begonnen, Inhaltsverzeichnisse zu erfassen. Das ist unbestreitbar ein Fortschritt, gab doch manch klassischer Titel wie zum Beispiel &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Kritik und Krise. Zur Pathogenese der bürgerlichen Welt&lt;/span&gt; oder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Festschrift für Prof. Dr. Ernst Steinbeißer zum 65. Geburtstag&lt;/span&gt; nur sehr ungefähre Auskünfte über die Themenstellung der betreffenden Bücher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nord- und mitteldeutsche Verbund macht darüber hinaus Anstalten, Titelaufnahmen mit Rezensionen zu verknüpfen. Wiederum kommt die Anregung aus den USA, wo die Library of Congress, die weltgrößte Bibliothek, dazu übergegangen ist, in ihrem Katalog Buchbesprechungen von „H-Net – Humanities and Social Sciences Online“ zu verankern. Entsprechend verfährt der Gemeinsame Bibliotheksverbund seit einiger Zeit mit den geschichtswissenschaftlichen Rezensionen des deutschen H-Net-Ablegers „H-Soz-u-Kult“. Wer nun beispielsweise die Familienchronik &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die Krupps&lt;/span&gt; von Thomas Rother (Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2001) in einer niedersächsischen Bibliothek sucht, wird vor der Lektüre dringend gewarnt: Das Buch sei „ein Ärgernis . . . schlampig recherchiert, schlecht strukturiert und miserabel geschrieben“. Das mag zutreffen. Aber die Rezensentin war als Mitarbeiterin von Lothar Gall, des von der Krupp-Stiftung offiziell beauftragten Historikers, in ihrem Urteil vielleicht nicht ganz unbefangen. Das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Handelsblatt&lt;/span&gt; meinte jedenfalls, der Journalist Rother habe ein „lesenswertes Buch über Größe und Tragik der Krupps“ vorgelegt. Davon aber erfährt der Bibliotheksbenutzer nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Praxis, Literatursuchenden das Studium solcher Beipackzettel anzuempfehlen, ist offensichtlich eine Verirrung. Kataloge sind keine Kampfplätze, sie dienen einzig dem Nachweis von Büchern und anderen Medien. Die zugehörigen Verdammungsurteile oder Lobpreisungen gehören nicht in sie hinein. Diese sind Teil einer öffentlichen Debatte, die nur an anderen Orten geführt und protokolliert werden kann. Die nahezu absolute Neutralität der Kataloge, welche &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mein Kampf&lt;/span&gt; nicht grundsätzlich anders verzeichnen als &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mein Pferde-Malbuch,&lt;/span&gt; hat ihren guten Sinn. Dies vorausgesetzt, wäre noch zu fragen, warum eigentlich ein ganz bestimmtes Rezensionsorgan – sicher nicht das bedeutendste – gegenüber anderen privilegiert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der Bibliotheksverbund Bayern hat bevorzugte Kooperationspartner. Vor gut zwei Jahren hat er sich mit der Firma „Ex Libris Ltd.“ verbunden. Für die Benutzer seiner Kataloge zeigt sich das an dem Kürzel „SFX“, welches anzuklicken ist, wenn Informationen zur Orts- oder Fernleihe von Büchern gewünscht werden. Die drei Buchstaben stehen für einen „kontext-bezogenen Linking Service, mit dem der Anwender unter Berücksichtigung institutioneller Gegebenheiten und ausgehend von einer Suchanfrage durchgängig zu weiterführenden Informationsquellen und Services in heterogenen Umgebungen navigieren kann“. So weit eine kristallklare Presseerklärung des Münchner Verbunds. Konkret heißt das: Es öffnet sich auf Mausklick ein weiteres Fenster mit den Optionen „Bestand im Bibliotheksverbund Bayern / Fernleihe / Rezension lesen oder Buch bestellen über BookFinder.com“. Letzteres ist eine interessante Alternative. Wozu überhaupt in die Bibliothek gehen, wenn man das Buch auch kaufen kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Firma BookFinder.com wurde vor zehn Jahren von Studenten an der kalifornischen Universität in Berkeley bei San Francisco gegründet. Ihr Ziel sei es, liest man in einer Selbstdarstellung, Lesern unvoreingenommene, stets aktuelle Informationen über online erhältliche Bücher bereitzustellen. Das hört sich gut an. Tatsächlich aber präsentieren sich die von BookFinder ausgeworfenen Resultate ausgesprochen voreingenommen – sie führen schnurstracks zum Angebot des Internet-Buchhändlers Amazon. Ein „offener Marktplatz“ sieht anders aus, ein seriöser, keinen Geschäftsinteressen unterworfener Bibliothekskatalog auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher, als der Begriff „Anreicherung“ noch nicht geprägt war, hatte man von Katalogpflege noch andere Begriffe. So strebte man nach möglichst vollkommenen Namensansetzungen und in diesem Zusammenhang auch danach, Pseudonyme aufzuklären und anonyme Schriften ihren Autoren zuzuordnen. Der Ehrgeiz, diese unabschließbare Arbeit zu leisten, scheint erloschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor mittlerweile anderthalb Jahren enthüllte Jens Bisky die Identität jener „Anonyma“, die wenige Tage vor Kriegsende begann, ihren Erlebnisbericht &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Eine Frau in Berlin&lt;/span&gt; zu schreiben. Das hat nicht allen gefallen, aber widersprochen worden ist seiner Darstellung nicht. Dennoch hat noch keine deutsche Bibliothekarin den Titel &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Eine Frau in Berlin&lt;/span&gt; mit dem Autorennamen „Marta Hillers“ verknüpft. Und so gilt als deren einziges Werk auch weiterhin die 1938 in Leipzig erschienene Broschüre &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Rund um die Zellwolle.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113963799012450593?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113963799012450593/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113963799012450593' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113963799012450593'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113963799012450593'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/02/kampfzonen-und-marktpltze.html' title='Kampfzonen und Marktplätze'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113927310286085528</id><published>2006-02-07T01:43:00.000+01:00</published><updated>2006-02-07T01:45:02.863+01:00</updated><title type='text'>Den Christen eine Torheit</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung,&lt;/span&gt; 11. 9. 2005&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Theologen haben die Bibel nur unterschiedlich interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern. So sehen es jedenfalls Teile der evangelischen Kirche. Deshalb wird es bald eine politisch korrigierte »Bibel in gerechter Sprache« geben. An diesem Übersetzungsvorhaben wird seit 2001 an der Evangelischen Akademie Arnoldshain (Taunus) gearbeitet; im nächsten Jahr soll es abgeschlossen sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Dr. Martin Luther die Wittenberger Version der Schrift vorlegte, machte man ihm den Vorwurf, die im »Sendbrief vom Dolmetschen« erläuterten Grundsätze seiner Verdeutschung begründeten eine »newe Schwermerey«. Unversehens wurde daraus eine neue Kirche. So weit wird es mit der Arnoldshainer Bibel nicht kommen, denn die reformatorischen Tendenzen, denen sie zur Sprache verhelfen soll, gibt es längst. Alle Mitwirkenden konnten umstandslos darauf verpflichtet werden, bei ihrer Arbeit »feministische und befreiungstheologische Diskurse und die Diskussion des christlichen Antijudaismus zu berücksichtigen«. Auf diesen Traditionen läßt sich ebenso aufbauen wie auf der amerikanischen Debatte um »political correctness« und »inclusive language«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztere ist mit »gerechter Sprache« gemeint: eine Sprachregelung, die verhindert, daß sich Angehörige bestimmter gesellschaftlicher Segmente linguistisch ausgegrenzt oder herabgesetzt fühlen könnten. In dieser Sprache sollen sich alle eingeschlossen fühlen, jede potentielle Diskriminierung ist abzustellen. Wirklich jede, zum Beispiel auch die Diskriminierung der Pharisäer und erst recht die ihrer Weiber. Die Vorwürfe Jesu, die Mitglieder dieser Sekte handelten ihren Glaubenssätzen zuwider, waren offensichtlich zu pauschal: »Die verallgemeinernde Sprache des Textes, wenn sie in der Übersetzung wiederholt wird, hat dazu geführt, daß ,die Pharisäer‘, weil sie Pharisäer sind, als Heuchler, die ihre eigene Lehre nicht befolgen, verstanden werden«, erläutert die feministische Theologin Luise Schottroff mit Blick auf das Evangelium des Matthäus. Dagegen wird ihre eigene Übertragung die »pharisäischen Männer und Frauen« retrospektiv in Schutz nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Art der Übersetzungskritik ist, wie man sieht, eine Textkritik im Wortsinne. Nicht Luther liegt falsch und auch nicht Erasmus, sondern Matthäus und letzten Endes Jesus selbst. Insofern unterscheidet sich die Arnoldshainer Bibel schon im Ansatz von den meisten der vorangegangenen Bemühungen um einen neuen oder revidierten deutschen Text der Testamente. Und während evangelikale Bewegungen darauf aus sind, buchstäblich an das zu glauben, was geschrieben steht, soll in der »Bibel in gerechter Sprache« endlich das zu lesen sein, woran ihre Autoren längst glauben: zum Beispiel an die Gleichberechtigung von Pharisäerinnen und Samaritern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für dieses Ziel steht ein Herausgeberbeirat ein, dem der hessen-nassauische Kirchenpräsident Peter Steinacker vorsitzt. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau trägt über die Arnoldshainer Akademie auch einen großen Teil der Kosten; Unterstützung kam darüber hinaus vom Bundesfamilienministerium unter Christine Bergmann. Die Übersetzungsarbeit kann aber von Wohlmeinenden und Gutgläubigen auch gezielt gefördert werden: Die vier Evangelien wurden auf 4500 bis 7500 Euro taxiert, die »ApostelInnengeschichte« auf 7000 Euro. Der Brief des Judas war schon für 500 Euro zu haben. Für Jesaja und Jeremia werden noch Sponsoren gesucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allemal unbezahlbar müssen die im mehrjährigen Arbeits- und Diskussionsprozeß gewonnenen hermeneutischen Erfahrungen der Mitwirkenden gewesen sein: »Nicht ich lese die Bibel, sondern sie liest mich«, beschreibt etwa Detlef Dieckmann-von Bünau sein sprachmystisches Erlebnis. Der Berliner Theologe hat sich das Buch »Kohelet« (vulgo »Prediger«) vorgenommen. »Ich sah Knechte auf Rossen und Fürsten zu Fuße gehen wie Knechte«, heißt ein Vers dieses Buches bei Dr. Luther. Daß die Wortwahl des Reformators nach bald fünfhundert Jahren nicht mehr ohne weiteres verständlich ist, war bisher der Hauptantrieb aller Revisionsbemühungen. Übersehen wurde dabei, wie in dieser Sprache die Gefühle der Fürstinnen und anderer gesellschaftlicher Randgruppen systematisch verletzt werden. Dr. Dieckmann-von Bünau macht dem ein Ende: »Ich habe schon Angestellte auf Pferden gesehen – und Hochgestellte, die wie Angestellte auf der Erde gingen!« lautet also die gleiche Stelle in der – noch vorläufigen – Neufassung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist das Ende der ungerechten Welt nahe? Der »Herausgabekreis« der neuen Bibel warnt vor überzogenen Erwartungen. »Eine Bibelübersetzung in gerechter Sprache soll nicht dazu führen, daß sich Frauen in einer patriarchalen Welt heimisch fühlen«, meint die Heidelberger Alttestamentlerin Dorothea Erbele-Küster. Ein Unbehagen in der männlich dominierten Kultur muß bleiben, solange diese nicht durch eine neue Ordnung abgelöst werden kann, in der die Grundsätze der Gleichheit und Schwesterlichkeit herrschend geworden sind. Bis es so weit ist, bietet der Brief des Paulus an die Römerinnen und Römer (in der Übersetzung von Claudia Janssen) stillen Trost: »In unserer Ohnmacht steht uns die Geistkraft bei . . . Die Geistkraft selbst tritt für uns ein mit wortlosem Stöhnen.«&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113927310286085528?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113927310286085528/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113927310286085528' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113927310286085528'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113927310286085528'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/02/den-christen-eine-torheit.html' title='Den Christen eine Torheit'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113927204027033275</id><published>2006-02-07T01:25:00.000+01:00</published><updated>2006-09-28T12:47:01.480+02:00</updated><title type='text'>Drei Zeilen Eigenlob</title><content type='html'>Leicht gekürzt erschienen in: &lt;a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0203/feuilleton/0044/index.html"&gt;Berliner Zeitung&lt;/a&gt;, 3. 2. 2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf seiner heutigen Sitzung nimmt sich der Rat für deutsche Rechtschreibung unter dem Vorsitz Hans Zehetmairs noch ungelöster Fragen der Groß- und Kleinschreibung an. Der Vorschlag, statt „Recht haben“ künftig „rechthaben“ zu schreiben, wird vielleicht keine Mehrheit finden, aber sicherlich zu witzig gemeinten Kommentaren über den Zusammenhang zwischen Rechtschreibung und Rechthaberei herausfordern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu besprechen sind außerdem einige Gutachten, die von der Kultusministerkonferenz über die Weihnachtstage eingeholt worden sind. Die Diskussion der meisten von ihnen dürfte nicht sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. So ist die Stellungnahme des Schulbuchverlegerverbands „VdS Bildungsmedien“ ganze zwei Zeilen lang, die des Fachverbands Deutsch im Deutschen Germanistenverband drei Zeilen, die des Deutschen Journalistenverbands vier Zeilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Autoren dieser und einiger anderer Voten sind selbst Mitglieder des Rats. Sie bewerten also ihr eigenes Werk, weshalb ihr Urteil zwar kurz, dafür aber uneingeschränkt positiv ausfällt. Der Rechtschreibrat wird aller Voraussicht nach diese Gutachten seinerseits gutheißen und an die KMK zurückspedieren. Deren Bonner Zentrale leitet sie daraufhin an die Kultusbehörden in den einzelnen Ländern weiter. Im Hause der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport kommen die Unterlagen dann auf den Tisch von Fritz Tangermann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Studiendirektor Tangermann ist Vorsitzender des Fachverbands Deutsch im Deutschen Germanistenverband, der ihn in den Rechtschreibrat entsandt hat. Er ist Autor von dessen dreizeiliger Stellungnahme. Und er ist hauptamtlich beim Referat I D der Senatsbehörde mit der „Qualitätsentwicklung“ der deutschen Rechtschreibung und anderer Unterrichtsgegenstände beschäftigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Demnächst bietet sich ihm die vielleicht einmalige Gelegenheit zur Selbstbegutachtung der eigenen Selbstbegutachtung. Er kann seinem Dienstherrn, Bildungssenator Klaus Böger, berichten, wie er im Namen des Germanistenverbandes die Arbeit des Rechtschreibrats beurteilt hat, an der er selbst als Delegierter des Germanistenverbandes beteiligt war. Viel Mühe sollte er sich damit aber nicht machen, drei Zeilen reichen vollauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieben lange Sitzungstage haben die Sprachwarte bisher mit der Reform der reformierten Rechtschreibung zugebracht. Nun blicken sie mit Wohlgefallen auf das Geschaffene. Warum eigentlich auch nicht! Am Anfang war bloß das Wort. Am Ende der Mannheimer Beratungen steht immerhin eine vorläufige amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung, die dritte in zehn Jahren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113927204027033275?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113927204027033275/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113927204027033275' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113927204027033275'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113927204027033275'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/02/drei-zeilen-eigenlob.html' title='Drei Zeilen Eigenlob'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113927157225207538</id><published>2006-02-07T01:12:00.001+01:00</published><updated>2009-01-23T14:30:49.557+01:00</updated><title type='text'>Eine orthographische Legende</title><content type='html'>Gekürzt erschienen in: F.A.Z., 3. 2. 2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rat für deutsche Rechtschreibung wird heute in Mannheim über Fragen der Groß- und Kleinschreibung beraten. Auf seinem grünen Tisch liegt der Vorschlag, statt &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Recht haben&lt;/span&gt; künftig wieder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;recht haben&lt;/span&gt; zu schreiben. Vermutlich wird er keine Mehrheit finden, denn die Großschreibung hat für die im Rat tonangebenden Verfechter der Reformrechtschreibung einen hohen Symbolwert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus diesem Grunde hat der Rat über die ss-Schreibung gar nicht erst diskutiert. Es gilt der Grundsatz: Wer &lt;span style="font-style:italic;"&gt;dass&lt;/span&gt; schreibt und nicht &lt;span style="font-style:italic;"&gt;daß,&lt;/span&gt; schreibt reformiert. Da der Rat nur einige besonders auffällige Unzulänglichkeiten der Reform, nicht aber diese selbst aus der Welt schaffen soll, durfte er die auf den Grammatiker August Heyse (1764–1829) zurückgehende Regelung nicht antasten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sei einleuchtend und habe sich bewährt, heißt es gewöhnlich zur Begründung. So argumentierte bereits Hofrat Johann Huemer, der österreichische Abgesandte auf der zweiten Berliner Orthographischen Konferenz. Laut Protokoll der Eröffnungssitzung am 17. Juni 1901 erklärte Huemer seinerzeit, »dass sich die Heysesche Schreibung in Österreich bewährt habe, aber dass Österreich schliesslich bereit sein werde, im Interesse der Einheitlichkeit hierin ein Opfer zu bringen«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich hatte Unterrichtsminister Karl von Stremayr am 22. November 1879 die Deutschlehrer aller österreichischen Mittelschulen dazu aufgefordert, »in einer unter dem Vorsitze des Directors abzuhaltenden Conferenz die von den Schülern aller Classen der betreffenden Anstalt consequent zu fordernde Orthographie zu vereinbaren« und sich dabei auf das vom Kaiserl.-königl. Schulbücher-Verlag neu herausgebrachte Werk &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Regeln und Wörterverzeichnis für die deutsche Rechtschreibung&lt;/span&gt; zu stützen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Annahme, von 1879 bis zur Einführung der Einheitsorthographie 1902 sei in der Donaumonarchie die Heysesche Schreibung praktiziert worden, beruht jedoch auf der häufig anzutreffenden Verwechslung von Schulstandard und allgemein üblicher Rechtschreibung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Digitalisierungsprojekt &lt;a href="http://www.anno.onb.ac.at"&gt;Austrian Newspapers Online&lt;/a&gt; bietet in diesem Zusammenhang interessante Aufschlüsse. Zwar ging das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Reichsgesetzblatt für die im Reichsrath vertretenen Königreiche und Länder&lt;/span&gt; 1888 zur Heyseschen Schreibung über. Aber weder die offiziöse &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wiener Zeitung&lt;/span&gt; noch das staatstragend-katholische &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Vaterland&lt;/span&gt; folgten den amtlichen Vorgaben. Das Witzblatt &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der Floh&lt;/span&gt; verweigerte sich ebenso wie der angesehene &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Pester Lloyd,&lt;/span&gt; die christlich-soziale &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Freiheit!&lt;/span&gt; ebenso wie das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Volksblatt,&lt;/span&gt; und selbst die gewöhnlich dem Fortschritt huldigende &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Neue Freie Presse&lt;/span&gt; ignorierte die Neuerung. Einzig die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Innsbrucker Nachrichten&lt;/span&gt; stellten am 2. Januar 1891 auf die staatlich vorgegebene Schreibung um, bei Gelegenheit einer Formatänderung. Am 1. Juli 1902 kehrten sie dann kommentarlos zur herkömmlichen ß-Schreibung zurück.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Heyses ss-Schreibung hat sich in Wirklichkeit weder unter Kaiser Franz Joseph noch in den letzten Jahren bewährt. Sie führt, für jedermann sichtbar, zu unbefriedigenden Wortbildern &lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Flussaue, Missstand)&lt;/span&gt; und vermehrten Fehlern &lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Grüsse, Ergebniss).&lt;/span&gt; »Also mich ärgert es schon, wenn die Kultusminister sagen, das (!) jetzt an den Schulen besser rechtgeschrieben wird«, zitierte die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Neue Osnabrücker Zeitung&lt;/span&gt; vor einiger Zeit den Leipziger Psychologieprofessor Harald Marx, der als einziger Forscher die Fehlerhäufigkeit in Schuldiktaten vor und nach der Reform systematisch untersucht hat. Augenfälliger kann man das Problem wohl nicht in Worte fassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113927157225207538?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113927157225207538/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113927157225207538' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113927157225207538'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113927157225207538'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/02/eine-orthographische-legende.html' title='Eine orthographische Legende'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113927103415122770</id><published>2006-02-07T01:08:00.000+01:00</published><updated>2006-02-07T01:10:34.166+01:00</updated><title type='text'>Rumpelstilz in Rostock</title><content type='html'>Gekürzt erschienen in: &lt;a href="http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=85117&amp;IDC=31"&gt;Neues Deutschland&lt;/a&gt;, 3. 2. 2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Germanisten Bücher schreiben, möchten sie damit gerne in die Zeitung kommen. Wenn sie Bücher klauen, lieber nicht. Rainer Baasner zum Beispiel, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Rostock.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei Jahren erschien ein neues Handbuch der Geschichte der Literaturkritik. Es biete »einen fundierten Überblick«, hieß es dazu in der FAZ. »Professoral« sei zwar der »Duktus«, der Inhalt hingegen »wenig gelehrt«, monierte die Süddeutsche Zeitung. Ganz offen gaben beide Blätter an: Bei den Herausgebern des Buches handelte es sich um Rainer Baasner und seinen Marburger Fachkollegen Thomas Anz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kürzlich nun hatte Professor Baasner einen Gerichtstermin in Bonn. Ein Angestellter der dortigen Universitätsbibliothek hatte ihn überführt, mehr als hundert wertvolle Bücher gestohlen und verkauft zu haben, Gesamtschaden: 250 000 Euro. Baasner zeigte den Bibliothekar an, legte gefälschte Quittungen vor – und gestand schließlich. Das Amtsgericht verhängte wegen schweren Betruges eine Gefängnisstrafe von 18 Monaten, auf Bewährung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sache erregte Aufsehen, und der Germanist kam, diesmal wider Willen, in die Zeitung. Aber seltsam: Allenthalben war nur neblig von einem 50 Jahre alten Hochschullehrer die Rede, in Bonn promoviert und mittlerweile an einer Universität »im Osten« tätig. Das Diebesgut habe er bei einem Auktionshaus »im hessischen Königstein« eingeliefert. Et cetera etepetete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich verhält es sich wie folgt: Rostock liegt im Norden, nicht im Osten. Das Auktionshaus heißt Reiss &amp; Sohn und gilt als feine Adresse. Und der in erster Instanz Verurteilte bekleidet ein öffentliches Amt und hat einen Namen. Er heißt nicht Rippenbiest, nicht Hammelswade und nicht Schnürbein. Er heißt Baasner und hat einmal einen Aufsatz geschrieben über Johann Gottfried Seume und »die höchst erfreuliche Vernachlässigung konventioneller Rücksichten«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Richter urteilte, der Professor habe aus reiner Geldgier gehandelt. Und er habe jedes Recht verwirkt, an einer Hochschule den akademischen Nachwuchs auszubilden. Das ist mal eine klare Sprache.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113927103415122770?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113927103415122770/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113927103415122770' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113927103415122770'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113927103415122770'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/02/rumpelstilz-in-rostock.html' title='Rumpelstilz in Rostock'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113846537007667314</id><published>2006-01-28T17:21:00.000+01:00</published><updated>2006-01-28T17:22:50.080+01:00</updated><title type='text'>Muß dass sein?</title><content type='html'>In Schulen und Behörden von 14 Bundesländern gelten ab heute neue Rechtschreibregeln. Was bleibt von der Reform? Von Reinhard Markner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Junge Welt, 1. 8. 2005&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;»Wenn Bild nicht mitmacht, haben wir keine Chance«, gestand Gerhard Augst dem Spiegel. »Wir«, das sind die Rechtschreibreformer. Augst, emeritierter Sprachwissenschaftler an der Universität Siegen, war lange Zeit ihr Anführer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Bild&lt;/span&gt; macht nicht mehr mit. Trotzdem ist die Reform nicht chancenlos. Viele Menschen schreiben, weil es von ihnen erwartet wird, »dass«. Als Faustregel gilt: Reformiert schreibt, wer »dass« schreibt. Gelänge es den Reformern und ihren Verbündeten in den Ministerien, die partielle Ersetzung des »ß« durch »ss« zur allgemein akzeptierten Norm zu machen, hätten sie ihr einzig verbliebenes Ziel erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rechtschreibreformen zielen gewöhnlich nur auf die Anpassung der Schreibung an die Lautung. Die deutsche Rechtschreibung ist recht lautgetreu. Ihre Gegner aber wollten eine noch »flachere« Schreibung, wie sie z. B. das Finnische hat. Mehrere Anläufe in diese Richtung scheiterten, u. a. 1944 und 1954.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den weitreichenden Ambitionen früherer Reformergenerationen (»fi« statt »Vieh«) rückte die seit den 70er Jahren aktive Gruppe um Augst schrittweise ab. Sie verlegte sich darauf, den zuständigen Beamten eine unüberschaubare Zahl kleinerer Modifikationen (»Föhn« statt »Fön«) einzureden, mit dem Hinweis, dieses Vorgehen sei behutsam und unbedingt notwendig. Augst selbst entdeckte immer neue alte Wörter, deren Gestalt dringend per Erlaß zu ändern seien: Château, Frevel, Kolophonium, verbleuen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einigen Fällen drang er mit seinen Eingaben durch. Aber »Chateau, Frefel, Kolofonium, verbläuen« und andere Raritäten dieser Art wären von Bertelsmann kaum als »neue Rechtschreibung« zu vermarkten gewesen. Zum Glück hatte man noch das »dass«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die neue »ss«/»ß«-Schreibung steigert die Lauttreue. Neu ist sie allerdings nicht; die zugehörigen Regeln wurden in den 1820er Jahren entwickelt. Der Grammatiker August Heyse (1764–1829) argumentierte, die Verwendung des »ß« am Silbenende sei »mißbräuchlich«. Dabei bezog er sich in erster Linie noch auf den Schreibgebrauch in den gebrochenen Schriften (gebrochen sind die Bögen – d. Red.). Für den Fraktursatz seiner Grammatik ließ Heyse ein eigenes Zeichen gießen, eine Ligatur (Buchstabenverbindung) aus langem und rundem »s«. Dieses Zeichen übernahm die wichtigste Funktion des »ß«, die Bezeichnung des Silbenschlusses. Es kam in Wörtern wie »Haß« zur Anwendung. Mit zwei langen »s« ersetzte Heyse das »ß« vor »t« (»hasst« statt »haßt«).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Antiqua (hier sind die Bögen rund – d. Red.) ist das lange »s« schon lange ungebräuchlich. Es überlebt nur im »ß«, das anders gebildet ist als das Fraktur-»ß«. Letzteres ist aus einem langen »s« und einem epigraphischen Kürzel entstanden. Das Antiqua-«ß« hingegen ist eine Verbindung aus langem und rundem »s«, ganz wie das von Heyse entworfene Zeichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Verzicht auf diese Ligatur hat Leseerschwernisse zur Folge, weil die Wortfugen verschleiert werden: »bisschen«, »Flussaue«, »Messergebnis«. Ferner kommt es zu ästhetisch unbefriedigenden, mühsam lesbaren Wortgebilden mit dreifachem »s«: »Missstand«, »Schlusssatz«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Mängel der Heyseschen Schreibung sind nicht unbedeutend. Im Vergleich mit den eklatantesten Mißgriffen der Reformer, insbesondere der forcierten Getrenntschreibung und den grammatisch falschen Großschreibungen, jedoch sind sie nachrangig. Daher hat sich die Kritik an der Reform nicht auf die »ss«/»ß«-Schreibung konzentriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Heysesche Regel ist Erwachsenen relativ leicht zu vermitteln. Dennoch beobachtet man eine hohe Fehlerquote: »Grüsse«, »Heissluft«, »Strasse«. Offensichtlich verstehen viele nicht, wann das »ß« bleiben soll. Es fällt ihnen schwer, die Vokallänge zu messen, zumal diese regional schwankend ist. Vor Übergeneralisierungen warnt der aktuelle Duden bereits ausdrücklich: »Feminine Substantive auf -nis werden im Singular mit nur einem -s geschrieben«, heißt es in einem »Infokasten« unter dem Lemma »Kenntnis«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Schüler, aber auch für schreibunsichere Erwachsene ist die grammatische Unterscheidung zwischen »daß« und »das« die größte orthographische Schwierigkeit. Durch die Ersetzung von »daß« durch »dass« kann sich daran nichts ändern. Im Gegenteil. In einem Interview mit dem Leipziger Erziehungswissenschaftler Professor Harald Marx, das die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Neue Osnabrücker Zeitung&lt;/span&gt; vor knapp einem Jahr veröffentlichte, hieß es: »Also mich ärgert es schon, wenn die Kultusminister sagen, das (!) jetzt an den Schulen besser rechtgeschrieben wird.« Die Verwechslung von »das« mit »dass« und umgekehrt ist optisch unauffälliger als die von »das« mit »daß«. Sie begegnet uns jetzt häufiger als je zuvor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marx ist der einzige Wissenschaftler, der seriöse Studien zu den Rechtschreibleistungen der Schüler vor und nach der Reform angestellt hat. Dabei konzentrierte er sich von Anfang an auf die »ss«/»ß«-Schreibung. 1998 stellte er fest, daß mehr Fehler gemacht wurden als 1996. Später ging ihre Zahl wieder auf das ursprüngliche Niveau zurück. Die Neigung zu Übergeneralisierungen wuchs hingegen stetig: »Das heißt, Wörter, die in der s-Laut-Schreibung von der Rechtschreibreform nicht betroffen waren, wurden jetzt häufiger als vor der Reform falsch geschrieben . . . Es gibt seit der Reform fast keine Examensarbeit meiner Lehramts- und Magisterstudenten, in der das ›ss‹ oder ›ß‹ nicht wenigstens einmal falsch geschrieben ist«, resümierte Marx in dem oben angeführten Interview.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rückgriff auf die Heysesche »ss«/»ß«-Regel hat die Orthographie nicht vereinfacht, aber sichtbar verändert. Das ist entscheidend. Auch wenn es nur bei diesem einen Eingriff bliebe, hätten die Reformer ihr letztes Ziel erreicht: die Möglichkeit einer staatlich organisierten Veränderung der deutschen Sprache überhaupt vorgeführt zu haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113846537007667314?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113846537007667314/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113846537007667314' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113846537007667314'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113846537007667314'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/01/mu-dass-sein.html' title='Muß dass sein?'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113846521541238271</id><published>2006-01-28T17:18:00.000+01:00</published><updated>2006-03-05T01:31:51.413+01:00</updated><title type='text'>Gymnasium und Geschäft</title><content type='html'>Ärger mit der Behörde: Zum 125. Geburtstag des Rechtschreib-Duden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Junge Welt, 8. 7. 2005&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Als der Hersfelder Gymnasialdirektor Konrad Duden im Juli vor genau 125 Jahren sein »Vollständiges Orthographisches Wörterbuch« dem geneigten Publikum vorstellte, bürgte er dafür, daß es »ein zuverlässiges Hilfsmittel zur Ermittelung der der amtlich aufgestellten Norm entsprechenden Schreibung« darstelle. Die strikte Orientierung an den behördlichen Vorgaben war der Schlüssel zum durchschlagenden Erfolg seines Werks. Für Dudens Nachfolger ist sie zum Problem in Permanenz geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sowohl der Leipziger als auch der Mannheimer Duden hatten in der Nachkriegszeit eine je privilegierte Stellung inne. Nicht die amtliche Regelung von 1901, das Grundgesetz der Einheitsrechtschreibung, galt als »maßgeblich in allen Zweifelsfällen«, sondern der Duden. Diesen Zustand zu beenden bedurfte es dringend einer Rechtschreibreform. »Das Ziel der Reform waren gar nicht die Neuerungen. Das Ziel war, die Rechtschreibregelung aus der Kompetenz eines deutschen Privatverlages in die staatliche Kompetenz zurückzuholen«, gab ein österreichischer Reformer 1998 in einem ungeschützten Moment zu. Kaum war der VEB Bibliographisches Institut an den Mannheimer Betrieb verramscht, mußte die deutsche Rechtschreibung von neuem verstaatlicht werden, um der Duden-Konkurrenz bessere Möglichkeiten am Wörterbuchmarkt zu verschaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine »Chance, endlich auf dem Markt der deutschen Wörterbücher Fuß zu fassen«, nannte es 1998 ein Mitglied der Verlagsleitung des Bertelsmann-Lexikon-Verlags. Das absehbar gute Geschäft brummte vernehmlich – zu diesem Zeitpunkt waren bereits zwei Millionen Bertelsmann-Rechtschreibwörterbücher (allerdings nur zum halben Preis des Dudens) verkauft. Der Mutterkonzern Bertelsmann AG, der von 1988 bis 1993 keine deklarierungspflichtigen Parteispenden geleistet hatte, bedachte 1994 und 1995 CDU und FDP mit insgesamt 211 000 DM. Es bestand sicherlich kein Zusammenhang mit der politischen Vorbereitung der Rechtschreibreform.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß die Reform gegen den Duden gerichtet war, gab man dessen damaligem Chefredakteur Günther Drosdowski auch ganz persönlich zu spüren. In einem Brief an den schwedischen Germanisten Gustav Korlén erinnerte er sich 1997, wie man ihn »mit allen nur erdenklichen Mitteln und Tricks ... zu isolieren und von der Mitarbeit auszuschließen« trachtete. Seine »Stellungnahmen und Listen mit Korrekturen« verschwanden, ohne den Adressaten zugestellt worden zu sein. Sitzungstermine wurden verschoben, ohne daß Drosdowski davon erfuhr. In einem anderen Brief sprach er von »mafiaähnlichen Methoden« der Reformer und davon, daß sie »von der Verschriftung der Sprache und der Funktion der Rechtschreibung für die Sprachgemeinschaft keine Ahnung« hätten. In der Öffentlichkeit verteidigte er dieweil ihr Werk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gravierender noch als diese Konflikte war es, daß man in Mannheim nicht rechtzeitig erkannte, daß der damalige bayerische Kultusminister Hans Zehetmair entschlossen war, noch im letzten Moment einige Änderungen am Regelwerk durchzusetzen. Eine hohe Auflage bereits gedruckter Duden mußte eingestampft werden. »Haben sich die Herren eben verkalkuliert«, kommentierte der Minister. Zum Glück für den windgebeutelten Verlag blieb wenigstens der Versuch eines besonders eifrigen Reformers, dem Duden die Zulassung an den deutschen Schulen entziehen zu lassen, ohne Erfolg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allen Widrigkeiten zum Trotz ist der gelbe Klotz längst wieder souveräner Marktführer, und zum Konzerngewinn der Gruppe Langenscheidt-Brockhaus-Duden trägt er allein ein sattes Viertel bei. Währenddessen wird der für August, gleichzeitig mit der teilweise vorläufig endgültigen Inkraftsetzung der Reform, angekündigte neue Wahrig nicht eben mit Spannung erwartet. Einen dtv-Wahrig von 2002 kann man über Amazon gar schon für einen Cent erstehen, zuzüglich Versandkosten. Das darf niemanden überraschen und sollte auch niemanden zum Kauf verleiten. Denn seit 1996 gilt: Nichts ist älter als die neue Rechtschreibung von gestern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113846521541238271?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113846521541238271/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113846521541238271' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113846521541238271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113846521541238271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/01/gymnasium-und-geschft.html' title='Gymnasium und Geschäft'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113845540574650132</id><published>2006-01-28T14:35:00.000+01:00</published><updated>2006-01-28T14:36:45.750+01:00</updated><title type='text'>Violinen im Pentagon</title><content type='html'>Der Engel der Geschichte ist eine bleierne B-52. Laurie Anderson spielte in Berlin. Von Reinhard Markner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Junge Welt, 20. 10. 2001&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor bald zehn Jahren versuchte sich Laurie Anderson im Hebbel-Theater zu Berlin an einer nachträglichen Deutung dessen, was in postmodernistischen Kreisen als größtes Simulacrum aller Zeiten gehandelt und im gemeinen Sprachgebrauch etwas ungenau als »Golfkrieg« bezeichnet wird. Ihre Geschichten erzählte sie, als halte sie eine Pressekonferenz im Pentagon, vor Projektionen der von kamerabewehrten Geschossen gelieferten Videos. Die Performance geriet zur Gegendarstellung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Avantgarde ist ein militärischer Begriff. Die Feuilletons bezeugen, daß es vielen Künstlern momentan schwerfällt, mit der Entwicklung Schritt zu halten. In welche Richtung verläuft sie überhaupt? Erstaunt sieht man Flugzeuge zum Einsatz kommen, die schon über Vietnam flogen. Der Beginn der Kampfhandlungen in Afghanistan wird durch flimmernde Bilder annonciert, die an die grünblinkenden Rechnermonitore einer längst vergangenen Ära erinnern. Laurie Anderson widmet ihren Auftritt im Konzertsaal der Berliner Hochschule der Künste – gegenüber dem mehr denn je verschanzten Amerikahaus in der Hardenbergstraße – zunächst einmal nur der Gelegenheit, das Zeitgeschehen beobachten zu können. Interpretation folgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;New York, so berichtet sie, sei dieser Tage wirrer und unübersichtlicher denn je. Neue politische Gruppierungen formierten sich und suchten Antworten auf die aktuellen Fragen. Die Stadt sehe jedenfalls nicht so aus wie im Fernsehen. Hat sie das je getan – und wenn ja, welches Programm hätte man anschalten sollen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Berliner Konzert wird denn auch mit »Statue of Liberty« eröffnet, dem eindringlichsten Stück des neuen Albums »Life on a String«. Es klingt so schwermütig, als wäre es erst neulich auf der Überfahrt von Staten Island nach Manhattan entstanden. Operation »Enduring Freedom« – mißgünstig übersetzt heißt das »Freiheit erleiden«. Angesichts des Vorpostens der beschädigten Skyline bemerkt Anderson: »Freedom is a scary thing«. Dann korrigiert sie ihren Text. Statt »Not many people really want it« folgt ein unverbindliches »So prescious, so easy to lose«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenige im Saal werden das gemerkt haben, nicht nur, weil die neuen Songs noch unvertraut sind, sondern auch, weil Jim Blocks Percussion zu Beginn Andersons sanft verhauchenden Singsang beständig zu übertönen droht. Diese Vehemenz, die einem älteren Stück wie »The Puppet Motel« durchaus guttut, kommt ganz unerwartet, ist doch »Life on a String« eine Sammlung sehr leiser Stücke, dem Titel gemäße Kammermusik. Zwar hat sich Laurie Anderson immer schon einer Violine bedient – früher allerdings nur in den seltensten Fällen, um Geige zu spielen. Meist brachten die Saiten des verkabelten Instruments statt dessen jene Laute hervor, welche die Künstlerin von Ausflügen in fremde Geräuschlandschaften mit nach Hause gebracht hatte. Diesmal führt sie den Bogen, und siehe da, man hört tatsächlich Streichmusik. Noch auffälliger ist der Verzicht auf eine Bebilderung der Töne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anderson läßt an diesem Abend viele Songs, die sie nach eigenem Bekunden lange nicht gespielt hat, Revue passieren. Auf den schrägen Klassiker »Sweater« folgt das neue Stück »Lucky Day« – auf die schrille Verweigerung »I no longer love your eyes, your mouth, the way you hold your pen and pencil...« das schmeichelhafte Bekenntnis »I love your brain«. Ihre Fans, eine bemerkenswert heterogene Versammlung, begeistert Anderson mit der minimalistischen Ode »Oh Superman« und einer deutschen Version von »The Dream Before«. Walter Benjamins Text, verfremdet aus dem Englischen zurückübersetzt, handelt vom Engel der Geschichte, der, den Blick auf das Trümmerfeld der Vergangenheit gerichtet, rückwärts gewandt der Zukunft entgegenfliegt. Wahrscheinlich muß auch Laurie Anderson, die von New Yorks Galerienszene nie ganz in die Welt des Pop übergewechselt ist, dabei an Anselm Kiefers Interpretation denken, der den Engel der Geschichte als bleierne B-52 dargestellt hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113845540574650132?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113845540574650132/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113845540574650132' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113845540574650132'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113845540574650132'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/01/violinen-im-pentagon.html' title='Violinen im Pentagon'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113845529874989202</id><published>2006-01-28T14:32:00.000+01:00</published><updated>2006-05-12T12:46:38.633+02:00</updated><title type='text'>Große Denker</title><content type='html'>Echte Werte und virtueller Journalismus. Von Reinhard Markner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Junge Welt, 16. 3. 2005&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Auch Alphaville hat seine Zeitungen. Nicht jene von Godard einst ersonnene Stadt, in der das Wort Liebe unbekannt ist, sondern die größte Siedlung in der virtuellen Welt der »Sims«. Natürlich erscheinen diese Blätter nicht in gedruckter Form, sondern als interaktive »Blogs«. Sie fassen für die ungefähr 80000 Mitspieler an den Rechnern in aller Welt das Neueste vom Tage zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je ausgefeilter die virtuelle Gesellschaft, desto realer ist ihre Scheinrealität. Die Sims lebten ursprünglich in einer heilen Vorstadtwelt, wie sie so wohl nur Amerikaner programmieren konnten, und ihr Bewegungsspielraum war beschränkt: Die Grenzen ihrer Welt waren die Grenzen einer Festplatte. Seit das Spiel vor einigen Jahren online gegangen ist, ist das simulierte Leben weitläufiger, bunter, aber auch greller geworden. Manche Mitspieler machen sich einen Spaß daraus, im Puppenheim Schlagzeilenträchtiges zu inszenieren, und sie fanden Reporter, die ihr Treiben verfolgten. Insbesondere der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Alphaville Herald&lt;/span&gt; hat ausführlich über Straßenräuber und Bordellmütter berichtet und sich damit einen gewissen Namen gemacht, bis sein Herausgeber, Peter Ludlow, von den Verantwortlichen der Firma Electronic Arts als Mitspieler gesperrt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein Fall fand Beachtung auch in der herkömmlichen Wirklichkeit. Es stellte sich die Frage, ob dem »Hausrecht« einer Softwarefirma Vorrang vor der verfassungsrechtlich geschützten Meinungsfreiheit zukomme. Im Rahmen des Spiels, so argumentierten Ludlows Verteidiger, sei ein öffentlicher Raum entstanden, den unbeschränkt zu kontrollieren seine privaten Betreiber nicht befugt seien. Ein Sprecher von Electronic Arts hielt dem entgegen, Ludlow sei so wenig Zeitungsherausgeber wie ein Monopoly-Spieler Immobilienhai.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit noch etwas mehr Ernst wird in den USA die Diskussion um die Beobachtungen eines kalifornischen Wirtschaftswissenschaftlers geführt. Edward Castronova studiert die Ökonomie der Simulationsspiele im Hinblick auf ihre Interaktion mit der realen Wirtschaft. Die im Spiel hergestellten oder erworbenen Güter, zum Beispiel die Pfründe der mittelalterlichen Welt »Everquest«, werden nämlich längst bei Ebay für echtes Geld gehandelt. Die Bietenden wollen Abkürzungen nehmen, in der gesellschaftlichen Hierarchie der Gegenwelt schneller aufsteigen und sich auf diese Weise mühevolle Arbeit am Bildschirm ersparen. Indem solche Vorteile handelsfähig werden, schaffen die Spieler »echte« Werte. Auf Grundlage der Auktionszuschläge hat Castronova sogar Wechselkurse zwischen Spielgeld und US-Dollar errechnen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Thema hat jüngst der deutsche Wirtschaftsjournalist Sönke Iwersen in einem Porträt Castronovas aufgegriffen, das vom &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hamburger Abendblatt&lt;/span&gt; und der Bonner Wochenzeitung &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Rheinischer Merkur&lt;/span&gt; gedruckt wurde. Eine interessante Geschichte und ein gut geschriebener Text. Einziges Problem: Er war letzten Mai, noch ausführlicher, bereits in &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Walrus&lt;/span&gt; erschienen, einer ebenso jungen wie beachtlichen kanadischen Zeitschrift. »Edward Castronova had hit bottom. Three years ago, the thirty-eight-year-old economist was, by his own account, an academic failure«: so fängt &lt;a href="http://www.walrusmagazine.com/article.pl?sid=04/05/06/1929205"&gt;Clive Thompsons Reportage&lt;/a&gt; an. »Edward Castronova war verzweifelt. Jahrelang hatte der amerikanische Volkswirtschaftler davon geträumt, eines Tages zu den großen Denkern seines Fachs zu gehören. Doch jetzt, mit 38, fiel seine wissenschaftliche Bilanz reichlich mager aus«: so liest sich das bei Iwersen, und in der gleichen paraphrasierenden Art geht es weiter, eine ganze Zeitungsseite lang. Wie es scheint, hat Sönke Iwersen seine Expeditionen in die Simulationswelt bloß simuliert, und seine journalistische Bilanz fällt reichlich mager aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Edward Castronova hat der Wirtschaftswissenschaft in den Simulationsspielen ein neues Betätigungsfeld erschlossen. Der virtuelle Journalismus, in allen seinen Facetten, ist ein Gebiet, das ebenfalls genaue Aufmerksamkeit verdient.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113845529874989202?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113845529874989202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113845529874989202' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113845529874989202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113845529874989202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/01/groe-denker.html' title='Große Denker'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113845512682022815</id><published>2006-01-28T14:29:00.000+01:00</published><updated>2006-01-28T14:32:06.826+01:00</updated><title type='text'>Ränken und Würken</title><content type='html'>Heute vor 250 Jahren wurde der Anstandsberater Adolph von Knigge geboren. Von Reinhard Markner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Junge Welt, 16. 10. 2002&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;»Der höchste Grad der Aufklärung gränzt immer an die äusserste Barbarey.« – Adorno? Nein, Knigge (in einem Brief, 1780). Ein zufälliger Gleichklang? Nicht unbedingt; schließlich war der stets vollendet formbewußte Adorno wie kein anderer Salonsozialist bereit, im Anstand den Widerschein der Humanität schlechthin zu erkennen. In den &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Minima moralia&lt;/span&gt; unternahm er es gar, die »genaue historische Stunde« des Taktes zu bestimmen. Sie habe geschlagen, als »das bürgerliche Individuum des absolutistischen Zwangs ledig ward« und »die in sich gebrochene und doch noch gegenwärtige Konvention« eine neue Bedeutung gewann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das also war die Stunde des heute vor 250 Jahren auf einem Gut bei Hannover geborenen Freiherrn Adolph von Knigge. Als er 1788 seinen Ratgeber &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Über den Umgang mit Menschen&lt;/span&gt; für die Anständigen unter denselben schrieb, braute sich in Paris schon der Aufstand zusammen. Der verarmte Adlige zählte zu den Wegbereitern des bürgerlichen Zeitalters – und zu den standhafteren unter den deutschen Anhängern der Französischen Revolution.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hat sich herumgesprochen, daß es Knigge nicht darum zu tun war, die Manieren der Deutschen zu verfeinern. »Daß man bey Tische den abgeleckten Löffel, womit man gegessen, nicht wieder vor sich hinlegen solle« – mit derlei Empfehlungen mochte er sich nicht aufhalten. Er betonte das so ausdrücklich, als ahnte er schon das kommende Mißverständnis, das von seinem Namen Besitz ergreifen sollte. Knigge ging es um angewandte Menschenkenntnis. Er lehrte nicht die leere Zeremonialität der französischen Courtoisie, sondern gelassene Weltklugheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Romancier fehlte Knigge die Kraft eines Smollett und schon gar der Aber-Witz eines Sterne. Immerhin erwies er sich auch in diesem Genre als ein aufmerksamer Beobachter seiner Zeit – und natürlich seiner selbst, lag doch nicht nur dem Erstling »Roman meines Lebens« eingestandenermaßen ein autobiographisches Substrat zugrunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weniger augenfällig geriet Knigge das Selbstporträt im &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Umgang mit Menschen.&lt;/span&gt; Man entdeckt es an der Stelle, wo vor Leuten gewarnt wird, die zwanghaft »Ränke, Schwänke und Winkelzüge« betreiben. »Ein Mann«, so heißt es hier, »der lange an Höfen gelebt hat, um sich her nichts als Verstellung, Intrigue, Cabale und Gegeneinanderwürken ..., findet ein Leben, das ohne Verwicklung fortgeht, zu einförmig; er wird seine unbedeutendsten Schritte so thun, daß man ihm nicht nachspüren kann, und seinen unschuldigsten Handlungen einen räthselhaften Anschein geben.« Wie genau sich Knigge in dieser Darstellung getroffen hat, ist erst durch die Wiederentdeckung von Teilen seiner weitläufigen Korrespondenz in freimaurerischen Archiven erkennbar geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon als Student in Göttingen Mitglied des »Concordienordens«, hatte Knigge 1773 Aufnahme in eine Kasseler Freimaurerloge gefunden. Nach einer zwischenzeitlichen Annäherung an rosenkreuzerische Kreise trat er 1780 dem aufklärerischen »Illuminatenorden« bei. Der Mann, der ihn anwarb, war sich zunächst noch sicher, daß er »wahrlich ein herlicher, und kluger Mann« sei. Doch nur zwei Monate später sah er sich veranlaßt, vor Knigge zu warnen: »Er ist ein Hofmann gewesen, und folglich in Ränken und Schwenken belehrt.« Mit anderen Worten, sein Charakter gleiche dem »von einem feinen Politiquer«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Warnung blieb zunächst ohne Wirkung; Knigge stieg rasch in der Hierarchie der Illuminaten auf und beförderte maßgeblich deren Ausbreitung über Bayern hinaus. Aber sein intrigantes Wirken war von ständigen Querelen begleitet, und schließlich überwarf er sich auch unwiderruflich mit dem Ordensgründer, dem Ingolstädter Juraprofessor Adam Weishaupt, so daß er 1784 seinen Austritt erklären mußte. Es wiederholte sich im Untergrund der Gesellschaft des Ancien Régime, was Knigge zuvor bereits an dessen Oberfläche widerfahren war, als er vergeblich um Anstellungen in Weimar und Berlin nachsuchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman seines Lebens war auf allen Ebenen die Geschichte von Ambitionen, die an Grenzen stoßen, auch wenn Knigge schließlich – eine Art erpreßter Versöhnung – in Bremen ein standesgemäßes Amt übertragen bekam und 1796 im dortigen Dom ein ehrenwertes Begräbnis. Als chronisch Kranker durchlitt er den Desillusionsroman seines irdischen Daseins. Wenigstens gelangte er dabei zu Einsichten, die aufgeklärt waren, ohne barbarisch zu sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113845512682022815?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113845512682022815/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113845512682022815' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113845512682022815'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113845512682022815'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/01/rnken-und-wrken.html' title='Ränken und Würken'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113845498623256804</id><published>2006-01-28T14:27:00.001+01:00</published><updated>2008-07-02T23:29:36.201+02:00</updated><title type='text'>Brüchig</title><content type='html'>Eine Weimarer Ausstellung zeigt die Freimaurer bei der Arbeit am nationalen Gedächtnis. Von Reinhard Markner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Junge Welt, 30. 9. 2002&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Vorfeld der letzten französischen Präsidentschaftswahlen widmeten die beiden Pariser Nachrichtenmagazine &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Express&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nouvel Observateur&lt;/span&gt; Titelgeschichten der Freimaurerei und ihrem mutmaßlichen Einfluß auf die große Politik. Möglicherweise trugen sie damit ihr Scherflein zum Erfolg des Rechtsextremisten Le Pen bei, dessen Partei unter anderem in der Tradition einer Gegnerschaft zum Freimaurertum (des Antimasonismus) wurzelt. Sicher jedenfalls wäre ein ähnlicher Vorgang hierzulande kaum denkbar. Die letzten bekannteren Maurer in der deutschen Politik waren die Liberalen Gustav Stresemann und Thomas Dehler. Das ist lange her, und so schwelgen die Freimaurer gerne in der Erinnerung an jene goldenen Zeiten, da ihr Bund erhebliche gesellschaftliche Bedeutung besaß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An diesem Punkt setzt die Ausstellung »Geheime Gesellschaft« an, die noch bis Jahresende täglich außer dienstags im Schiller-Museum in Weimar zu sehen ist. Die Tatsache, daß viele der Protagonisten des klassischen Weimar Maurer waren, hatte von jeher, wie sich leicht denken läßt, Bedeutung nicht nur für das Geschichtsbild der ortsansässigen Loge »Amalia«. Die Mitgliedschaft der Klassiker verbürgte die Verankerung der Freimaurerei in den besten Traditionen Deutschlands; allenfalls Mozarts »Zauberflöte« und Lessings Dialog »Ernst und Falk« waren und sind den Maurern heiliger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die freimaurerische Geschichte, lange die Geschichte eines Männerbundes mit humanitärer Geisteshaltung, ist zu schön, um wahr zu sein. Der amerikanische Germanist W. Daniel Wilson erinnerte vor gut zehn Jahren daran, daß die Weimarer Loge nach 1782 für geraume Zeit geschlossen blieb, und präsentierte dafür auch eine Erklärung: Herzog Carl August und Goethe seien der Loge – und kurz darauf auch dem paramasonischen Geheimbund der Illuminaten – nur beigetreten, um deren Aktivitäten um so besser überwachen zu können. Von der Kontroverse um diese These sollen die Besucher der Weimarer Ausstellung nichts und die Leser des üppigen Katalogs (Hanser, 29,90 Euro) so wenig wie möglich erfahren. Das ist bedauerlich, denn es müßte heute möglich sein, Geschichte auch dem breiten Publikum nicht nur als ein So-war-es-und-nicht-anders zu präsentieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansatzweise immerhin kann man erkennen, daß die Entstehung der »symbolischen Maurerei« von den Weimarer Kuratoren aus hermetischen Traditionen abgeleitet wird. Für die sozialgeschichtliche Deutung, die in den Logen vornehmlich Orte der freien Aussprache zwischen Adel und Bürgertum sah, haben sie nicht mehr viel übrig. Als Ergebnis ihrer Bemühungen kann man nun eine Paradigmenwechselausstellung besichtigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konstanter als die Geschichtskonstruktionen der neueren Historiographie ist, zumindest auf den ersten Blick, die Traditionsbildung der Freimaurer. Goethe selbst nahm 1813 in einer »Trauerloge« von Wieland Abschied und begründete so den Brauch der wiederbelebten »Bauhütte Amalia«, der in den »ewigen Osten« eingegangenen Brüder festlich zu gedenken. Die Ausstellung führt vor, wie sich die Weimarer Freimaurer im 19. Jahrhundert durch beharrliche »Arbeit am nationalen Gedächtnis« einen Logenplatz im Theater der bürgerlichen Eitelkeiten erkämpften. Sie stellt bloß, wie sich die Maurer darin verausgabten, die Klassiker zu vereinnahmen und schließlich die eigenen kosmopolitischen Ideale an den Zeitgeist der nationalen Überhebung verrieten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schiller distanzierte sich entschieden von dem maurerischen Treiben seiner Umgebung in Stuttgart, Mannheim und Weimar. Der Genius loci seines Hauses scheint die Ausstellungsmacher zu ihrer erfrischend ungeschönten Darstellung inspiriert zu haben. Entgangen ist ihnen allerdings, daß die deutsche Freimaurerei kaum noch die nötige Fallhöhe für eine ideologiekritische Betrachtung hat. Es fällt schwer, eine Institution zu entlarven, die sich heutzutage Mühe geben muß, ob ihrer altertümlichen Bräuche nicht belächelt zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines der letzten Exponate der Weimarer Ausstellung ist &lt;a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/17/92/dokument.html?titel=Br%C3%BCder+im+Schurz+%28siehe+Titelbild%29&amp;id=45142971"&gt;ein vergilbtes &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Spiegel&lt;/span&gt;-Heft&lt;/a&gt;. Es zeigt Theodor Vogel, der sich in der Nachkriegszeit um die Einigung der bundesdeutschen Logensysteme bemühte, und stammt aus dem Jahre 1963. So lange ist es her, daß die Freimaurerei in Deutschland Stoff für eine Titelgeschichte war. Heute ist sie nur noch Beute für kritische Historiker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* »Geheime Gesellschaft. Weimar und die deutsche Freimaurerei.« Schiller-Museum, Weimar, bis 31.12. Bis 31.10. täglich von 9 bis 18 Uhr, ab 1.11. täglich von 9 bis 16 Uhr, dienstags geschlossen. Eintritt 5 Euro (ermäßigt 3 Euro)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113845498623256804?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113845498623256804/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113845498623256804' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113845498623256804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113845498623256804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/01/brchig.html' title='Brüchig'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113845466748441108</id><published>2006-01-28T14:19:00.000+01:00</published><updated>2006-01-28T14:24:27.503+01:00</updated><title type='text'>Und Sie so?</title><content type='html'>Orthographie-Opfer unter sich: Deutschsprachige Zeitungen und die neue deutsche Rechtschreibung. Von Reinhard Markner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Junge Welt, 1. 8. 2001&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Zeitungen eigene Fehler einzugestehen haben, so tun sie dies gewöhnlich schamhaft und leise in jenen dunklen Ecken, die der Umbruch übriggelassen hat. Nicht so vor einem Jahr, als die Frankfurter Allgemeine mit Aufmachern in eigener Sache überraschte. Nach einem Jahr gemeinsamer Quälerei von Autoren und Lesern hatte das Blatt ein Einsehen und kündigte die Rückkehr zur bewährten deutschen Rechtschreibung an. Ein Aufatmen ging durch die Leserschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus den Kommentaren der Kollegen sprach das schlechte Gewissen. Ein Autor der Süddeutschen Zeitung riet jenen Schriftstellern, die der FAZ gratulierten, sich lieber mit dem Rechtsextremismus zu beschäftigen. »Freie Rechtschreibung für freie Bürger - die wäre die schlechteste aller Varianten«, schrieb die Neue Osnabrücker Zeitung, offenbar schockiert von dem Gedanken, die vom Deutschen Bundestag ausgegebene Losung »Die Sprache gehört dem Volk« könnte Wirklichkeit werden. Und der Chefredakteur der Nürnberger Zeitung ließ sich zu der vielleicht etwas übertriebenen Schätzung hinreißen, daß 95 Prozent seiner Leser die seit August 1999 zur Anwendung kommende Schreibung ablehnten. An eine Änderung, so beeilte er sich hinzuzufügen, sei gleichwohl nicht zu denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Applaus spendete ausgerechnet die Wiener Neue Kronen- Zeitung vom anderen Ende des Qualitätsspektrums, doch auch hier fehlte der Mut, den Worten Taten folgen zu lassen. Ein Telefonat zwischen den wenig reformbegeisterten Chefredakteuren von Welt und Spiegel blieb ohne Ergebnis. Die FAZ fand keine Nachahmer. Es rächte sich nun, daß man ein Jahr zuvor selbst dem Konformismus gehuldigt hatte und sich ganz ausdrücklich wider besseren Wissens den Anordnungen der deutschen Unterrichtsminister gebeugt hatte. Hätte man die Entscheidung der Frankfurter Kollegen vorausgeahnt, wären die eigenen, quälend langwierigen Bemühungen um eine Hausorthographie wohl eingestellt worden, mutmaßte ein Mitarbeiter der NZZ. Nun aber war die Entscheidung für »Potenzial«, aber gegen »Gräuel« unwiderruflich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei wäre ein »Gesichtsverlust« der Redaktionen nicht wirklich zu befürchten gewesen; es hätte gereicht, die Masken abzureißen. Vor einigen Wochen erschien in der Süddeutschen Zeitung an der denkbar prominentesten Stelle, in der Wochenendausgabe auf Seite drei, ein in ebenso auffällig makelloser wie herkömmlicher Rechtschreibung abgefaßter Artikel. Es war dies eines jener mehr oder minder alltägliche Versehen, die von der Presse nicht einmal einer Richtigstellung für nötig befunden werden. Man hatte vergessen, den Text durch jenen »Konverter« laufen zu lassen, der aus Orthographie »Orthografie« macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche Pannen sollten niemanden überraschen. Von den Betreibern der Reform wurde eine vereinfachte und vereinheitlichte Rechtschreibung in Aussicht gestellt. Tatsächlich ist das entstandene Durcheinander für jedermann sichtbar und das amtliche Regelwerk so kompliziert, daß seine Auslegung selbst die Fachleute der Duden-Redaktion überfordert. Ihre Entscheidung, die Getrenntschreibung »wieder sehen« vorzuschreiben, angeblich eine Fehlinterpretation der neuen Regeln, ist mittlerweile zwar revidiert, immer noch aber stehen in der Neuausgabe des Wörterbuchs, die wenige Wochen nach dem Befreiungsschlag der FAZ auf den Markt kam, »wieder herrichten« und »wiederherstellen« unvermittelt nebeneinander. Kein Wunder, daß der Münchner Lektor Wolfgang Wrase bei einem akribischen Vergleich von zwei Ausgaben der Süddeutschen einen Anstieg der Fehlerzahlen um ein Mehrfaches diagnostizieren mußte. Und dies, obwohl die deutschsprachige Presse es abgelehnt hat, die amtlichen Regeln in toto zu übernehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die von den deutschen Kultusministern bestallten Linguisten schicken sich nun an, hinter den wie gewohnt geschlossenen Türen die Reform der Reform vorzubereiten. Einige Ergebnisse ihrer Überlegungen sind im jüngst erschienenen Duden-Universalwörterbuch bereits zu besichtigen. So sind die grammatisch falschen Schreibweisen »heute Abend«, »gestern Morgen« usw. nicht etwa korrigiert, sondern sogar noch um die gewagten Konstruktionen »heute Früh«, »morgen Früh« usw. ergänzt worden. Diese sind zwar so wenig sinnvoll wie amtlich, dafür aber bezeichnend für die Geisteshaltung ihrer Urheber. Wenn Hubert Spiegel, der leitende Literaturredakteur der FAZ, sich dieser Tage mit den Worten vernehmen läßt, die Rechtschreibreform sei im abgelaufenen Jahr nicht besser geworden, weiß er vielleicht gar nicht, wie recht er hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Die junge Welt lesen Sie übrigens wie schon immer in der bewährten deutschen Rechtschreibung.)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113845466748441108?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113845466748441108/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113845466748441108' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113845466748441108'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113845466748441108'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2006/01/und-sie-so.html' title='Und Sie so?'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113529923182162192</id><published>2005-12-23T01:45:00.000+01:00</published><updated>2005-12-23T03:05:50.806+01:00</updated><title type='text'>Mit der Gabel gelöffelt</title><content type='html'>Dieser Text ist in der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Frankfurter Allgemeinen&lt;/span&gt; vom 21. 12. 2005 erschienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beunruhigend vertraut klingen die Nachrichten aus den Niederlanden:&lt;br /&gt;Die führenden überregionalen Zeitungen &lt;span style="font-style:italic;"&gt;de Volkskrant, NRC Handelsblad&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Trouw,&lt;/span&gt; das Nachrichtenmagazin &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Elsevier&lt;/span&gt; sowie der öffentliche Rundfunk haben angekündigt, sich der Rechtschreibreform zu widersetzen, deren Vollzug für den 1. August 2006 vorgesehen ist. Die Regierung und die von ihr beauftragten Sprachwissenschaftler zeigen sich überrascht und bekräftigen ihre Absicht, an den gemeinsam gefaßten Beschlüssen festzuhalten. Die Boykottandrohung sei unverständlich, da die Reform nur einige »Anpassungen« mit sich bringe und eine Reihe von Ausnahmen in der bisher gültigen Regelung bereinige. Im Interesse der Schüler müsse an ihr festgehalten werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor gut zwei Monaten ist das neue »Grüne Büchlein« erschienen, das mehr als tausend Seiten starke Manifest der institutionalisierten Sprachrevolution, als deren Führer ein emeritierter Professor amtiert. Mit der demonstrativen Gelassenheit eines Berufspolitikers hält Maarten van den Toorn der Medienfronde entgegen, daß der Zug abgefahren sei. Der Nimwegener Linguist beherrscht die Taktik der Sprachreformer aller Länder: Protest kommt stets zu spät, eine öffentliche Debatte ist immer schon überflüssig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Van den Toorn ist Vorsitzender der von der zwischenstaatlichen Sprachbehörde »Nederlandse Taalunie« eingesetzten Arbeitsgruppe, welche die amtliche Rechtschreibung auf den neuesten Stand bringen sollte. Eine Reform stand ausdrücklich nicht auf dem Programm: Die letzte liegt erst zehn Jahre zurück und war heftig umkämpft. Trotzdem betreffen die jetzt vorgesehenen Änderungen immerhin knapp drei Prozent der im »Groene Boekje« verzeichneten Einträge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorgesehen war lediglich ein Update: Weil die ehemalige niederländische Kolonie Surinam der »Taalunie« beigetreten ist, muß das offizielle Wörterbuch erstmals einige nur dort übliche Wörter enthalten, zum Beispiel die niedliche Bezeichnung &lt;span style="font-style:italic;"&gt;handknie&lt;/span&gt; für Ellenbogen. Zu erfassen waren ferner neu eingebürgerte Fremdwörter ("bastaardwoorden") wie &lt;span style="font-style:italic;"&gt;tsunami&lt;/span&gt; oder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;spamfilter.&lt;/span&gt; Aber die Kommission wollte mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tradition der Sprachplanung, an die sie in ihrer Arbeit anschließen konnte, reicht viele Jahrzehnte zurück. Aus &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Duitschland&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style:italic;"&gt;philosophie&lt;/span&gt; sind schon vor langer Zeit &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Duitsland&lt;/span&gt; und "filosofie" geworden. Der Versuch, Kölnisch Wasser als &lt;span style="font-style:italic;"&gt;odeklonje&lt;/span&gt; zu bezeichnen, wurde 1972 immerhin zurückgeschlagen. Wer seine Suppe mit der Gabel löffeln wolle, begehe einen Fehler, schrieb damals Harry Mulisch in einer Kampfschrift wider die Reformer. Aber die machten ungerührt weiter, selbst da, wo sich große Widerstände auftaten. Das ist besonders beim Fugen-n der Fall: Ob es &lt;span style="font-style:italic;"&gt;heiligedag&lt;/span&gt; oder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;heiligendag&lt;/span&gt; heißen müsse, ist mindestens so umstritten wie die Groß- oder Kleinschreibung von &lt;span style="font-style:italic;"&gt;nieuwjaar.&lt;/span&gt; Strenggenommen handelt es sich natürlich um eine Frage der Morphologie, nicht der Orthographie: Als Karl Valentin den Plural &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Semmelnknödeln&lt;/span&gt; forderte, war das ein Beitrag zur Wortbildungslehre. Die niederländischen Orthographen sehen sich gleichwohl befugt, den Wegfall des n in &lt;span style="font-style:italic;"&gt;gazellenoog&lt;/span&gt; und seine Einfügung in &lt;span style="font-style:italic;"&gt;giraffehals&lt;/span&gt; anzuordnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich inkonsequent wird der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;sociaal-democraat&lt;/span&gt; zum &lt;span style="font-style:italic;"&gt;sociaaldemocraat,&lt;/span&gt; der "sociaal-psycholoog" zum &lt;span style="font-style:italic;"&gt;sociaal psycholoog.&lt;/span&gt; Der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;co-assistent&lt;/span&gt; wird zum "coassistent", aus &lt;span style="font-style:italic;"&gt;coëducatie&lt;/span&gt; wird &lt;span style="font-style:italic;"&gt;co-educatie.&lt;/span&gt; Auch auf den Gebieten Silbentrennung und Fremdwortintegration gibt es dubiose Erleichterungen: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Fran-krijk&lt;/span&gt; muß nicht mehr als falsch angestrichen werden, und französische Wörter verlieren reihenweise Akzente. Selbst die christdemokratische Regierungspartei &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Christen Democratisch Appèl&lt;/span&gt; ist deshalb aufgefordert, ihren Namen zu ändern. Bei dieser Gelegenheit könnte sie sich dann den Apfel als neues Symbol wählen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Nebeneinander von kleinem &lt;span style="font-style:italic;"&gt;jood&lt;/span&gt; und großem &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Palestijn&lt;/span&gt; sei oft als peinlich empfunden worden, meint die Kommission. Deshalb soll nun immer dann &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Jood&lt;/span&gt; geschrieben werden, wenn von einem Angehörigen des jüdischen Volkes die Rede ist. Der religiöse Jude bleibt ein schlichter &lt;span style="font-style:italic;"&gt;jood;&lt;/span&gt; geht er in die Synagoge, so besucht er die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;jodenkerk.&lt;/span&gt; Da aber der gelbe Stern rassistischen Kriterien gemäß ausgegeben wurde, muß es neu &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Jodenster&lt;/span&gt; heißen. Harry Mulisch, von der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Volkskrant &lt;/span&gt;zu den neuen Regeln befragt, hielt sich vornehm zurück und nannte sie schlicht Unsinn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Willkür und Wahnsinn spricht hingegen Gerard C. Molewijk, der sich als Historiker mit der Geschichte der niederländischen Rechtschreibung befaßt hat. Daß sein Verriß des »Grünen Büchleins« vom &lt;span style="font-style:italic;"&gt;NRC Handelsblad&lt;/span&gt; als Gastkommentar gedruckt wurde, gab im Oktober eine Vorahnung der jüngsten Ereignisse. Die niederländische Schriftsprache werde durch die periodisch wiederkehrenden staatlichen Eingriffe in einem Zustand der künstlichen Instabilität gehalten, so Molewijk mit Blick auf die Reformen von 1934, 1947, 1955 und 1995. Sie sei bei der »Taalunie« erwiesenermaßen nicht in guten Händen und müsse endlich ihren Benutzern zurückgegeben werden. Zustimmung hat diese Forderung nicht nur bei den Journalisten gefunden. Zur Stärkung ihrer Widerstandskräfte verwies ein ehemaliger Chefredakteur des führenden Wörterbuchverlags Van Dale am Montag auf das naheliegende deutsche Beispiel: Dort habe eine vergleichbare Rebellion gegen staatlich verordnete Sprachplanung ebenfalls Erfolg. Das allerdings ist noch nicht endgültig ausgemacht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113529923182162192?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113529923182162192/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113529923182162192' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113529923182162192'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113529923182162192'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2005/12/mit-der-gabel-gelffelt.html' title='Mit der Gabel gelöffelt'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-111766759097509987</id><published>2005-06-01T11:07:00.000+02:00</published><updated>2005-06-02T12:45:34.400+02:00</updated><title type='text'>Das falsche Medium</title><content type='html'>Zu meinem Artikel &lt;a href="http://markner.free.fr/kampf.htm"&gt;Kampfplatz Katalog&lt;/a&gt; hat Borghild Niemann folgenden Leserbrief an die &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de"&gt;Süddeutsche Zeitung&lt;/a&gt; geschickt, den diese heute veröffentlicht (die orthographischen Eingriffe sind revertiert):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Als Bibliotheksoberrätin in der Staatsbibliothek zu Berlin frage ich mich, ob die hochgeschätzten bayerischen Kollegen von allen guten Geistern verlassen waren, als sie bei der Erneuerung des Bayerischen Verbundkataloges die Möglichkeit geschaffen haben, direkt von der Katalogoberfläche zur elektronischen Theke von Amazon durchzuklicken. Die (kostenlose?) Werbung für eine oder einige wenige Internetbuchhandlungen hat in einem mit Steuergeldern finanzierten Bibliothekskatalog nichts zu suchen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sollte sich bald mit dieser Frage beschäftigen. Dabei ist auch zu bedenken, daß der Bayerische Verbundkatalog einer der renommiertesten deutschen Online-Kataloge ist, der von vielen Benutzern und Bibliothekaren auch außerhalb Bayerns regelmäßig konsultiert wird. Im Gegensatz zu sonstigen Erfahrungen mit bibliothekarischen Dienstleistungen aus Bayern wird mit der Amazon-Werbung ein negativer Maßstab gesetzt.&lt;br /&gt;[. . .]&lt;br /&gt;Ich stöbere häufig in den Katalogen der Königlichen Bibliothek Kopenhagen und der Nationalbibliothek Oslo. Dort habe ich noch keine Rezensionen direkt an den Titelaufnahmen gefunden. Und die Skandinavier sind keineswegs auf den Kopf gefallen, was Bibliothekswesen und elektronische Medien betrifft. Im Kopenhagener Katalog kann man bei der Hans-Christian-Andersen-Biographie von Jens Andersen und der Kierkegaard-Biographie von Joakim Garff kurze, knappe Inhaltsangaben finden. Warum ist nicht eine einzige der zahlreichen Rezensionen angehängt? Im Osloer Katalog gibt es unter Titelaufnahmen eine Rubrik »Zusatzinformation« und dort unter »Beschreibung (neutral)« eine kurze Inhaltsangabe des Buches.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als vom Steuerzahler alimentierte Dienstleister sind wir Bibliothekare zur Neutralität verpflichtet und sollten nicht per Katalog Bewertungen der Bücher aus dem Bestand unserer Bibliotheken in Umlauf bringen. Das Gespräch mit dem Benutzer, die Benutzerschulung, sei es mündlich oder schriftlich, unterliegt der Freiheit von Forschung und Lehre. Hier dürfen wir nach bestem Wissen und Gewissen Empfehlungen aussprechen, denn sonst bräuchte man uns gar nicht zu fragen. Aber der Katalog ist das falsche Medium.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;So ist es. – In einem kritisch gemeinten Leserbrief wird mir vorgeworfen, anhand anhand eines »willkürlich herausgegriffenen Einzelsbeispiels« [sic] argumentiert zu haben. Im ursprünglichen Sinne von &lt;em&gt;willkürlich&lt;/em&gt; ist das richtig, denn ich hatte mir bei dem Beispiel etwas gedacht. Daß die Vorführung eines Mißstands an einem geeigneten Beispiel irgendwie verwerflich sein könnte, ist eine verbreitete und doch immer wieder befremdliche Vorstellung. – Ein anderer Leser bringt vor, seine »Erfahrung als Bibliotheksdirektor« habe ihn gelehrt, daß Bibliothekskataloge »noch nie objektiv gewesen« seien, »da sie eine subjektive Auswahl von Literatur aus der Menge des Vorhandenen abbilden«. Wie schon der Begriffswechsel andeutet, verwechselt der Leser &lt;em&gt;Neutralität&lt;/em&gt; mit &lt;em&gt;Objektivität.&lt;/em&gt; Vor allem aber konnte die Auswahl aus dem Gesamtangebot des Gedruckten noch nie so verstanden werden, daß die nicht angekauften Bücher wertlos seien.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-111766759097509987?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/111766759097509987/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=111766759097509987' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/111766759097509987'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/111766759097509987'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2005/06/das-falsche-medium.html' title='Das falsche Medium'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-111767617559538639</id><published>2005-05-12T11:39:00.000+02:00</published><updated>2006-02-08T00:49:54.866+01:00</updated><title type='text'>Politischer Duden</title><content type='html'>Unter diesem Titel bringt die &lt;a href="http://www.fr-aktuell.de"&gt;Frankfurter Rundschau&lt;/a&gt; meinen Leserbrief:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»Angesichts der Lektüre des Kriegsdudens« verliere die Kritik an der Rechtschreibreform »wegen inhaltlicher Irrelevanz stark an Fahrt«, schließt Judith von Sternburg ihren Bericht über die Nazifizierung und Entnazifizierung des Dudens. Dieses Urteil beruht auf einer Überschätzung dieses Wörterbuchs, die in Deutschland Tradition hat. Tatsächlich aber hatte die politisch motivierte Auswahl [und Erläuterung der Lemmata] in den Duden-Ausgaben von 1934 und 1941 keine nennenswerten Auswirkungen auf den Sprach- und Schreibgebrauch. Die neuen Wörter und Wertungen waren ja längst üblich und blieben es teils noch nach Kriegsende. Deshalb haben Abkürzungen wie HJ und SS auch weiter Platz in jedem Wörterbuch, das Sprache so darstellt, wie sie ist und nicht, wie sie politisch erwünscht ist. Der Duden zählt nicht zu ihnen. 1947 wurde der Eintrag »Hitler« gestrichen, und es ist seither dabei geblieben – ein klassischer Fall von hilflosem Antifaschismus. Im neuesten Duden fehlen darüber hinaus Wörter wie »Handvoll«, deren Existenz nach Jahrhunderten auf einmal fraglich geworden ist – auf politische Weisung hin. Die Kritik an solchen Manipulationen ist weiterhin sehr nötig.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;(Ich hatte nicht &lt;em&gt;üblich&lt;/em&gt; geschrieben, sondern &lt;em&gt;kurrent.&lt;/em&gt; Auch das Wort &lt;em&gt;Lemmata&lt;/em&gt; mußte weggekürzt werden. Wenn der Brief an eine als weniger intellektuell hochstehend geltende Zeitung gegangen wäre, hätte ich selbst nach anderen Begriffen gesucht.)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-111767617559538639?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/111767617559538639/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=111767617559538639' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/111767617559538639'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/111767617559538639'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2005/05/politischer-duden.html' title='Politischer Duden'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13345056.post-113982277149688936</id><published>2002-04-09T10:18:00.000+02:00</published><updated>2006-02-13T10:30:04.010+01:00</updated><title type='text'>Bankrotterklärung</title><content type='html'>Unter dem Titel »Bankrott. Auch eine Pleite der Rechtschreibreform« erschienen in: Frankfurter Allgemeine, 9. 4. 2002&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Wörterverzeichnis, das dem Regelwerk der Rechtschreibreform angehängt ist, findet sich der Eintrag: »Bankrott [machen, gehen(*) (in den Bankrott gehen) § 55(4)]«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Hilfe des Verweises wird &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Bankrott&lt;/span&gt; zu jenen Substantiven gezählt, „die Bestandteile fester Gefüge sind und nicht mit anderen Bestandteilen des Gefüges zusammengeschrieben werden“. Das in der Schreibung geänderte Gefüge &lt;span style="font-style:italic;"&gt;*Bankrott gehen&lt;/span&gt; ist an der betreffenden Stelle des Regelwerks nicht unter den Beispielen aufgeführt. Hingegen finden sich die Exempel „Recht haben/behalten/bekommen, Unrecht haben/behalten/bekommen“. Bekanntlich haben diese vermeintlichen „Einzelfälle des Typs Substantiv + Verb“ (3KB, S. 68) den Reformern besonders große Sorgen bereitet. Nachdem sie auf die berüchtigten Probleme mit der Groß- und Kleinschreibung in diesem Bereich schon im ersten Bericht der Zwischenstaatlichen Kommission von 1997/98 eingegangen waren, kommen sie im dritten von 2001 von neuem auf das Thema zurück. Dabei präsentieren im Verlaufe der Erörterung von &lt;span style="font-style:italic;"&gt;*Recht haben&lt;/span&gt; ein neues Argument. „Die französische Entsprechung &lt;span style="font-style:italic;"&gt;avoir raison&lt;/span&gt; legt es nahe, dass in dieser Verbindung das Substantiv &lt;span style="font-style:italic;"&gt;das Recht&lt;/span&gt; und nicht das Adjektiv &lt;span style="font-style:italic;"&gt;recht&lt;/span&gt; vorliegt.“ (S. 74)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das überraschende sprachvergleichende Exkurs reizt dazu, sich an dem Kommissionsdissidenten Horst H. Munske ein Beispiel zu nehmen und seinen Betrachtungen zu „sogenannt“ und seinen Verwandten solche zu einer anderen europäischen Wortfamilie folgen zu lassen. Denn der Bankrott – zum Teil nur der betrügerische – wird paneuropäisch mit beinahe gleichlautenden Wörtern bezeichnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woher stammen sie? Die englische Schreibung &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bankrupt, bankruptcy&lt;/span&gt; läßt auf eine Entlehnung aus dem Mittellateinischen schließen, die polnische &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bankrut, bankructwo&lt;/span&gt; auf einen Umweg über das Französische. Am wahrscheinlichsten ist aber wohl die Annahme, daß Bankrott ebenso wie &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Agio, Giro&lt;/span&gt; und andere finanztechnische Begriffe ursprünglich aus dem frühneuzeitlichen Italienisch in den Wortschatz des Deutschen und – mutatis mutandis – in den der meisten anderen europäischen Sprachen eingegangen ist. Im Unterschied zu den letztgenannten Wörtern wurde das Wort dabei überall lautlich und schriftlich integriert, und zwar nicht nur oberflächlich wie etwa &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Skonto.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Italienischen gibt es nur die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bancarotta,&lt;/span&gt; nicht hingegen ein Adjektiv &lt;span style="font-style:italic;"&gt;*bancarotto&lt;/span&gt; (hierfür hat man &lt;span style="font-style:italic;"&gt;fallito&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style:italic;"&gt;insolvente&lt;/span&gt;). Entsprechend liegen die Verhältnisse im Französischen: Neben das Ereignis des &lt;span style="font-style:italic;"&gt;banqueroute&lt;/span&gt; tritt noch der Verursacher, der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;banqueroutier,&lt;/span&gt; der aber &lt;span style="font-style:italic;"&gt;insolvable&lt;/span&gt; und nicht etwa &lt;span style="font-style:italic;"&gt;*banquerout&lt;/span&gt; ist. In den meisten anderen europäischen Sprachen jedoch sprießen aus der gleichen Wurzel sowohl Substantive wie Adjektive. Für das Deutsche, wo beide gleichlautend sind, wird dies von den Reformern auch gar nicht bestritten; sie gehen aber im Falle von &lt;span style="font-style:italic;"&gt;*Bankrott gehen&lt;/span&gt; in Analogie zu &lt;span style="font-style:italic;"&gt;*Pleite gehen&lt;/span&gt; von einer „substantivischen Auffassung“ des ersten Bestandteils des Gefüges aus. Angeblich handelt es sich um die „Verkürzung einer Präpositionalphrase“ (S. 71). Diese nicht näher begründete Annahme steht hinter dem erläuternd gemeinten Zusatz des Wörterverzeichnisses: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;(in den Bankrott gehen).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es trifft sich nun, daß es nicht nur für &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Bankrott&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bankrott,&lt;/span&gt; sondern darüber hinaus auch für &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bankrott gehen&lt;/span&gt; genaue Entsprechungen in anderen germanischen Sprachen gibt. So sagen die Dänen &lt;span style="font-style:italic;"&gt;gå bankerot.&lt;/span&gt; Vor dem 1948 erfolgten Verzicht auf die Hauptwortgroßschreibung nach deutschem Muster schrieb sich das mit kleinem b (und &lt;span style="font-style:italic;"&gt;gaa&lt;/span&gt; mit zwei a). Auch der englische Usus zeigt, wie abwegig die von den Reformern – wohlgemerkt für eine obligatorischen Neuschreibung – ins Feld geführte „substantivische Auffassung“ ist. Hier heißt es nämlich &lt;span style="font-style:italic;"&gt;go bankrupt.&lt;/span&gt; Auch ohne Hauptwortgroßschreibung liegen die grammatikalischen Verhältnisse klar zutage. Das dem deutschen Bankrott mit großem B entsprechende englische Substantiv heißt &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bankruptcy.&lt;/span&gt; Zwar kann auch &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bankrupt&lt;/span&gt; ein Substantiv sein, dann aber in der Bedeutung &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Bankrotteur.&lt;/span&gt; Teilte ein Sprecher des Englischen die Interpretation der deutschen Rechtschreibreformer, so müßte er folglich &lt;span style="font-style:italic;"&gt;go bankruptcy&lt;/span&gt; schreiben, als Verkürzung von &lt;span style="font-style:italic;"&gt;go into bankruptcy.&lt;/span&gt; Es sind jedoch keine derartigen Fälle bekannt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13345056-113982277149688936?l=markner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markner.blogspot.com/feeds/113982277149688936/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13345056&amp;postID=113982277149688936' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113982277149688936'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13345056/posts/default/113982277149688936'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markner.blogspot.com/2002/04/bankrotterklrung.html' title='Bankrotterklärung'/><author><name>Reinhard Markner</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05538353295678723695</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
